Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 8 (1924)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Heimkehr
- Date
- 1924-01-01
- Page
- 594 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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594 Franz Rosenzweig: Wie Scherben wird man weihn sie der Höhlen stummem Hehlen, Die Seelen neu zum Sein, die aufschweben, Lichtjuwelen. Eilt! hinan! nicht feucht* um Scherben sich das Auge euch. Kehrt heim zu mir, so kehr ich heim zu euch."" „Und kann Blutrot sich weißen? wie Wolle Purpur arten? Herz graniten, gneißen — o machs zum fleischern zarten. Spähst du am Sohn das Gleißen der Erbschuld, der bewahrten? Die Thon vor dir geheißen, ihr Geist zog' kühn auf Fahrten? Erbaun kannst du, einreißen, wenn Wort zu Wort wir paarten. Kann Spreu und Stroh der heißen Flamme sich erwehren? Heimkehr uns, Herr, bereite zu dir, daß heim wir kehren." ,,„\Jnd Gottes Söhne — enden gewühlt ins Grab der Lüste?! Da Brot euch Geister senden, getränkt euch Felsens Brüste! Sühnwerk — ihr habts, das wenden der Seelen Siechtum müßte: Gottes strenge Spenden, Gebots, Gesetzes Rüste. Laßt Kerkers Mauerblenden! zu fernster Hoffnung Küste! Gurte um die Lenden, Schuhe an den Füßen euch. Kehrt heim zu mir, so kehr ich heim zu euch."" »Dein Geist, deine Kraft gießt aus den Geist, die Kräfte. Dein die Allherrschaft! liehst du wem, daß er sie äffte? An deiner Wage Schaft siehst du, was des Manns Geschäfte.