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Der Jude · 1923-01-01 · Heft 7-8 · p. 485

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
7 (1923)
Issue
Heft 7-8
Article
Aktenstücke und Aufforderung
Date
1923-01-01
Page
485 (sequence 8)
Language
German
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Umschau: Bibelwiss enschaft 485 Hochehrwürdiger Rabbiner! Hochgeehrtester Herr! Anliegende Verhandlungen und Aufforderung bitte ich in Ihrem Blatte aufzunehmen. Mein Wunsch ist, daß Alles in ein und derselben Nr. aufgenommen würde. Sodann bitte ich Ew. Hochwürden recht sehr diese Sache mit Ihrem gewöhnlichen Eifer liebevoll zu unterstützen. Sollten Sie jedoch wider mein Erwarten nicht geneigt sein, dieses in Ihrem Blatte aufzunehmen, so ersuche ich Sie, mir die Akten mit umgehender Post gefälligst zurückzuschicken. B. B. Worauf mir folgendes zur Antwort wurde: Geehrtester Herr! So sehr ich den Eifer zu schätzen weiß, aus welchem Ihre Entwürfe hervorgehen, so hat mich eine lange Erfahrung mit den israelitischen Zuständen doch zu sehr bekannt gemacht, um ein Resultat aus Ihrer Aufforderung zu hoffen. Ich kann mich daher nur dem anschließen, was die Meinung des Dr. Riesser hierüber ist. Aus diesem Grunde kann ich diese Verhandlungen in den Text der Allgem. Zeitung des Judentums nicht aufnehmen. — Sollten Sie aber demungeachtet die Veröffentlichung wünschen, so könnte ich Sie nur darauf hinweisen, daß sie als Beilagen der Allgem. Zeit. d. Jts. gegeben werden könnten, wo Sie aber alsdann die Druckkosten zu tragen hätten. Hochachtungsvoll Magdeburg, 27. Nbvbr. 1845. (unterz.) Philippson, Dr. — BIBELWISSENSCHAFT Kritische Übersicht über die neuere Literatur1) Die Heilige Schrift desAlten Testaments übersetzt von E. Kautzsch ist längst die deutsche Bibelübersetzung der Gebildeten geworden. Sie liegt nunmehr in vierter umgearbeiteter Auflage, nach dem Tode Kautzschs von Prof. Bertholet. (Göttingen) herausgegeben, vollendet vor.2) x) Weitere Beiträge des gleichen Autors werden in den nächsten Heften folgen. Red. 2) 2 Bde. VIII u. 1000, IV u. 864 S. Tubingen, Verlag von J. C. B. Mohr (Paul ^ebeck) 1921, 23. Preis: Grundzahl M. 40, geb. M. 70. Bereits die dritte Auflage (1909) war gegen .die erste (1894) und zweite (1901) eine völlige Umarbeitung. Der vornehmste Zweck war: „die richtige Wiedergabe des Grundtextes in klarem heutigem Deutsch mit den Mitteln der heutigen Schriftforschung." Zugleich sollte der gebildete bibelfreundliche Laie in gemeinverständlicher und doch zuverlässiger Weise über die wirklichen Ergebnisse der strengwissenschaftlichen Schriftforschung unterrichtet werden. Während das letzte aber in den ersten beiden Auflagen durch an das Ende des Werkes verwiesene, in textkritischen Erläuterungen und einem Abriß der Geschichte des alttestamentlichen Schrifttums bestehenden, Beilagen geschah, ist mit der dritten und noch mehr mit der vierten Auflage eine bedeutende Änderung eingetreten. Dem Text der Übersetzung sind jetzt mehr oder weniger ausführliche Einleitungen sowohl zu den einzelnen Büchern als Kapiteln und Teilen von Kapiteln vorausgeschickt und unter dem Text stehen zwei Klassen von Anmerkungen, nämlich textkritische Noten und sachliche Erläuterungen, die bisweilen so sehr angewachsen sind, daß sie den größeren Teil der Seite einnehmen. Sind damit die ursprünglichen Grenzen erheblich erweitert, so daß jetzt vielmehr ein „Bibelwerk" vorliegt, in dem die Übersetzung auch typographisch nicht immer beherrschend hervortritt, so hat das Werk dadurch an innerem Wert und praktischer Brauchbarkeit ungemein gewonnen. Es ist in der Tat ein wissenschaftlicher Führer durch das Alte Testament geworden und teilt in Kürze die textkritischen, literarhistorischen, geschichtlichen und religionswissenschaftlichen „Ergebnisse" dieser Wissenschaft mit, wie sie heute auf den meisten protestantischen Universitäten gelehrt wird. Dafür bürgen schon die Namen der Mitarbeiter: Proff. Budde-Marburg, Guthe und Kittel-Leipzig, Holzinger, Hölscher- Gießen, Lohr-Königsberg, Marti-Bern, Rothstein-Münster, Steuernagel-Breslau, zu denen als Mitherausgeber Prof. Eißfeldt-Halle gekommen ist. Zunächst wird man über die gängige Quellenscheidung dadurch unterrichtet, daß die Übersetzung fortlaufend am. Rande von den Siglen für die angeblich festgestellten Quellenschriften begleitet wird, also z. B. im Pentateuch J, J1, J » J » J » t* E Es T-fE, P, PS, Ps, P51, P*> D, Rund seinen eb^sT zahlreichen „Tol'doth". Diese Zugabe ist für den wissenschaftlichen btand-

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