Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 5 (1920-1921)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Briefe zur Vorgeschichte der "Chibath-Zion"
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 338 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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338 Theodor Zlocisti: VIII. Übersetzung eines Empfehlungsschreibens der türkischen Botschaft in Wien an den Kais. türk. Minister des Äußern d. dato (4. Silkide 1283) 10. März 1867. Ein angesehener Rabbiner Namens Natonek hat sich bei dieser Botschaft vorgestellt und dem ergebenst Gefertigten mitgeteilt, es habe sich im Schöße der deutschen, böhmischen und ungarischen Judenschaft in Verbindung mit der israelitischen Gemeinde in Paris auf Grundlage gemeinschaftlicher Kapitalien eine Gesellschaft gebildet, welche sich den Zweck, vorsetzt in der Umgebung von Jerusalem und in Palästina überhaupt liegende Gründe anzukaufen und daselbst Ansiedelungen ihrer auswanderungslustigen Glaubensgenossen aus Europa und anderen Teilen der Erde zu begründen. Zugleich beabsichtigt diese Gesellschaft, dortlands auf die Verbreitung nützlicher Kenntnisse aus dem Gebiete des Handels, der Gewerke, des Ackerbaues und der schönen Künste hinzuwirken, um auch die dortige Judenschaft zu Fortschritten in dieser Beziehung aufzumuntern. Wie sich von selbst versteht, würde diese Gesellschaft in jeder Beziehung den türkischen Gesetzen unterstehen; desgleichen würden auch diese israelitischen Einwanderer in den türkischen Unterthanenverband zu treten haben. Um sich daher über die auf diese Verhältnisse bezüglichen Gesetze näher zu unterrichten und gleichzeitig über diese interessante Angelegenheit mit Ew. Exz. Rücksprache zu pflegen, begiebt sich Herr Natonek persönlich nach Konstantinopel, weshalb ich mir erlaube die Entscheidung, hierüber bochdero ausschließlichem Ermessen ergebenst anheimzustellen. Genehmigen etc. etc. Esseid Haider m: p: Botschafter der Hohen Pforte in Wien. (Für die Richtigkeit der Übersetzung: Die Direktion der orientalischen Akademie in Wien. 13. März 1867.) IX. A Monsieur le rabbin Joseph Natonek. Monsieur, L'Alliance isra61ite universelle s'est occupee dans la seance de son comite central de la communication ecrite que vous lui avez adressee relativement aux projets sur la Palestine, sur cette contree a laquelle se rattachent tant de Souvenirs. Nous n'avons pas besoin de dire avec quel interet PAlliance accueille la pensee de deVelopper dans ce pays si completement dechu Tagriculture, qui fut jadis si prospöre, si honoree, eile a rencontröe dans le comite toutes les sympathies; ce qui les a sourtout excitees, c'est Tintention de ceux, qui ont les premiers con^u ce projet. Iis ont pour but essentiel d'arracher a la misöre, au vagabondage, ä Paumöne cette population nombreuse de