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Der Jude · 1920-01-01 · Heft 7 · p. 445

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
2 (1917-1918)
Issue
Heft 7
Article
Die wirtschaftliche Bedeutung des Zionismus in der Türkei
Date
1920-01-01
Page
445 (sequence 9)
Language
German
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Die wirtschaftliche Bedeutung des Zionismus für die Türkei 445 Steuern gezahlt von 1904—1913 (in Francs). 1907 1908 1909 1910 1911 1912 1913 23532.— 133675.— 20898.80 173821.— 27441.20 159770.— 35372.40 I90968.— 56 701.20 18985O.— IOO618.4O 201 585.— 105259.20 216194.— 157207.— 194719.80 187 211.20 22634O.4O 24655I.2O 30220340 321453.20 52329.72 44790.96 42736.27 46795.34 42774.44 49329.44 52356.94 90773.22 33880.91 III 638.03 7232J.24 48950.76 II4328.83 103597.63 13650.— 18687.— 4 275.- 3354.— 2580.— 2 276.— I 209.— 303959.94 294078.67 344949.50 349937.98 340856.40 468 I37.67 478616.77 Nach der Statistik der „Deutschen Levantezeitung" vom 15. Februar 1913 betrug der Gesamthandel rund 100 Millionen (120 Millionen) Fr., wovon auf: Haifa, Akka, Cäsarea, Tantura ... 20 Millionen Mk. Jaffa mit Gaza ........40 „ „ Beirut........... 40 „ „ entfielen. Der Gesamthandel hat nach denselben Angaben seit dem Jahre 1886 um 500 °/0 zugenommen, der Import um 430 °/0, der Export um 650 °/0. Also eine ganz außerordentliche Steigerung, weit bedeutender als die der Türkei in demselben Zeiträume. Der Handel Palästinas beträgt ungefähr 1/12 des der Türkei. Allerdings muß man in Betracht ziehen, daß das Handelsgebiet Palästinas nicht identisch mit dem geographischen Begriff ist, sondern sich noch weit in das Hinterland erstreckt; trotzdem ist sein Anteil am türkischen Handel wesentlich größer als es seiner Bevölkerungszahl im Vergleich zu der der Türkei entspricht. Daß diese gesteigerte Handelstätigkeit hauptsächlich den Juden zu verdanken ist, wird kaum mehr bestritten. Die Juden haben sich landwirtschaftlich meist den Pflanzungskulturen zugewandt, deren Produkte hauptsächlich für die Ausfuhr in Frage kommen. Sie haben anderseits ihre europäischen Bedürfnisse nach Palästina mitgebracht und so dem Import ein breites Feld geöffnet, dem Import, der ungefähr 2/3 des gesamten palästinensischen Handel ausmacht. Jede Steigerung des Imports bedeutet natürlich eine Erhöhung der türkischen Zolleinnahme. Auch in diesem Punkte ist für die Zukunft eine günstige Entwicklung zu erwarten, da die wirtschaftlich produktiven jüdischen Elemente einen immer größeren Bestandteil in der Bevölkerung Palästinas ausmachen, die Almosenempfänger relativ zurückgehen. Abgesehen von der Erhöhung der Steuer- und Zolleinnahmen fließen infolge der Einwanderung der Juden jedes Jahr bedeutende Summen Geldes ins Land. Auch hier lassen wir wieder Ruppin*) als den besten Kenner der Verhältnisse sprechen. „Schon seit mehreren Jahrhunderten bestehen in Europa jüdische Vereine, welche alten Juden, die in Palästina ihren Lebensabend verbringen wollen, die Übersiedlung erleichtern und ihnen durch regelmäßige Geldsendungen ermöglichen, sich in Palästina ausschließlich dem religiösen Studium zu widmen. Auch viele gemeinnützige Anstalten zum Besten der *) Syrien als Wirtschaftsgebiet S. 17/18.

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