Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 2 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Zionismus in Polen
- Date
- 1918-01-01
- Page
- 299 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Constantin Brunner: Die jüdische Rasse 299 Überlegen wir uns einmal, ob das Schulsystem, das wir jetzt in den Osten bringen und das wir auch nach Palästina gebracht haben, und das nichts anderes darstellt als ein französisches Lyzeum und ein deutsches Gymnasium mit hebräischer Unterrichtssprache, überlegen wir uns wenigstens, ob das nun wirklich der Erhaltung und dem Aufbau des Judentums dient. Vielleicht ergibt sich, daß dieses das Richtige auch für uns ist; es sollte aber nicht so ganz unbesehen nur deshalb übernommen werden, weil es Westeuropa, weil es „Kultur" ist. Wir wissen, wohin uns heute diese Kultur geführt hat, zu einem schmachvollen Zusammenbruch aller menschlichen, aller sittlichen Grundfesten. Dieser Krieg hat auch unseren sozialen Bau in einer Weise erschüttert, wie das niemals vorher der Fall war. Es ist leicht, dieses geschwächte Volkswachstum in eine fremde Richtung zu biegen. Hüten wir uns davor! Und indem wir uns mit aller Kraft der Liebe, mit aller Hingabe des Herzens der Arbeit an unserem wirklichen Volke widmen, indem wir uns ganz einsetzen, um mit allem, was wir sind und was wir haben, unseren Brüdern zu dienen, seien wir sehr sorgsam darauf bedacht, auf die inneren Stimmen zu hören, die uns den Weg weisen zur wahrhaften Entfaltung des jüdischen Wesens, zur Verwirklichung des jüdischen Gedankens. s gibt keine reinen Rassen,^- und auch die jüdische kann nur die verhältnis- -L^mäßig reinste unter unsern Rassen genannt werden. Die aber ist sie tatsächlich geblieben. Ihr eigener Wille und der Wille der übrigen Rassen hat dafür nach Möglichkeit gesorgt: man denke an die biblischen Warnungen vor Vermischung und daran, daß bis vor kurzem die Juden überall in der Isolation gehalten und auf Inzucht gewiesen waren. Drei Kontrollen bestätigen die Konstanz des jüdischen Typus. Die erste Kontrolle haben wir an den bildlichen Darstellungen früherer Jahrhunderte und des Altertums, die uns Juden zeigen, wie sie heute gesehen werden. In der Tat: vergleicht man die Typen heute lebender Juden mit den von Rembrandt gemalten, mit denen auf Lionardos Abendmahl und auf älteren, mittelalterlichen Bildern, mit dem Porträt des „Aaron, son of the devilu aus dem 13. Jahrhundert und mit Judentypen auf einigen babylonischen und ägyptischen Denkmälern, die bis in ein Alter von 4000 Jahren hinaufführen (es sind ihrer wenige, weil die meisten Gesichter stilisiert wurden), so unterschreibt man die Worte Andrees („Zur Volkskunde der Juden"): „Mögen noch so viele Beimischungen stattgehabt haben, dieselben sind von dem unverwüstlich scheinenden Stamme völlig überwunden worden, so daß das allgemeine homogene Gepräge darunter nicht litt und der monumentale Hebräertypus in Körper und Geist stets siegreich wieder aus der Mischung hervorging." Die zweite Kontrolle wird geboten durch den in Nablus lebenden kleinen Rest der Julius Berger DIE JÜDISCHE RASSE*)|!) Aus dem in nächster Zeit erscheinenden Werke Constantin Brunners „Der Judenhaß die Juden", Berlin, Oesterheld & Co.