Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 16 (1937-1938)
- Issue
- 5 (2.1938)
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 8 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Nr. 5 Februar 1938 Dr. iur. Hugo Hoff mann Oberllndau 31 Tel. 76655 Versicherungen aller Art Ein Heine-Abend Das erste Mittwoch-Konzert der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts im neuen Kalenderjahre war dem Schaffen Heinrich Heines gewidmet. Heine zählt zu den meistkomponierten Autoren, und so erklangen Vertonungen von Mendelssohn, Schubert, Hugo Wolf, Liszi und Rubinstein. Für die Lieder setzte Edith Baum ihren noch in der Entwicklung begriffenen, weich timbrierten sympathischen Sopran und starkes Mitempfinden des musikalisch-dichterischen Inhaltes ein. Sie fand beste Partnerschaft an Dr. Willy Salomons kundiger und feinsinniger Begleitung. Die Rezitationen (erfreulicherweise auch weniger bekannte Stücke) sprach Sofie .Seligmann mit Grazie, leichtem Humor -und ohne Überakzentuierung. Die zahlreiche Hörerschaft dankte den Mitwirkenden durch herzlichen Beifall. Georg Schott Betten-Reinigen cruKN»in Daunen-Steppdecken, ■•*""PT KfcW sowie ipp Aufarbeitung, Koltern Reineekstr. 13 Tel. 2S330 Cello- und Klavier-Musik Das Programm des zweiten Januar-Konzerts der „Jüdischen Tonkünstler Frankfurts" war etwas reichlich ausgestattet. Es ist freilich durchaus kein Fehler, wenn an solchen Abenden gelegentlich Kompositionen auftauchen, die von der häuslichen Musikpflege her allgemein bekannt sind oder die dann daheim wieder aufgenommen werden mögen. Das gilt z. B. von den „Liedern ohne Worte" von Felix Mendelssohn, die Marthel Sommer, neben Stücken von Tschaikowsky und Grieg, mit «Geschmack und Klangsinn spielte; es gilt auch von Mendelssohns Andante und Variationen, das Margrit Oppenheimer und Marthel Sommer vierhändig leichtflüssig vermittelten. Als Cellist stellte sich in Tonschöpfungen von Henry Eccles, einem englischen Musiker des 18. Jahrhunderts, Saint-Saens und Gabriel Marie der noch sehr junge Erich H. Meier vorv Wie die Pianistinnen (von denen ihn Margrit Oppenheimer ausgezeichnet begleitete) fand auch er sehr freundlichen Beifall, der seinem klaren, schönen, wenn auch noch nicht großen Ton und der musikalischen Vortragsweise galt, die bei weiterem Reifen sicher noch an Gestaltung gewinnen wird. Von Rosy Geiger-Kullmann brachte Erich H. Meier eine sangbare, romantisch angehauchte „Romanze" und ein quickes „Scherzo" zur Uraufführung. Die Komponistin und ihr Interpret wurden von dem erfreulich zahlreichen Hörerkreis hervorgerufen. Geog Schott Kabarett der Damen Die Konzertdirektion Koch veranstaltete ein „Kabarett der Damen" und fand damit das Interesse zahlreicher Besucher. Eine Reihe zum Teil wohlbekannter Kräfte rezitierte, sang und tanzte. Liesel S i m o n, unsere Frankfurter Kasperltheater- Künstlerin, konferierte mit Geschick, Ihrer Gewandtheit ist es zu danken, daß das Publikum die fast eine halbe Stunde währende Aussetzung der Lichtleitung geduldig hinnahm. Auch als Rezitatorin fand Liesel Simon freundlichste Aufnahme. Edith Ei.senheimer und Trude Kanter brachten Lieder und- Chansons. Fräulein Eisehheimer erzielte mit ihrer schönen Stimme besonderen Beifall. Sofie Seligmann trug mit gutem Können heitere Dichtungen vor; reizend waren die Tänze der. kleinen Dodo Hirse h m a n n. Die Mannheimer Tänzerin Annemarie Fuss bewies Begabung und künstlerische Absicht. Die Begleitung der Vorträge und Tänze am Flügel war bei Leni Lorsch-Morgenstern, die von Dodo Hirschmann bei Theo Eger in bewährten Händen. E.F. Frankfurter Künstler auswärts Trude Kanter und Marthel Sommer gaben im Kulturbund Aschaffenburg einen heiteren Abend mit Kabarett- und Tonfilmschlagern, Songs und zwei Jazzstücken für Klavier. Beide Künstlerinnen erzielten starken Beifall. Mittwoch-Konzert Am 23. Februar, pünktlich 20.30 Uhr, wird als 45. Mittwoch-Konzert in der Arnold Lazarus-Halle ein Kammermusikabend mit dem Trio Lilly Schwarz-Mayerhofer (Klavier), Theo Ratner (Violine), Wolfgang .Breischneider (Violoncell) und der Sopranistin Erni Stern- Feitler veranstaltet. Karten sind wie stets vierzehn Tage vor dem Konzert zu haben. Fortbildungslehrgang für Lehrer an jüdischen Volksschulen Etwa dreißig jüdische Volksschullehrer trafen sich in den Winterferien in der „Jüdischen Bezirksschule, Bad Nauheim" zu einem 14tägigen Fortbildungslehrgang, der mit Unterstützung der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland, des Landesverbandes Jsraelitischer Religiönsgemeinden Hessens, sowie unter Mitwirkung der Mittelstelle für Jüdische Erwachsenenbildung unter straffer, vorzüglicher Leitung des Leiters der Mittelstelle, Prof. Dr. Kantor o w i c z abgehalten wurde. Dieser erste Versuch, jüdische Lehrer in einem längeren. Forfbildungslehrgang für die besonderen und schwierigen Aufgaben, die ihnen an jüdischen Schulen in Deutschland gestellt sind, weiterzubilden, darf als vollkommen geglückt betrachtet werden. Durch besonders hierzu befähigte Dozenten wurden Fragen der Erziehung, der Didaktik und Methodik, der Minderheiten-, Umschichtungs- und Auswanderer- Erziehung, der Charakterbildung, der Jugendfürsorge und Wohlfahrtspflege, Paläsiinafragen und damit zusammenhän- Annahme sämtlicher Reparaturen und Anfertigungen JUWELEN GOLD SILBER UHREN ALLER ART BESTECKE edlt Si'ber und versilbert Wir kaufen Altgold und Silber auch alte Silber mark I An« und Verkauf aus Privatbesitz GB 11/48449 OSENä DOSEN rn nrnr/«i ii iirr\r Frankfurt a. M. SILBERSCHMIEDE KMS€RSTR*SS€ 5 NÄCHST ROSSMARKT