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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-04-01 · 7 (4.1937) · p. Seite 30

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
7 (4.1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 30 (sequence 32)
Language
German
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Seife 30 aussetzungen von dem Zweimännerkollegrum Löwenstein-Wolff geregelt werden. Es ist so eine lose Spielgemeinschaft geschaffen worden, in der es Iceinen Geist des Formalismus mehr gibt, die keine Majorisierung, keine Beschlüsse und keine Abstimmung kennt und in der allein der Geist der gegenseitigen Achtung herrscht Der Sportler soll wissen, dass der eine nicht der Feind des anderen ist, sondern der Sportkamerad, der in fairer Weise mit ihm seine Kräfte messen will. In der Frage der Sportplätze, der Turnhallen u. a. m. ergibt sich vielleicht die Möglichkeit zu gegenseitiger Unterstützung. Als Folge des neuen Abkommens wurde im März der Spielverkehr zwischen den Vereinen des Makkabi und des Sportbundes wieder aufgenommen. Es kamen Spiele in Frankfurt und in der Umgebung zustande. Der südwestdeutsche Makkabimeister im Handball, Bar Kochba Frankfurt, besiegte den Meister der Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft, Schild Wiesbaden; im Fussball holte sich Schild Mannheim! eine Niederlage beim Bar Kochba Frankfurt, und wenn diese Zeilen geschrieben werden, steht das grosse Frankfurter Fussbai 1- ,.D e r b y" Schild gegen Bar Kochba Frankfurt noch bevor. Die unbesiegbaren AltenHerren desSchild Frankfurt setzten im Fussball ihren Siegeszug auch im letzten Monat fort und haben mit dem glänzenden Torverhältnis von 20:3 bei 8 Punkten die Tabellenspitze ihrer Klasse erreicht. — Der deutsche Makkabimeister im Fußball, Bar Kochba Frankfurt, bestreitet im April seinen dritten Auslandsstart in Metz, ausserdem liegen ehrenvolle Einladungen für Nancy, Luxemburg und Brüssel vor. Im Hockey hat der Schild Frankfurt offenbar seine spielerische Krise überwunden, was er in vielen Spielen gegen Mannheim und München unter Beweis stellte. Eine neue, ernste Prüfung wird das traditionelle Osterturnier sein, das diesmal wieder internationalen Charakter hat, nachdem es, gelang, sogar die weltbekannte Mannschaft des Hakoah Wien neben allen spielstarken Mannschaften des jüdischen Sports in Deutschland zu verpflichten. Der TSV. Schild hat übrigens in diesen Tagen einen neuen Wanderpreis, den Speyer-Pokal, für alle Hockeymannschaften des Sportbundes ausgeschrieben. — Im Boxen fänden die Schulmeisterschaften des Philanthrop ins statt. 200 Zuschauer folgten 27 spannenden Kämpfen in 9 Gewichtsklassen. Bei den Reichsmeisterschaften im Schwimmen brachten die Sportler des „Schild" grosse Erfolge aus Hindenburg heim. Rolf Zernik wurde im Crawl-Schwimmen zweimaliger Reichsmeister, und auch die beiden Jugendlichen Hecht und Richter errangen erfreuliche Siege. Grossen Aufschwung nimmt der jüdische Kegelsport in Frankfurt. Der „Schild" führt, offen für alle Klubs~ in Frankfurt, Meisterschaftskämpfe durch, die bereits begonnen haben. Der Kegelklub „Fidelio" machte seine kürzliche knappe Niederlage gegen Schild durch einen glänzenden Sieg gegen den Reichs-; meister wieder wett. Der Senior der Siegermannschaft, Henschel,, war auch der beste Kegler. Die ganze Mannschaft war in gläh-' zender Form und bewies, dass „Fidelio" tatsächlich die besten' Kegler Frankfurts besitzt. Im Fechten ist ein Verbandskampf zustandegekommen. Der Deutsche Makkabikreis hat die Herausforderung des Sportbundes angenommen, sodass das Turnier, voraussichtlich in allen Waffen^' gattungen, in der alten Fechterhochburg Frankfurt am 11. April', steigen kann. ' Die Jüdische Schachvereinigung Frankfurt, die' älteste und grösste jüdische Schachgemeinschaft im Reiche, hat, im März ihren BeitrittzumDeutschenMakkabikr eis,,, vollzogen. In der Hauptversammlung referierte der Vorsitzende der Vereinigung, Siegmund 'Steinberg, sehr ausführlich über die Zukünftsauf gaben im jüdischen Schach. Durch■ ihren Schritt werde die Schachvereinigung ein Glied des Makkabih Weltverbandes, den man so leicht nicht übersehen könne. Darüber, hinaus gewinne man wieder Anschluss an das internationale Schach und bekomme neue Spielverbindungen. Von Frankfurt aus werde jetzt der organisatorische Aufbau von Schachgruppen 3 in den einzelnen Makkabivereinen einsetzen, sodass bald auehi Spielmögliehkeiten mit entfernteren Vereinen und Spielern beste- < hen. Die Mitgliedschaft billigte debattelos den Beitritt zum Mak-'. kabi. . L. W-s; ' Die Jüdisch eJugendhilfee. V, Trägerin der Jugend-; alijah, der Hechaluz Deutscher Landesverband, . Abteilung,'. Mittleren-Hachscharah und derBrith ChaluzimDatiim (Bachad)f - veröffentlichen einen Aufruf „An alle jüdischen Schüler, die ' Ostern die Schule verlassen". In diesem Aufruf wird; gefördert,: i die Entscheidung für die Berufswahl unter dem Gesichtspunkt der Vorbereitung für das Leben in . 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