Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 7 (4.1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3094266-3094439-3094446--5665-3100484- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 12 Parfümerien \ Toi/elf Ar «fce/ ••Vv:-^, .•/>•• •;- .- X-' : ' r :V v^^t.":p/,«Iswji>T;;- f_ DR. ÄtMERSHEIM K ' A V\S -K'-S- T. R" A 'b S r : 9 schöner Wärme vor, Gerta Oppenheim eine Tschaikowsky- Arie, die ihr^chon in einem der letzten Mittwochskonzerte verdienten Erfolg gebracht hat. Leonore Schwärz-Ncumaier mit mächtigem, allerdings nicht mehr restlos ausgeglichenem Alt die bekannte Dalila-Arie. Alice Rosenbaum spielte auf dem Klavier Stücke von Mendelssohn, Brahms und Debussy und zeigte noch in einer Zugabe („Hexentanz" von Mac Dowell) ihre „Schule der Geläufigkeit". Das Duett der Aida und Amneris (von Gerta Oppenheim und Leonore Schwarz-Neumaier gesungen) bildete den Abschluss des, auch von Frau Steiger-Betzak noch durch eine Zugabe vermehrten Programms, dem Dr. Willy Salomoa wie so oft am Flügel kundig und geschmackvoll assistierte. Georg Schott Ein Wiener Abend Zum Besten der Jüdischen Winterhilfe fand im grossen Saalbausaal ein zweites Konzert statt, das als „Wiener Ahend" Köstlichkeiten von Mozart, Beethoven und Schubert, allerlei Schönes von den Meistern der Operette und auch von jüdischen, in der Donaustadt beheimateten, Musikern (Goldmark, Brüll, Korngold, Kreisler) brachte. Eine Veranstaltung also, die von vornherein guten Erfolgs sicher war — wenn auch der Besuch nicht ganz der Zugkraft des Programms und dem guten Zweck entsprechen mochte. Die Hälfte der Vortragsfolge bestritt Max Neu mann, der künstlerische Leiter des Abends, als Dirigent eines Orchesters, das mit Stücken von Suppe und dem stets hinreissenden Eadetzky- Marsch von Joh. Strauss (Vater), die effektsicher in stärkstem Tuttiklang gespielt wurden, sein Bestes gab. Weniger konnte die Wiedergabe, des Walzers „An der schönen blauen Donau" befriedigen. Max Neumann, dessen Stabführung, getrost um einige Grade ruhiger sein könnte (was den ästhetischen Gesamteindruck nur erhöhen würde!), fand mit seiner Musikerschar starken Beifall. Von den Solisten waren zwei eigens aus Berlin gekommen. Der prachtvoll beherrschte Gesangsvortrag sicherte Wilhelm Guttmann, der in zwei Zugaben auch den Humor gewinnend zu Wort kommen ließ, freudige Aufnahme; auch des Wiedersehens und Wiederhörens mit Edith Eisenheimer, die im Figaro- Duett eine reizvolle schelmische Susanne stellte und. noch ein kleines Koloraturlied mit hübscher Stimme und mit Charme sang, freute man sich. Käte Ettlinger führte ihren gut beherrschten ausdrucksfähigen dramatischen Sopran in einer Arie aus der „Königin von Saba", an die sie mit Recht erinnerte, und in einem Duett mit Edith Eisenheimer vorteilhaft zur Geltung. Mit tadelloser Technik und schöner Tongebung spielte Theo Ratner zwei bekannte „Kreisleriana", denen er, dem Beifall begegnend, noch einen ungarischen Tanz von Brahms folgen ließ. Wie so oft war Dr. Willy S a 1 o m o n den Solisten ein kundiger ebenbürtiger Begleiter am Flügel. Georg Schott Bekanntmachungen des Steueramts 11 Alle Kultussteuer- und Gemeindegeldzahlungen sind an die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde, Fahrgasse 146, (Postscheckkonto Nr. 800 Ffm.) zu leisten. Ausgenommen sind lediglich Zahlungen anl Rückstände, die sieh in Vollstreckung befinden. Solche Rückstände sind an die Finanzkasse su leisten, von der sie vollstreckt worden sind. Die Kultussteuer und das Gemeindegeld für das Rechnungsjahr 1936-37 aller Pflichtigen sind längst fällig gewesen. Wir ersuchen die Gemeindemitglieder dringend, die noch bestehenden Rückstände unverzüglich zu entrichten. Nach vergeblicher Mahnung erfolgt die Beitreibung zuzüglich der Kosten durch die zuständige Vollstreckungsstelle des Finanzamtes. Die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde ist werktäglich von %y, bis 12% Uhr geöffnet. Die Sprechstanden finden zu gleicher Zeit statt. Für ältere und gebrechliehe Personen steht der Personenaufzug zur Benutzung frei. Frankfurt am Main, den 18. März 1937. VORSTAND DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE Steueramt 10 Schauffenster Hindenburg- Platz 12 (gegenüber dem Hauptbahnhot) Tel. 34275 und unser reich sortiertes Lager zeigen Ihnen die Frühjahrsmoden in einfacher bis elegantester Ausfühung LUDWIG Ubergangsmäntel Slipons. Slipper, oder mod. Kugelschlupfer aus Gabardine, Cheyiot und Shetland 38a-J 48a-f 85ain bester Ausführung 92.— bis 128.— Anzüge _ für Strasse und Sport in allen modernen Formen 38,— bis 95.— in besonders hochwertigen Qualitäten und feiner Schneider-Arbeit 98.— bis 135.— Einzelne Sport-Saccos Hosen, Valmeline- und Rotsiegel- Regenmäntel, Windblusen. Sämtl. Berufskleidung. Herren-Wäsche Herren-Kleidung Für Auswanderer: Sämtl. Kleidung für Palästina und Ucbersee