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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-03-01 · 6 (3.1937) · p. Seite 25

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
6 (3.1937)
Date
1937-03-01
Page
Seite 25 (sequence 27)
Language
German
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Corseis, Corseletfes S. LÖHREN ""r 2EIL 85 nur Für die Frau Mitteilungen aus den Interessengebieten der Frau Beitrage und Zuschriften sind zu richten an Frau Stephanie Forrhtieitner. Frankfurt a. M.. Schumannstr. 9 Bü ftenhalf er, Damenwäfche S. LÖHREN ll!ll!llli!!lini!!!lllllllll!llllillllllM!lllllll!IIIIW nur ZEIL 85"ür Gesundheitsfürsorge für unsere Kinder und Jugendlichen Wer von irgend einem Punkte her Gelegenheit hat, die gesundheitliehe Entwicklung unserer jüdischen Jugend zu beobachten, wird besorgt in die Zukunft sehen, wenn er von Tag zu Tag einen Rückgang in den gesundheitsfürsorgerischen Massnahmen aller gemeindlichen und karititiven Einrichtungen erkennt. Dieser Rückgang scheint "fast unaufhaltsam begründet in den immer kleiner werdenden Einnahmen, denen auf anderer Seite gerade bei diesen Stellen erhöhte Inanspruchnahme gegenübersteht. Und in aller Wohlfahrtsarbeit wird nun einmal bei Finanzschwierigkeiten der grosse Strich des Sparkommissars zuerst stets durch die vorbeugende Jugendwohlfahrtsarbeit gemacht. Denn vorbeugende Massnahmen kann man in ihrem Ertrag nicht genau zahlenmässig vorausberechnen. Deshalb werden bei Mittelknappheit zuerst und schliesslich allein Mittel für den akuten Fall bereitgestellt. Am Beispiel ausgedrückt: Man bewilligt keine Mittel für das konstitutionell besonders schwächliche Kind, man führt z. B. nicht rechtzeitig ein Entkrüpplungsverfahren durch, obwohl — von der entscheidenden menschlichen Hilfe abgesehen — mit sofort aufgewandten RM. 200.- viel grössere Summen späterer Jahre erspart werden könnten. Wir unsererseits aber dürfen nicht versäumen, immer wieder zu unterstreichen, daß gerade heute auch das Unmögliche noch möglich gemacht werden sollte, mit noch zäherem Versuch, als es manchmal geschieht, mit noch sinnvollerer Planung, mit noch weiteren Gesichtspunkten, — gerade weil wir überblicken, dass heute eine gesundheitliche Förderung unserer heranwachsenden Jugend noch wichtiger ist als je zuvor: Das Höchstmass von Leistung, das künftig von den jetzigen Kindern verlangt wird, verlangt auch ein Höchstmass von gesundheitlicher Reserve. Ohne ausreichende gesundheitsfürsorgerische Massnahmen wird die Jugend nicht stark genug für ihren Beruf, der doch allermeist körperliche Arbeit erfordern wird. Sehr viele werden ausserdem auswandern müssen; für die Auswanderung aber werden erst recht bei der schwindenden Aufnahmebereitschaft anderer Länder die gesundheitlichen Anforderungen immer höher werden! Der Jüdische Frauenbund, der in Wyk a. Föhr ein ganzjährig geöffnetes Kinderheim unterhält, hat ausgiebig Gelegenheit, diese Tatsachen und Notwendigkeiten bestätigt zu sehen. Die Belegung des Heims durch die Gemeinden verschiedener Städte gibt oft ein erschütterndes Bild im Sinne dieser Ausführungen. Durch die Aufnahme von Kindern aller Kreise sieht er manchmal nebeneinander die Spitzentypen nach dieser und jener Richtung der prophylaktischen und den nicht mehr aufschiebbaren Fürsorge. Hier etwa erhält ein. kleines zartes Kind, das für den Schulbeginn gekräftigt werden soll, einen längeren vorbeugenden Aufenthalt, dort etwa hat ein älteres Mädchen mit schwerem Bronchialasthma spät einen 6-wöchigen Kuraufenthalt bewilligt erhalten, der dann einer Verlängerung um weitere 6 Wochen bedarf! Dass die Typen der letzten Gruppe, soweit es sich um „Wohlfahrtskinder" handelt, in allen Formen körperlicher Minderwertigkeit überwiegen, bedarf keiner besonderen Er- Avähnung. Der Heimarzt stellt immer wieder den schlechten Gesundheitszustand gerade der von den Gemeinden entsandten Kinder fest. Vielleicht wäre eine Aenderung der gegenwärtigen Gepflogenheiten möglich, — in der Erkenntnis, dass Vorsorge nicht nur die beste Fürsorge, sondern auch die beste Sparmaßnahme sei, daß also die Interessen des Kindes mit den finanziellen letztlich auf einer Linie liegen, wenn rechtzeitig vorsorgende Verschickungen erfolgen. Dann sollten aber auch die von den Fachärzten immer wieder nachgewiesenen erhöhten Heilerfolge bei Winterkuren mehr benutzt und in den nächsten Monaten mehr als bisher Kinder ins Gebirge oder an die Nordsee geschickt werden. Das ist es auch aus anderen Gründen wünschenswert: Als z. B. der Jüdische Frauenbund sein Heim in Wyk nicht nur als Erholungsheim schlechthin, sondern insbesondere für Kinder zarter Konstitution, erhöhter Anfälligkeit, mit Erkrankungen der Atmungsorgane, Bronchialasthma usw. vor nahezu 10 Jahren einrichtete, ging man bereits von der Erkenntnis aus, wie günstig für unsere heranwachsende Generation ein solches jüdisch geführtes Heim in der geschützten Wattenmeerlage sich auswirken könnte. Man richtete damals ein kleines Heim für 30- 40 Kinder ein und mußte dann die Anlage allmählich für die doppelte Kinderzahl vergrößern. Nun gibt es während der Sommerzeit viele Wochen, wo auch diese Bettenzahl längst nicht mehr ausreicht. Nach der Entwicklung der letzten Jahre, bei der geringen Zahl solcher Heime, die noch zur Verfügung stehen, und angesichts des allgemeinen schlechten Gesundheitsstandards unserer Kinder und Jugendlichen sollte eigentlich das ganze Jahr über kein Bett in einem solchen Kurheim leer bleiben! Frieda Posner-Beriin Die Wizo-Haushaltungsschule in Nachlath Jitzchak Es wird immer ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Wizo bleiben, dass sie von den ersten Anfängen ihrer Arbeit in Erez Israel an die Bedeutung der Hauswirtschaft für den Aufbau erkannt hat. Die Anforderungen, die das Klima an den Organismus des arbeitenden Menschen in Stadt und Land stellt, die Gefährdung durch Krankheiten aller Art und die relativ geringfügigen Geldmittel, die weiten Teilen des Jischuw zur Haushaltführung zur Verfügung stehen, machen eine Schulung der palästinensischen Frau in einer rationellen Haushaltführung zur Notwendigkeit. Neben den sachlichen Schwierigkeiten, die bei der Durchführung der so gestellten Aufgabe zu überwinden sind, hatte die Wizo noch eine wichtige erzieherische Funktion zu erfüllen: es galt, den Frauen und Mädchen, insbesondere in unseren Gemeinsehaftssiedlungen, klarzumachen, dass die Tätigkeit in Küche und Haushalt keine untergeordnete, chaluzischer Gesinnung widersprechende Arbeit ist. Es musste gezeigt werden, dass von einer Kost, die den Bedingungen des Klimas angepasst, ausreichend und schmackhaft ist, sowie von Sauberkeit und einem Höchstmass an Behaglichkeit, die Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und Arbeitsfreudigkeit der Siedler abhängt. So ergab sich für die Wizo die Notwendigkeit, eine Instim fü I LEO NA 1 L" Jl llhalter / Papier / Drucksachen / Schulartike Füllhalterklinik LEO NATHAN Schillert. 1 ^„S'Ä TO

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