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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-03-01 · 6 (3.1937) · p. Seite 23

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
6 (3.1937)
Date
1937-03-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
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Seite 23 Rabbinisehc Lehranstalt ..Jcschiwa" Das Sommersemester beginnt am Montag, den 12. April (1. Ijar). Leiter: Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoff mann. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereituugsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen, müssen jedoch bis spätestens 25. März eingereicht sein. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren. Decisoren, Hebr. Grammatik, Keuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte, Palästinakunde. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur geringe Kenntnisse in den jüdischen Fächern haben. Anmeldungen mit genauen Altersdaten und Zeugnissen über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung sind an das Kuratorium der Kabbinischen Lehranstalt „Jcschiwa". Frankfurt a/M., Theobald Christstrasse 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. Die Bestätigung der Aufnahme erfolgt rechtzeitig vor Beginn des neuen Semesters. Jüdischer Kulturbnnd im März Am Montag, den 1. März, findet im Vereinshaus ein Ch o rkonzert des Jüdischen Kammerchors unter Leitung von Dr. .Nathan Ehrenreich statt. Neben Chorgesängen von Brahms, Schubert, Hasler und Bartok gelangt die Kantate „Jakob und Esau" von Rosy Geiger-Kullmann zur Uraufführung. — Am Samstag, den 20. März, findet ein Orchester konzer t im Saalbau statt, bei dem Werke von Mendelssohn, Beethoven und Schubert unter Leitung von Professor Prüfer und mit Ernst Drucker als Solist (Violine) .zur Aufführung gebracht werden. Gedächtnisausstellung Der Jüdische Kulturbund veranstaltet von Sonntag, den 14. bis Sonntag, den 21. März im Hause Zeil 114, I. Stock (Bamberger und Hertz) eine Gedächtnisausstellung für John Elsas, Albert Gianini, Heinrich Gottselig, Hans Roth und Max Schüler. Die Ausstellung wird u. a. unbekannte, bedeutende Werke der verstorbenen Frankfurter Künstler bringen. Besuchszeiten: 9—1 und 3—6 Uhr. Mittwoch-Konzerte im März Als einzige Veranstaltung der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts findet am Montag, den 8. März 1937, 2074 Uhr, im grossen Saale des Vereinshauses, Eschersheimerlandstrasse 27, ein Benefiz-Konzert zum Besten des Kassenfonds der Mittwoch-Konzerte statt. Ihre Mitwirkung haben in uneigennütziger Weise zugesagt: Käte Ettlinger, Alice Rosenbaum, Lilly Schwarz- Mayerhofer, Leonore Schwarz-Neumaier, Annie Steiger-Betzak, Hans Assenheim, Dr. Willy Salonlon. Karten sind in den bekannten Verkaufsstellen zu haben. In der Arnold Lazarus-Halle finden im März mit Rücksicht auf diese grosse Veranstaltung keine Mittwoch-Konzerte statt. Kalender des Jüdischen Frauenbundes Die Zusammenkunft der Hausfrauen findet am 11. März, nachmittags 16.30 Uhr im Mädchenheim, Taunusplatz 17, statt und wird im Zeichen des bevorstehenden Pessachfestes stehen. Die Ortsgruppe wird eine Arbeits Sitzung veranstalten: der Termin wird den Mitgliedern im Programm noch näher mitgeteilt. , Saalsportfest im Vcrcinshaus Im März findet im Vereinshaus, Eschersheimerlandstraße 27, wieder ein grosses Saalsportfest des T. S. V. Schild statt. Die Veranstaltung ist auf den 18. März, 20.30 Uhr, festgesetzt. Das Programm enthält eine Fülle sportlicher Darbietungen, besonders turnerische, gymnastische und radsportliche Vorführungen, die in dieser Art noch nicht gezeigt wurden. Dem reichhaltigen Programm schließt sieh ein gemütliches Beisam mensein an. ' Karten sind auf der Geschäftsstelle, Zeil 49, und in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Achtung! Auswanderer! Verwaltungen für zurückbleibendes Vermögen und Grundbesitz .übernimmt Sa Feitier Wolfsgangstr. 49 # Fernspr. 58670 Abend „Jugend musiziert" zu bieten. Die künstlerische Leitung lag in Händen von Fräulein Hedwig Bergmann. Klavier, Violine und Gesangsvortiäge der Jugendlichen Liesel Kahn, Herbert Strauss, Walter Hirsch, Gabi Galliner, Ursula Ganz, Edgar Saretzki, Marion Cobliner, Mathilde Rosenthal, Sally Blumenthal. Max Hamel, Gerda Caan fanden den berechtigten starken Beifall der zahlreichen Zuhörer. — Der zweite Abend brachte einen Vortrag des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Horovitz „Einiges aus dem Midrasch". Der Vortragende brachte in lebendiger und launiger Form Proben aus diesem einzigartigen Literaturwerk, die seine Lebensnähe bewiesen und zum Weiterstudium anregten. Der Vortrag wurde von Rezitationen umrahmt, in die sich die Herren Neub au e r, Dr. Schott und Z edn e r teilten. Auch dieser Abend fand in allen Teilen dankbare und freudige Aufnahme. Ein neues Altersheim in der Wöhlerstrasse Am 23. Januar wurde in der Wöhlerstrasse ein neues Altersheim eröffnet. Träger und Begründer dieses Heims sind der Provinzial-Verband des Jüdischen Fauenbundes Hessen-Nassau und der Provinzial-Verband für Jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen- Nassau. Die offizielle Einweihung war mit einem Einlernen verbunden, nach dessen Abschluß Herr Rabbiner Dr. Jakob H o - rovitz, der erste Vorsitzende des Provinzial-Verbands für Jüdische Wohlfahrtspflege, die anwesenden Gäste und die Insassen des Heimes begrüsste. Das Heim besteht aus 2 Etagen mit 16 Räumen, die jetzt sämtlich besetzt sind und 30 alten Leuten ein gemütliches und ruhiges Heim bieten. Die Einrichtung der Räume ist zweckmässig und geschmackvoll. Es ist zu hoffen, daß der Wunsch, den Herr Rabbiner Dr. Horovitz bei der Einweihung aussprach, daß die Mitarbeit der Gönner des Altersheims auch weiter so eng bleiben möge wie bisher, in Erfüllung geht. A. H. J. Leihkasso Neue Vereinbarungen zwischen der jüdischen Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe und der jüdischen Leihkasse in Frankfurt erhöhen nunmehr in gewissen Fällen die Ausgabe von Mittelstandskrediten für produktive Zwecke auch ohne die bisher geforderte Stellung zweier Bürgen. Anträge mit eingehender Begründung: an die j ü d i s e h e Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe. Frankfurt/M., Quinckestrasse 24. Sprechstunden: Montags von 10—12 Uhr vormittags. Dienstags und Donnerstags von 16.30—18 Uhr. Englische Konversation Wie bereits an dieser Stelle mitgeteilt wurde, ist Gelegenheit geboten, durch Teilnahme an Sprachübungen in Form zwangloser Konversation sich in der englischen Sprache zu vervollkommnen. Die Zusammenkünfte finden wöchentlich Mittwoch abends statt. Anfragen über Zeit und Ort und Anmeldngen an die Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe, Quinckestraße 24. | | Vereins- und VersammlQngskaleiider [ | (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen bis spätestens 12. März 1937 bei der Schriftleitung vorliegen.) Montag, 1.. März Jüdischer Kulturbund Rhein-Main. Jüdischer Kammerchor unter Leitung von Dr. N. Ehrenreich. Werke von Brahms, Schubert, Hasler, Bartok. Uraufführung der Kantate „Jakob und Esau" von R. Geiger-Kullmann. Vereinshaus, Eschersheimerlandstrasse 27. 20 Uhr.. Die Arnold Lazarus-Halle im Februar Für die erste Veranstaltung des Monats haben die Musikpädagogen sich zusammengetan, um durch ihre Schüler einen Persianer, Fohlen usw Große Auswahl. Mäßige Preise! Kirchnerstrasse" Telefon! 28202 Samstags geschlossen 8

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