Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 5 (2.1937)
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Language
- German
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Seite 27 ZerliroclieneFcnslcrsclieilieit?__Glaserei Rechneigrabenstr.io Bildereinrahmungen jyBnn ClemensKalin Tel. 20141 Gegr. 1877 Die Arnold Lazarus-Halle im Dezember Die Veranstaltung am 7. Dezember brachte eine Szenenfolge aus den Makkabäern von Otto Ludwig durch Schüler der Quinta des Philanthropins. Die Einstudierung hatte Herr Dr. Philipp übernommen, die Aufführung war von echter Spielfreude der Jungen getragen und begeisterte die Hörer. Klavier vortrage umrahmten die Szenen. Im zweiten Teil des Abends spielten die Herren Lichtenauer und Bössmann auf Laute und Balaleita ostjüdische Volkslieder. Frau Trade Strauss, am Flügel von Herrn Firnberg begleitet, brachte sodann Arien und Lieder zum Vortrag. — Der Abend des 12. Dezember galt der Feier des Chanukkahfestes. Dem Lichterentzünden folgte der gemeinsame Gesang des Moaus-zur, mit Begleitung durch ein Instrumental-Quartett Jugendlicher, ein Prolog, vorgetragen durch Anneliese Kassewitz, und eine Ansprache von Dr. Zucker, in der die Bedeutung des Makkabäerkampfes dargelegt! wurde. Der zweite Teil brachte heitere Darbietungen. Hanna Bing, Buth Schnellenberg und Tutti Stern erfreuten durch Tänze, Sophie Selig mann durch heitere Gedichte, Frau Liebreich durch temperamentvolle Schlager. Schliesslich brachte Max Koninski jüdische Geschichten zum Vortrag. Frau Arndt und Herr Firnberg hatten die musikalische Begleitung übernommen. — Am 19. Dezember sprach Dr. Erwin Seligmann über „Das Hohe Lied". Er gab Proben einer von ihm vorgenommenen Uebersetzung, die Interesse und Beifall fanden. Nach der Pause spielten die Damen Oberndörfer und Margit Oppenheimer vierhändig am Flügel. Herr Starcz.awisky sang mit schöner Tenorstimme Volkslieder. Die Arnold Lazarus-Halle im Januar Die Arnold Lazarus-Halle eröffnete ihre Tätigkeit im neuen Jahr mit einem Vortrag von Dr. Eduard S t r a u s § über „Arnos". In fesselnder, packender Form ließ der Redner die gewaltigen, religiös weltgeschichtlichen Ereignisse lebendig werden. Dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte ein musikalischer Teil, in dem Rudolf D öb 1 in, Fritz Manfred Kuttner und Max Firnberg eine Reihe kleinerer Musikwerke in ausgezeichneter Weise darboten. — Am 9. Januar konzertierten Frau Michaelis (Gesang), Frau Wohlfahrt und Fräulein Sommer als Klavierspieler und Begleitung. Das Programm brachte Werke von Mendelssohn, Händel, Weber, Mozart, Schubert u. a. Die Leistungen fanden dankbare und freudige Aufnahme. — Der Abend des 16. Januar brachte einen Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Le m 1 e über „Galuth-Frömmigkeit", der die Hörer tief ergriff. Nach der Teepause wurden von Senkt Würzburger Lieder, von Lisbeth Dessauer Violinwerke, von Sofie Seligmann eine Rezitation geboten. Martel Sommer war den musikalischen Darbietungen eine gleichwertige Begleiterin. — Alle sechs Veranstaltungen waren gut besucht.und fanden freudige Aufnahme. Arbeitsgemeinschaft jüdischer Körperbehinderter Die Ortsgruppe der Jüdischen Körperbehinderten und die Ortsgruppe der Jüdischen Schwerhörigen, (Risch) Frankfurt-M., hatte am 10. 11. 1936 in der Turnhalle des Isr. Kinderhortes, Bleichstraße 8, ihre monatliche Mitgliederversammlung, die gut besucht war. Zuerst wurde den Mitgliedern Tee und Kuchen gereicht. Herr Siegfried Würzburger sang freundlicherweise verschiedene Lieder, die er selbst auf dem Klavier begleitete. Großen Beifall fanden seine selbstkoraponierten Variationen der Chanukkah-Melodie. Für den heiteren Teil sorgte Herr Meno Mendel, der durch seine humoristischen Vorträge viel Freude auslöste. Dann folgte ein Violinvortrag einer alten Kol Nidre-Melodie, die von unserem Mitglied Oskar Horowitz bestens gespielt wurde. In angeregter Stimmung trennten sich die Mitglieder, in der Hoffnung, die Künstler bald wieder zu hören. Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Körperbeschädigter Frankfnrt-M. Das Programm der Chanukkahfeier am 14. Dezember sollte den Mitgliedern der Vereinigungen die Bedeutung dieses Festes nahebringen — dem diente das Entzünden der Chanukkahlichter und die Ansprache von Herrn Prof. Dr. W. V. Simon, — und ihnen durch zahlreiche heitere künstlerische Vorträge fröhliche Feststunden zu bereiten. Hierum bemühten sich mit großem Erfolg Herr Meno Mendel, Frau Else Liebreich, Herr Rudolf Ganz, die beiden Schwestern Spiwakowski, Ilschen Strauss und Bubi Strauch. Für den musikalischen Teil setzten sich Frau Ilse Ganz-Morgenstern, Herr Max Firnberg und Herr Oskar Horovitz ein. — Sämtlichen Künstlern, die sich in so selbstloser Weise den Bestrebungen der beiden Vereinigungen zur Verfügung gestellt hatten, gebührt aufrichtiger Dank. Dieser Dank gilt besonders auch Frl. Irma Dresdner, die die Veranstaltungen in aufopferungsvoller Weise vorbereitet hat. S. B. Achawa Die „Achawa" (Pensions- und Unterstützungskasse israelitischer Lehrer Deutschlands) hat im abgelaufenen Jahre 1936 ihre Tätigkeit weitergeführt. Die Zahl der Ehrenmitglieder hat sich vermindert, durch Tod und Auswanderung, auch die Zahl der aktiven Mitglieder. Von den bezugsberechtigten Pensionären und Witwen haben eine Anzahl in dankenswerter Weise auf ihren Zuschuss verzichtet, so dass dringendere Fälle' besser bedacht werden konnten. Die Summe der durch Einzelunterstützung und Zuwendung der Quoten verausgabten Beträge beläuft sich auf rund RM. 3500.-. Die Kassenrevision hat durch die Herren Julius Kaufmann und Dr. Ernst Kahn stattgefunden und zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der erste Vorsitzende ist Oberlehrer i. R. E. Gut, Kassier Bankier Herbert Frohmann, Schriftführer (welcher auch Anfragen beantwortet) Studienrat Walther Rothschild, Frankfurt a. M., Hammanstrasse 5. Die aktiven Mitglieder werden gebeten, ihren Beitrag mit RM. 4.- ohne weitere Aufforderung auf das Postscheckkonto der „Achawa" 47452 Ffm., einzuzahlen. Achduth Die Ortsgruppe der Achduth ist in der Lage, an Minderbemittelte für Pessach Mazzen und Mazzenmehl, hergestellt unter Aufsicht der Ritualkommission der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M., zu folgenden Preisen zu liefern: a) Mazzen in 5 und 10 Pfund-Rollen zu 43 Pfg. per Pfund b) Mazzenmehl abgewogen in Paketen zu 48 Pfg. per Pfund. Photo-Ausstellung Die in dem 1. grossen Photo-Wettbewerb der jüdischen Amateure Deutschlands ausgezeichneten Bilder sind in den Ausstellungsräumen der Fa. F. E h r e n f e 1 d, Frankfurt a. M., Zeil 104, ab 25. Januar 1937 zur Schau gestellt. Der Eintritt ist frei. Um zahlreichen Besuch, auch von Nichtmitgliedern, wird höflichst gebeten. _ Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Quinckestrasse 24, (früher Königswarterstrasae) Tel. 46976, Postscheckkonto: „Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt a. M. 29990 Sprechstunden: Wirtschaftsberatung: Dienstag, I6V2-I8, Donnerstag, 16-17V2 Uhr. Umschichtung, Erstausbildung, Jugendalijah: Montag 10-12 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 17-19 Uhr. Rechtberatung: Soweit einzelne Rechtsangelegenheiten eingehende Bearbeitung erfordern, werden bedürftige Rechtssuchende den hiesigen jüdischen Anwälten zur unentgeltlichen Beratung auf deren Büro überwiesen. Kurse in Französisch, Englisch, Spanisch, Buchführung, Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene. Anmeldung: Eschersheiraer Landstrasse 65 (Jugendheim). Jüdische Auswanderungsbtratungsstellc des Hilfsvercins der Juden in Deutsehland e. V. Sprechstunden: Montag, Dienstag 10—12, Donnerstag 3—5 Uhr. Quinckestrasse 26, Nebenhaus. Telefon 45826.