Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 5 (2.1937)
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 20 I ELEKTRO - RADIO KOCH- und HEIZGERÄTE - KÖHLSCHRÄNKE — AUSWANDERER-BEDARF GANZ & JOSEPHI STam KON7F<;<;mMiFPT ■ DIPL. 1NG. STÄDT. KONZESSIONIERT m GR. FRIED BERGE RSTR. 32 — TELEFON 27»74 | ELEKTRISCHE LICHT-, KRAFT¬ SCHELLENANLAGEN ANTENNENBAU REPARATURWERKSTÄTTE 1 dingungen als Leihgabe zu übernehmen und die Bücher zunächst nur im Lesesaal der Gemeindebibliothek auszugeben, aber nicht ausser dem Hause auszuleihen. Die Gemeindevertretung schliesst sich dem Dank des Vorstands an Herrn Dr. Mainzer an. Hieran schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung. Präsidialausschuss und Bat der Beichsvertretung haben am 7. und S. Dezember den Etat der Beichsvertretung für 1937 verabschiedet. Der Etat sieht Gesamtausgaben im Betrage von rund 1,85 Millionen vor. Er betrifft überwiegend die Arbeitsgebiete, die die Beichsvertretung seit 1933 ununterbrochen zentral betreut. So sind in dem Etat vorgesehen in runden Zahlen 1.1 Millionen Mark für Wanderung (Palästina- und sonstige Wanderung), EM. 860.000.— für Berufsausbildung und Berufsumschichtung, KM. 200.000.— für Kredithilfe, BM. 500.000.— für Wohlfahrtszwecke, BM. 565.000.— für Schulwesen. In zunehmendem Maße richtet sich die Fürsorge der Beichsvertretung auch auf das kulturelle Leben. Für kulturelle Zwecke — mit Ausnahme des Schulwesens — sind im nächstjährigen Etat eingesetzt im ganzen etwa EM. 230.000.—. Darunter befindet sieh zum ersten Male eine besondere Etatposition für die Kulturbünde und zwar in Höhe von BM. 75.000.—. Die Beichsvertretung hat auch schon bisher wiederholt den Bestand ein seiner Kulturbünde sichergestellt, indem sie in dringenden Fällen finanziell einsprang. Sie wird nunmehr auch auf diesem Gebiete beginnen können.eine systematische finanzielle Arbeit einzuleiten. Vermehrt wird die Beichsvertretung in Zukunft auch für Jugend und Sport eintreten können. Die Mittel dafür sind mehr als verdoppelt. Im ganzen stehen für Jugend und Sport im Etat der Beichsvertretung jetzt fast EM. 100.000.— zur-Verfügung. Für die Aufbringung der Mittel, die zur Bewältigung des Arbeitsprogrammes, dessen Ausdruck der neue Etat ist, benötigt . werden, wird auch für das nächste, Jahr mit einer erheblichen finanziellen Beteiligung der ausländischen jüdischen Hilfsorgani- .sationen gerechnet In Deutschland selbst werden die Landesverbände eine Umlage von l°/o des Beichseinkommensteuersoll.s ihrer Mitglieder für 1935 zuzüglich 30 Pfennig für jedes Gemeindemitglied an die Beichsvertretung abführen. Diejenigen Landesverbände, die die Umlage von ihren Gemeinden in der Weise erheben, dass sie einen Prozentsatz der um 10% verminderten Reichseinkommensteuer von den Gemeinden einfordern, werden entsprechend statt 1%, 1,1% erheben. Darüber hinaus wird auch im nächsten Jahre an die Einzelnen herangetreten werden, um durch Sammlungen unmittelbar zum Werke von Hilfe und Aufbau beizutragen. Die Pressestelle der Beichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: In der Zeit vom 9. bis 11. Dezember 1936 bestanden in Stuttgart neun Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Sportpädagogischen Lehrganges (Kurs A) die Abschlussprüfung. Der Kursus war von der Beichsvertretung und dem Beichsausschuß jüdischer Sportverbände gemeinsam veranstaltet worden und zwar im Anschluss an das Orthopädisch-Gymnastische Institut von Frau Alice Bloch. Um das Zustandekommen und die- Durchführung des Kursus hat sich der Israelitische Oberrat Württembergs in. hervorragendem Masse verdient gemacht. Der Prüfung war eine Leichtathletikprüfung vorausgegangen, die am 9., 10. und 11. September 1936 abgehalten wurde. Bei den Prüfungen führte ein staatlicher Beauftragter den Vorsitz. Von jüdischer Seite nahmen an der Absehlussprüfung teil: der Leiter der Schulabteilung der Beichsvertretung, Herr Studienrat i. B. Dr. Leschnitzer, der Geschäftsführer des Beichsausschuß es jüdischer.Sportverbände, Herr Walter Beck; an der Leichtathletikprüfung für die Beichsvertretung Fräulein Ilse Cohn, für den Beichsausschuss jüdischer Sportverbände Dr. Kurt Lewin. Ferner nahmen an der Gesamtprüfung die Mitglieder des Lehrkörpers teil und zwar: Konservatoriumsdirektor i. B. Karl Adler, Gymnastiklehrerin Alice Bloch, Beligionslehrer Felix David, Sportlehrer Edwin Halle, Herr Dr. Königsberger, Herr Dr. Joseph Neu. Am Abend nach dem Examen vereinigte ein geselliges Beisammensein die Teilnehmer der beiden Lehrgänge mit ihren Lehrern und Lehrerinnen, sowie mit den Vertretern der Beichsvertretung und de-- Reichsauschusses. Die Stuttgarter Sportlehrgänge erstreckten sich auf die Dauer je eines Jahres. Kurs A lief von November 1935 bis zum 9. Dezember 1936, Kurs B läuft von April 1936 bis zum April 1937. Der Lehrgang ist in Anlehnung an die Pläne allgemeiner deutscher Sportausbildungsstätten aufgestellt worden. Die Abhaltung eines neuen Lehrganges ist in Aussicht genommen. EINLA DUNG ZUR MITGLIEDER-VERSAMMLUNG der Israelitischen Männer - Krankenkasse Dienstag, den 16. Februar 1937,19 Uhr im Gemeindehaus, Fahrgasse 146 Tagesordnung: 1. Beschlussfassung über die Verschmelzung mit der Israelitischen Frauen - Krankenkasse durch Uebertragung des Vermögens der Israelitischen Frauen - Krankenkasse auf die Israelitische Männer-Krankenkasse 2. Beschlussfassung über die neue Satzung der Israelitischen Männeru. Frauen-Krankenkasse 3. Wahl des Ausschusses; Der Entwurf der neuen Satzungen liegt im Büro: Rechneigrabenstraße 18 vom 8. — 11. Februar in der Zeit von 9—11 und von 4—6 Uhr zur Einsichtnahme offen. Frankfurt a. M., den 19. Januar 1937 Rechneigrabenstraße 18/20 Die Verwaltungs-Kommission s Pelz-Mäntel I Paletotsjactten Edelf iichse Besätze besonders preiswert Feine Maßanfrligung Umarbeitung Pelz-Rosenmum i Kürschnermeister Telefon 25904 / Gr. Hirschgraben 26 EINLADUNG ZUR MITGLIEDER - VERSAMMLUNG der Israelitischen Frauen-Krankenkasse Dienstag, den 16. Februar 1937,19 Uhr im Gemeindehaus, Fahrgasse 146 Tagesordnung: 1. Beschlussfassung über die Uebertragung des Vermögens der Israelitischen Frauen-Krankenkasse auf die Israelitische Männer-Krankenkasse 2. Beschlussfassung über die neue Satzung der Israelitischen Männeru. Frauen-Krankenkasse 3. Wahl des Ausschusses Der Entwurf der neuen Salzungen liegt im Büro : Rechneigrabenstraße 18 vom 8. — 11. Februar in der Zeit von 9—11 und von 4—6 Uhr zur Einsichtnahme offen. Frankfurt a. M, den 19. Januar 1937 Rechneigrabe: Straße 18/20 Die -Verwaltungs-Kommission