Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 5 (2.1937)
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 14 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sdte 14 Samstag, den 13. Febr., 20.15 SAALBAU GROSSER SAAL Liederu. Arien-Ahend K I P N I S Samstag, den 20. Febr., 20.15 SAALBAU KLEINER SAAL 2 Stunden Lachen mit ALFONS FINK (früher Kabarett der Komiker Berlin) Welten schöpft, wird also dankbaren Mitgehens eines —auch nur einigermassen aufnahmebereiten — Publikums von vornherein sicher sein. Das gilt vollauf von der 28. Veranstaltung der „Jüdischen Tonkünstler Frankfurts". „Romantik aus dem Kinde r 1 a n d" kam, gesprochen, gesungen und gespielt, zu Gehör, und es beeinträchtigte den schönen harmonischen Verlauf dieses Abends nicht, dass hie und da der Zusammenhang mit dem angezeigten Grundthema nur mit einiger Grosszügigkeit vorzunehmen war. Senta Würzburger sang mit ansprechendem Sopran und in liebeswürdigem, gewinnenden Ausdruck Lieder von Mozart, Schumann, Leo Blech und Gustav Mahler. Sie wurde von Marthel S o mm e r am Flügel trefflich unterstützt. Die jugendliche Begleiterin er- wies dann auch solistisch mit dem Vortrag der wohl einzigartigen „Kinderszenen,? Robert Schumanns ihre starke musikalische Begabung. Sofie Seligmann, die Rezitatorin, gab in Beer-Hof-r manns klassisch schönem „Schlaflied für Mirjam", in dem berühmten „Bericht" von Andersens „Bilderbuch ohne Bilder" über das Rothschild-Stammhaus in Frankfurt und in Wildes unendlich bitterem, aber lebensnahen Märchen von „Die Nachtigall und die Rose" dem Worte, was des Wortes ist. Gerade durch die bescheidene Anwendung rhetorischer Kunstmittel und durch die einfache klare Wiedergabe wurden die gewählten Dichtwerke dem Verständnis nahe gebracht. Den drei mitwirkenden Damen dankte Aufmerksamkeit und herzlicher Beifall. Georg Schott Joseph Schmidt im Saalbau Der Lockung, den durch Film und Schallplatte weltbekannten Tenor Joseph Schmidt persönlich zu hören, war ein äusserst zahlreiches Publikum gefolgt. Die Sensation des Stars übt, wie schon immer festzustellen war,, ihre Anziehungskraft selbst auf Kreise, die sonst künstlerischen Dingen indifferent gegenüberstehen. Daran hat sich auch im engeren Bezirke unseres jüdischen Musiklebens, nichts geändert. Es mag. noch dazukommen, dass gerade Juden für eine „schöne Stimme" besonders empfänglich sind. Das Gnadengeschenk dieser schönen Stimme ist Joseph Schmidt von Natür aus zuteil geworden. Er hat sich seiner würdig erwiesen, indem er es durch Schulung und technische Vervollkommnung zu einem Belkanto-Instrument edelster Art ausgebaut hat. Das Lob dieses hellen, leichten und doch tragfähigen, in der Höhe bestrickenden Tenors ist so oft gesungen worden, dass wir uns hier mit einer erneuten Bestätigung begnügen dürfen. Freilich werden die Verehrer Schmidts sein Material von der mechanischen Uebertragung her reiner und schlackenfreier in Erinnnerung haben, als es ihnen an diesem Abend gegenübertrat. Die tiefe und mittlere Lage klang, villeicht infolge einer Indisposition, belegt und verschleiert. Die Höhe dagegen war frei und strahlend wie immer. So konnte man die Faszination des „hohen Tones", der sich der Sänger selbst mit echt italienischer Fermaten-Seligkeit hingibt, uneingeschränkt auf sich wirken lassen. Schmidts eigentliche Domäne ist fraglos nicht der Konzertsaal, sondern die Szene. Darauf deutet seine bühnenmäßige belebte Vortragsweise, die ihn ständig auch zum „Agieren" drängt. Auch sein Programm spricht dafür, das Vorwiegend italienische oder verwandte Opernarien enthielt. Es sei dankbar vermerkt, daß Schmidt sich nicht an die geläufigsten Stücke der Gattung hielt, sondern unbekanntere Literatur, wenn auch unterschiedlichen Wertes, bot. Als angenehme Abwechslung wurden die reizvollen neapolitanischen Volkslieder empfunden..Werk und Nachgestaltung deckten sich nach unserer Ansicht am vollkommensten in der Arie aus der „Toten Stadt" von Korngold und aus „Turandot" von Puccini. .. Es braucht nicht erst betont zu werden, dass dem berühmten Decken Sie Ihren Bedarf in Herren- und Damenwäsche Handschuhe, Strümpfe, Kravatten und Wollwaren im Winter- Schluß - Verkauf bei Hermanns ® Froitzheim das fachkundige Spezialhaus ZEIL 93 — ACHDUTH — Vereinigung gesetzestreuer Juden Deutschlands. Die Ortsgruppe der ACHDUTH ist in der Lage, an Minderbemittelte für Pesach Mazzen und Mazzenmehl, hergestellt unter Aufsicht der Ritualkommission der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M., zu folgenden Preisen zu liefern: a) Mazzen in 5 u. 10 Pfund-Rollen ä 43 Pfg. per Pfund b) Mazzenmehl abgewogen In Paketen ä48 Pfg. per Pfund Der Betrag für das bestellte Quantum ist gleichzeitig mit der Bestellung an den Unterzeichneten bar zu zahlen oder auf dessen Postscheckkonto 33783 dahier zu überweisen. Die Lieferung erfolgt ab Mazzenbäckerei. Bei Lieferung frei Haus erhöht sich der Preis um je 3 Pfg. per Pfund Mazzen. Bei Versendung nach auswärts sind die Versendungskosten, bei Versendung in Kartons der Selbstkostenpreis zu erstatten. Bestellungen sind bis spätestens 10. März 1937 erforderlich. Frankfurt a. M., den 18. Januar 1937 . DER VORSTAND L A. Siegfried Blanck, Finkenhofstr. 2 Graf* £oo)ner & öorf&efmer ßtcofrouenoerg 39, 1. Stoß — ©crjr. 1837 öetrenjfoffe in »en oltftetonnt erffen Qualitäten