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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-01-01 · 4 (1.1937) · p. Seite 16

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
4 (1.1937)
Date
1937-01-01
Page
Seite 16 (sequence 18)
Language
German
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Seite 16 Für die kalten Tage Pulloverjäckchen, Herrenwesten und Pullover, Strumpfwaren, Handschuhe, warme Wäsche u. Trikotagen für Damen, Herren und Kinder. Frankfurt am Main und Heine'sche Gedichte vor, den zweiten bereicherte Alfred Auerbach mit kleinen Dichtungen der Weltliteratur (Björnson, Oscar Wilde, Baudelaire), die -er in eigener Bearbeitung ausdrucksvoll vermittelte. Georg Schott „Elias" im Kulturbund „Einen so schönen Abend habe ich schon lange nicht gehabt" hörte der Beferent einen Herrn sagen, als er nach der Aufführung von Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias" den grossen Saalbau verliess. Diese Stimme ist sicher nicht vereinzelt geblieben — dafür zeugt schon die gespannte Aufmerksamkeit des Publikums und der herzliche und lang anhaltende Beifall, der Dr. Nathan Ehrenreich, dem ausgezeichneten Dirigenten und künstlerischen Leiter dieser prachtvollen Wiedergabe mit seinen Helfern nach beiden Teilen dankte. Es war wirklich ein Ehrenabend der jüdischen Bevölkerung Frankfurts, die, ausführend und hörend, wieder einmal zu erkennen gab, daß sie auch in schwerster Notzeit am ererbten geistigen und ästhetischen Besitztum festhalten will. Die hohe Qualität der musikalischen Interpretation brachte die reichen Schönheiten des Mendelssohn'schen Werkes, seines zweiten und bald nach seinem Entstehen (vor rund 90 Jahren) ungemein populär gewordenen Oratoriums, klar zu Tage: das innige Engel-Doppelquartett wie das noch berühmtere a cappella Terzett „Hebe Deine Augen auf", die schönen, melodisch einprägsamen Tenorarien, frisch bewegte Chorsätze, die kraftvollen Ansprachen des Elias selbst; weite lyrische und dramatische Teile des — diesmal mit einigen Kürzungen gebotenen — Werks sind noch so gegenwartslebendig, daß das zeitlich Bedingte, leicht Abgeblasste nicht so sehr ins Gewicht fällt. Interessant wäre es im Einzelnen zu verfolgen, wie Mendelssohn, der Eomant i k e r, der sich als solcher auch im „Elias" nicht verleugnet, sich z. T. an den grossen Barockmeister Händel anlehnt, der ja ebenfalls mit Vorliebe Oratorien nach Worten des alten Testamentes vertont und, etwa durch seinen „Judas Makkabäus", dem Nachgeborenen sieher mancherlei Anregungen für seine Gestaltungsart gegeben hat. An dem prächtigen Gelingen der Aufführung haben die beiden von Dr. Ehrenreich geleiteten jüdischen Chöre (Chorvereinigung, Kammerchor) zunächst bedeutsamen Anteil: man spürte die fleissige Vorbereilungsarbeit in der Sicherheit und Diszipliniertheit, die alle vier Stimmgruppen verrieten, und man spürte an der Chorleistung auch die Freude und das Erfülltsein der Mitwirkenden. Trefflich in Form war das Kulturbund-Orchester, einer schönen, durchaus nicht immer ganz einfachen Für Privat-u. Vereins- I Festlichkeiten schreibt AufführungsundVortragslnaterial jeder Art Jüdische Bühnenstücke Die lustige PURIM-REVUE Verlangen Sie Vorschläge 1 Louis Scheuer Frankfurt am Main-W. Königstrasse 39, Ruf 71605 Seil fielen Jahren erlolgrelcbi KoBer-Mier-e,"""er8a88ei0 i Telefon 21516 Dauerndes Uager, sowie Anfertigung sämtlicher Lederwaren, wie Koffer, Aktentaschen efc Reparaturen werden preiswert ausgeführt Besuchen Sie bitte Damen - Herren - Friseur LEOPOLD GONDER Moselstrasse 28, Ecke Kalserstr. Telefon 31860 r ^Dolk u. Landarbeiten SMeta öimenauer ^albarinenpforie 2 Karl GundlachL Pralinen u. Gebäck! Eigene Herstel ung täglich frisch ■ Grosse Bockenheimer Straße 521 im Hofe links Telefon 293371 Kauft bei unseren Inserenten Klavier« Stimmer C. SIMON Sebneekenbofstr.20 ] ptr. Tel, 63407 Kleine Anzeigen - werden zum ermässigten Taiif aufgenommen IUl/ft\D I™ I kau^en Sie e preis- ■▼ImJ'Jnhl wert im Jüdischen I IVUSLFachges(:häft H.ZIMMER HANAU ER LAN DSTR.AV AUCH FÜR AUSWANDERER Das jüdische Blumengeschäft A.HENDLISCH Bockenheimer iiandstrasse 17 (geg. Rothschild-Palais) Telefon 79554 Lesen Sie dos Gemeindefilflll Jüdischer Kulturbund Frankfurt am Main / Gärtnerweg 62 / Telefon 52638 Mittwoch, den 20. Januar abends 8 Uhr, Vereinshaus Kammermusik-Abend Lilly Schwarz-Mayerhöfer, Theo Ratner, Rudolf Döblin Ernest Bloch: Trio, 3 nocturnes. Franz Schubert Trio op. 99 B-Dur, Job. Brahnu, Trio op: 87 C-Dur Samstag, den 23. Januar 19 Uhr, Kleiner Saal des Saalbaues Winterlehrgang des Jüdischen Leh'hauses Einfiihrungsvortrag Mitia Mayer-Dsmann spricht über Guiseppe Verdi und seine Oper „Rlgoletto" Donnerstag, den 28. Januar abends 8 Uhr, Saalbau Rigoletto Oper von G. Verdi Leitung: Generalmusikdir. Prof. Julius Prüwer Rigoletto: Wilhelm Guttmann, Berlin, a. G. ' Orchester der Jüdischen Kulturbünde Konzartaufführung Vorverkauf: Kulturbund-Büro, Gärtnerweg 62, Wochentag vorm. von 10—1 Uhr u. in den bekannten Vorverkaufsstellen I Frankfurts grösste jüdische Zeitschrift das Frankfurter Gemeindeblatt I Flr nuswsiderer Werkzeuge Werkzeugmaschinen Komplette Werkzeug «Einrichtungen Fachmännische Beratung — A Jeimann Söhne Zeil 21 Tel. 22061 und 22062

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