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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-12-01 · 3 (12.1936) · p. Seite 35

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
3 (12.1936)
Date
1936-12-01
Page
Seite 35 (sequence 37)
Language
German
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Seite 35 Elektro: Kühlschränk«, Herde, Ventilatoren, Waschmaschinen, Staubsauger, Beleuchtungskörper usw., Nähmaschinen Radio Ehrmann Petroleumherde setzten. — Nach langen Monaten kam an der Sondershauser Straße wieder eine sportliche Begegnung zwischen den beiden Ortsrivalen, Bar Kochba ühd Schild Frankfurt, zustande. Der Vertreter des Oemeindevorstands Sanitätsrat Dr. A. E111 i n g e r hob in einer kurzen Ansprache vor dem Winterhilfs-Spiel auch das einigende Moment hervor. Das Frankfurter-Fußball- „Derby", das sich dann in Fairneß und in bestem sportlichem Geiste abwickelte, war bis zum Schlußpiff mit Spannung erfüllt. Beide Einheiten hatten nicht die gewohnte Hochform; bei Schild fehlte Max Seligmann im Sturm, bei Bar Kochba war der jugendliche Mittelstürmer May und der Verteidiger Girgusky ersetzt worden. Man sah also weder die deutsche Makkabimeistermannschaft des Jahres 1936, noch den vorjährigen Reichsmeister des Sportbundes. Kritisch darf gesagt werden, daß der unentschiedene (2:2) Ausgang des Kampfes ein Erfolg des „Schild" ist, denn zeitweise war er technisch weit unterlegen, und es gab in der zweiten Spielhälfte eine halbe Stunde, in der jeder Mannschaftszusammenhang fehlte. Es war eine Ueberraschung des harten Kampfspiels, daß Schild gerade in seiner größten Schwächeperiode durch seinen Mittelstürmer Sommer die beiden entscheidenden Ausgleichstore erzielen konnte. Im übrigen war besonders die erste Halbzeit durch planlose Aktionen auf beiden Seiten zerrissen. Die Bar Kochbaner begingen immer wieder den taktischen Fehler, alle Kampfhandlungen auf ihren wirklich überragenden, im jüdischen Sport einzigartigen Mittelläufer Herrsch und auf den Stürmer W. Grünebaum, die aber beide überlastet waren, zuzuschneiden. Bei der Schildelf imponierte die glänzende Arbeit des unerschrockenen Verteidigers Kanthai und das elegante Stellungsspiel von Alb. Mayer, des Aeltesten der 22. Auch im Ho c k e y stieg das Lokalderby Bar Kochba gegen Schild. Der morastige Boden des verregneten Platzes ließ aber bei beiden Mannschaften keine richtige Spielentfaltung zu, so daß der Kampf unentschieden, vollkommen torlos, ausging. Im übrigen Sport herrschte nur wenig Betrieb. Den Mädels der TSV. Schild gelang es im Schwimmen zwei neue Bestleistungen aufzustellen. In der Sprintstaffel 30X50 m Kraul wurde der bisherige Rekord der Stuttgarter von 2.07,9 Min. des Jahres 1935 mit der besseren Zeit von 2.02,1 unterboten, die eigene Bestleistung über 3X200m Brustschwimmen von 5.07 Min. wurde auf 4.58,6 Min. verbessert. Der Frankfurter Verein ist damit in der Bestenliste des Sportbundes mit nicht weniger als 9 Rekorden — 2 der Herren und 7 der Damen — vertreten. BOCKENHEIMES LANPSTR. 71 RUF 73837 Der Wintersport hat bereits mit den Vorbereitungen eingesetzt. Der TSV. Schild begann im letzten Monat wieder mit seinen Trocken-Skikursen und mit Sportwanderungen als Training seiner Läufer. Man will sich auch dieses Jahr wieder eine Skihütte im Taunus sichern, außerdem ist auch wieder eine alpine Skiexpedition geplant. Wieder steht auch für das jüdische Publikum eine vorzügliche Eisbahn auf den Tennisplätzen des Schild an der Tiroler Straße zur Verfügung, die, sobald es die Wetterlage erlaubt, in Benutzung genommen und nicht nur den Sportlern dieses Vereins, sondern auch allen anderen Mitgliedern der Gemeinde und den jüdischen Schulen zur Pflege des Eissports dienen wird. Im Schach — die Sportvereine treiben ja auch Schach — gab es einen Wettkampf des Schild gegen die Jüdische Schachvereinigung Worms, der bei den Erwachsenen von den Frankfurtern, obwohl sie nicht mit ihrer ersten Garnitur angetreten waren, mit 7,/i:21/i Punkten gewonnen wurde. Die Jugendlichen spielten unentschieden 21/»:2i/-i. Die Arbeit der letzten Wochen galt im besonderen der Vorbereitung auf den Jüdischen Schachkongreß, der in der letzten Dezemberwoche in Frankfurt stattfindet, mit der Austragung der jüdischen Schachmeisterschaft 1937 für Deutschland verbunden ist und an dessen drei Turnieren (Meisterturnier, Nebenturnier und Jugendturnier) die besten und stärksten Spieler Deutschlands teilnehmen werden. Besonders rege Trainingsarbeit wurde auch im Radsport entfaltet; so werden wir im Dezember erstmalig Gelegenheit haben, auch ein Radrennen im Saale zu sehen. Bei dieser Gelegenheit muß eines vorbildlichen Radsportlers gedacht werden, der uns in diesen Wochen verlassen hat. Ernst Schönfeld, der Tourenfahrwart des TSV. Schild, wurde während der Zeit seines Wirken.4", dreimal Vereinsmeister ohne jeden Punktverlust; ihm unterstand die organisatorische Leitung des umfangreichen Tourenfahrbetriebs im Sommer, die er mustergültig besorgte. Auch bei den verschiedenen jüdischen Radrennen der letzten Jahre hat er wiederholt glänzende Siege errungen. Mit seinem Weggang von Frankfurt hat der jüdische Radsport einen wertvollen Pionier verloren. L. W—s. Makkabi Hazair Der Makkabi Hazair teilt mit, dass ab 1. November 1986 Heinz G o cli 8 Ii e i m e r die K i b h u z 1 e i tu n g Südwest do Makknbi Hazair sowie die Verwaltung des Machlekath Chaluzim Südwest übernommen hat. (Eckenlieimer Landstrasse 77 pt.) In keinem jüdischen Haushalt dürfen die bewährten rr Alba"-Erzeugnisse „fllba"-Seifenpulver fehlen! „Alba"-Spülu. Reinigungspulver ,9Alba"-Bleichsoda Generalvertreter: Ludw. QrUnebaum, Baumweg 33, ben.Tel. 46687 Untervertreter gesu c h t Verlangen Sie unsere Anzeigen - Preisliste r ZU CHANUKKA! Preisweite Babyu- Kinderbekleidung + Moderne Damenwäsche Q Bettwäsche^ Damen-Strümpfe, Taschentücher in grofjer Auswahl JOHANNA AIIXANI&IK GOETHESTRASSE 4 ^>aaBMMBMBMM«Ml TELEFON 27316 „ ,. HERRENu. 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