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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-10-01 · 1 (10.1936) · p. Seite 31

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
1 (10.1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 31 (sequence 33)
Language
German
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Seite 31 Elektro: Kühlschränke Herde Kochplatten Venlilatoren Fön Heizkissen Waschmaschinen Petroleumherde Slnger-Nahmaschinen Radio r Etirmann JETZT: BOCKENHEIMER LANDSTR. 71 RUF: 73837 Weilburg. 3800 ."Einwohner. Mönchsniederlassung, gegründet von Konrad I., dann nassauisch lange Zeit Residenz der Fürsten Nassau- Weilburg und des Herzogtums N." Seit 1866 preussisch. Im 17. 'Jahrhundert Juden als Metzger, Viehhändler, Hausierer. Die Konzession für eine Strumpffabrik, die nur einheimische Arbeiter beschäftigen sollte, wird noch 1753 dem Juden. Joel versagt. Er soll hausieren. Als Musiker sieht man Juden gerne im Schloss, so bei einem grossen Fest 1791 den weitbekannten Jecheskel aus Runkel mit seinen „5 Judenmusikern". 1806 setzt der Weilburger Low Herz, dessen Söhne schon das Weilburger Gymnasium besucht hatten, gemeinsam mit Wolf Breidenbach, dem Kasseler Hoffaktor, die Aufhebung des Juden-Leibzolles für Nassau durch. — Den Rabbinats-Sitz Weilburg hatte u. a. auch der spätere Oberrabbiner und Rektor des Rabbiner-Seminars in Florenz, Sam. Hirsch Margulies inhe. Heute gehört Weilburg zum Bezirksrabbinat Ems. (Lehrer Bravmann) Gemeindehaus. Dieses ritterliche, dann herzogliche Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, 1875 von der Gemeinde erworben, Bogengasse 2, enthält u. a. die Synagoge, einen schönen ruhigen Raum, früher Speisesaal, mit Galerie für Musik, heute Frauengalerie. Eine Thoraro 11 e mit prächtigem Silber aus dem 16. Jahrhundert stammt aus Limburg. — Der älteste Friedhof, heute Garten hinter dem Hotel „Lord", der neue Friedhof auf der Höhe der Frankfurter Strasse mit romantischer Aussicht auf Taunus und Westerwald. — Das berühmte Weilbuxger Schloss, riesiger Renaissance^Bärock-Bau mit dem berühmten „Dornröschen-Hof". — Durch den herbschönen Westerwald (Rotes Dreieck) in 3 Stunden, an der alten Raubritterburg Schadeck vorbei, nach Runkel. Schon 1349 Judenverfolgung. Im gleichen Jahrhundert lebt in Mainz und Worms Salomon Runkel, berühmter Talmudist, Freund Maharils Runkel lieferte bis in das letzte Jahrhundert zahlreiche wandernde Musiker und Musikbanden; die Runkeler Juden ähnlich: s. o. Jecheskel aus Runkel; aber schon lange keine Gemeinde mehr dort. Berühmte Feisenburg aus dem 12. Jahrhundert. — Mit der Bahn in V4 Stunde nach Limburg. Kreisstadt mit 12000 Einwohnern. 1277 Stadt, lange kurtrierisch, dann nassauisch, 1866 preussisch. Seit 1821 Bischofssitz. — 1349 Juden-Verfolgung, nicht Ausrottung; denn 1370 erhält Meyer von Leyenburg Niederlassungsrecht für Bacharach, Heidelberg oder sonstwo am Rhein. Im 16. Jahrhundert Synagoge, 1867 wird die evangelische Kirche in der „Erbach" Synagoge, 1903 ersteht der heutige stattliche Kuppelbau in der Unteren Schiede. Damals zählt die Gemeinde 230, 1932 rund 270, z. Zt. etwa noch 180 Seelen. Sie gehört zum Bezirksrabbinat Ems. — Die älteste. Syn a g o g e, im Keller des Fassbenderschen Hauses am Fischmarkt noch kenntlich, besonders die Frauengalerie. — Der Dom, siebentürmig, 1230 vollendet; die Altstadt mit Rathaus, dem „Walderdorffer Hof" usw. sind Juwele, die der als Jude geborene Limburger Leo Sternberg in Rüdesheim, katholischer Schriftsteller, Heimat- und kirchlicher Dichter, in seinem Buch „Limburg als Kunststätte" sachverständig gewürdigt hat. — In 1 Stunde lohnender Lahnwanderung nach Diez. 3500 Einwohner, schon 1329 Stadt, mit Stammburg der Fürsten von Nassau-Diez und der Oranier: seit 1866 preussisch. „Schon" 1337 und 1349 Judenverfolgungen — dann Stille. 1784 wieder jüdische Gemeinde, sehr von Steuern geplagt. 1786 bescheinigt die Dillenburger Regierung den Diezer Juden, dass sie „die Nahrung der Stadt eher fördern als ihr Abbruch tun". Trotzdem erhält Sek- -kel Sussmann erst 1802 nach mehrmaligem Ansuchen und unter erbittertem Protest der Kaufmannschaft die Erlaubnis zum Spezereihandel. 1801 Eintritt des ersten Judenknaben in die Lehre eines christlichen Handwerksmeisters. Schon in dem selben Jahr Aufhebung des Leibzolls. 1930 ca. 25 Familien, z. Zt. noch etwa 10 Familien. — Das Haus des im In- und Ausland bekannten Israelitischen Kinderheims (für Knaben) ist heute Amtsgebäude. Die Kinder wurden s. Zt. auf die Heime in Frankfurt und Köln verteilt. — Schöne Bauten. Fachinger Wasser. Lehmkuren nach Pastor Felke. — In einer etwas anstrengenden, aber abwechslungsreichen Tageswanderung von 25 km auf dem linksseitigen Lahnhöhenweg, vorbei an den Burgruinen Balduinstein, Laurenburg, Brunnenburg und an Kloster Arnstein, bis Seelbach; dann nach Obernhof und (blaues Kreuz) Bergnassau, wo wir den Anschluss an unsere erste Wanderung erreichen. c ^erbstneube ife n für ffumper und ^Kleider SMeta öimenauer Katharinenpforte 2 \^Wolle und Handarbeitenjj KUNSTSTOPFEREI für Kleider, Teppiche hur OEDERWEG 21 Gr.Bockenh.Str.41 Tel. 55117- WM um a Konig Holzhandlnno lol. Lilien sie in Hanauer Landstrasse 104 Bretter aller Art Schreinerhölzer Telefon 43241 / Kistenteile / Dachpappe Für die Reise empfehle meine enorme Auswahl in den moefernen beliebten Taschenschirmen v. mk. 9.5a an!: FERDINAND HIRSCH Sc&Mffirik Schillerplatz 9, Ecke Blebergasae Inh. Otto Pisk GEFLÜGEL-WALLER Markth. Hasen?. Galerie St. 30/33 Tel. Holl. 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