Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 11 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 428 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 428 Gottesdienstlicher Anzeiger der Gemeindesynagogen Bemerkungen :A Abendgottesdienst J.Q Jugendgottesdienst V Vormittagsgottesdienst N Nachmittagsgottesdienst J.ö Pred. Predigt Lehrv. Lehrvortrag KINDERWAGEN KINDERBETTEN Kronprlnzenstr. 6 Korb- und Gartenmöbel, Koffer, Mitglied ANGERSBACH und Neue Krame 26 Bürsten waren 1936 Juli 5696 Aw Wochen- Konservativer Ritus Liberaler Ritus Aueust Elul abschnitt DominikanerpL Krankenhaus Bockenheim Hauptsynag. | Westendsynag. Montag .... 27. 8. « V N Fasten- 6.15 18 7.30 7.30 Thoravorlesung: begion 20.15 20.15 20.15 20.15 20.15 Tischo beaw. Tischo beaw vormittags V. ß.M.Kap. 4,25-40. A 20.55 20.55 20.55 20.45 20 28. 9. [Pred. Lemle] Dienstag . . . nachm. II. B. M. Kap. 32, V 6.10 6.10 6.30 7.30 7.30 ü-14 u. Kap. 34,1-10. A 19.45 19.45 19.45 21 21 Haftara: Fisten- 21.02 Wochentage 29.-31. 10.-12. vorm. Jeremia: K. 8,13-9,23 ende 21.02 21.02 21.02 21.02 nachmittags Jesaja K. 55,6- 56,8. V N 6.15 19.15 7.30 18.30 7.30 19 Freitag . ' Samstag . . . 3t. 1. 12. 13. Thoravorlesung: Woes'chanan: V. B. M. Kap. 3,23-7,11 A V V 19.40 6.30 8 19.40 8 19.30 8.45 19 9.30 18.30 (Pred. Lemle) 9.30 Haftara: Jesaja: Kap. 40,1-26. N 13 u. 16.30 16.30 16 A 21.05 21.05 21.05 21.05" 21.05 Sonntag . . . 2. 14. V N 6.45 19.15 7.30 18.30 7.30 19 Wochentage 3.-7. 15.-19. V N 6.15 19.15 7.30 18.30 7.30 19 Freitag .... 7. 19. Thoravorlesung: A 19.30 19.30 19.30 19 18.30 Samstag . . . 8. 20. Eikew: V. B. M. Kap. 7,12- 11,25. V 6.30 (J.-G. Lemle) Haftara: V 8 8 8.45 9.30 9.30 Jesaja: Kap. 49,14-51,3 N 13 u. 16.30 16.30 16 A 20.50 20.50 20.50 20.50 20.50 Sonntag . . . 9. 21. V N 6.45 19.15 7.30 18.30 7.30 19 Wochentage 10.-14. 22.-26. - V N 6.15 19.15 7.30 18.30 7.30 19 Rothschild, Schumannstrasse 10, 65 J. — Moses Sommer, Crainfeld, 58 J. — Else Klebe, geb. Sundheimer, Fulda, 52 J.— Toni Aseliaffenburg, Feldbergstrasse 25, 54 J. — Nissen Luks, Rückertstrasse 32, 84 J. — Babette Lilienfeld geb. Henlein, Hans Handwerkstrasse 15, 48 J. — Nettcheh Herz geb. Isenberg, Villmar, 66 J. — Aufruf zur Schaffung eines Heimes für jüdische Körperbehinderte Es wurde schon immer als ein ausserordentlicher Mangel empfunden, dass es keine Jüdische Institution in Deutschland gibt, die ein Heim unterhält, in das Körperbehinderte, die im Vollbesitze ihrer geistigen Kräfte sind, aufgenommen werden. Gerade in dieser Zeit der Auswanderung macht sich dieses Fehlen besonders bemerkbar; denn Körperbehinderte werden in der Mehrzahl der Fälle nicht zur Auswanderung kommen, während deren Angehörige es als eine grosse Entlastung empfinden würden, wenn in irgend einer Form für die Behinderten gesorgt wäre. Daher will die Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutsehland (SHGJK) unter der Förderung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland Abt. Zentralwohlf ahrtsstelle, die Initiative ergreifen und für die'Schaffung eines Heimes eintreten, das eine möglichst produktive Wohngemeinschaft darstellen soll. In möglichst kurzer Zeit soll ein Projekt ausgearbeitet werden, das als Grundlage für die weiteren Arbeiten an dem Aufbau eines Heimes dienen wird. Zunächst ist aber notwendig, dass ein Ueberblick darüber erreicht wird, wieviele Körperbehinderte, gleich welchen Alters und Geschlechts, ihr Aufnahmegesuch in das zu schaffende Heim in Aussicht stellen. Erst wenn diese Angaben vorliegen, werden die Einzelheiten des Projektes ausgearbeitet werden können. Es ist zu betonen, dass von jüdischen Institutionen auf dem hier erläuterten Gebiete keine oder nur wenige Erfahrungen gesammelt worden sind. Wir bitten alle Interessenten oder deren Angehörige, an die Selbsthilfegwippe jüdisclier Körperbehinderter in Deutschland, Berlin NW 87, Tile-Wardenbergstr. 10, folgende Fragen für alle Teile unverbindlich zu beantworten: 1. Wer hat den Wunsch zur Aufnahme in ein zu schaffendes Heim? 2. Welche Mittel stehen monatlich zur Verfügung? 3. Welcher Art ist die Körperbehinderung? (Möglichst genaue Beschreibung, insbesondere der Entstehung.) 4. Wann geboren? Eine besondere Erleichterung Avürde es für die Errichtung eines Heimes sein, wenn geeignete Räumlichkeiten, evtl. gegen massige Miete, zur Verfügung stehen könnten. Sofern den jüdischen Körperbehinderten in dieser Weise eine Förderung zuteil werden kann, werden gefl. Nachrichten ebenfalls an die obige Anschrift erbeten. Selbsthilfegruppe jüdischer Selbsthilfegemeirischaft jüdi- . Körperbehinderter in Deutschland scher Körperbeschädigter gez.: Hans J. Heymann . gez.: Dr. Paul H. Perls Ende des redaktionellen Teils Abgeschlossen" am 20. Juli 1936. Die nächste Nummer erscheint am 11. September 1936. Annahnieschluss für redaktionelle Beiträge 3. September, für Anzeigen 4. September 1936.