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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-08-01 · 11 (8.1936) · p. Seite 424

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
11 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 424 (sequence 22)
Language
German
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Seite 424 Jüd. Friedhofsgärtner! mpfiehlt sich für Unterhaltg. u. Neuanen v. Grabstättena. d. alten Friedhof Fritz Kamp Günthersburg Allee 45 Fernsprecher 46461 Gedächtnisrede hielt. — Nach einem einhelligen Beschluss der stellvertretenden Vorsitzenden des Central-Vereins übt Rechtsanwalt Dr. H e r z f e 1 d - Essen vorläufig das Amt des Vorsitzenden des Centrai-Vereins aus. — Am Jahrzeitstag des Gründers des Berliner Rabbiner-Seminars, Esriel Hildesheimer s. A., am 24 Juni wurde die alljährliche Gedächtnisfeier des Rabbiner- Seminars abgehalten, mit der die Entlassung der Absolventen Rabbiner Dr. Josef Bombach und Rabbiner Josef Dünner-Königsberg verbunden war. — Am Sonntag, den 21. Juni, tagte in den Räumen des Brit Haschomrim die Reichskonferenz der Staatszionistisch-en Organisation. Im Mittelpunkt der Beratungen standen organisatorische Fragen im Anschluss an den Rechenschaftsbericht des bisherigen Präsidenten und auf Grund eines Berichtes von Dr. Fried die Ausgestaltung des Keren ECamneora. Es wurde ein neues Präsidium gebildet, bestehend aus Direktor Kareski als Präsidenten, Rechtsanwalt Dr. Goldwasser- Leipzig und Dr. Fried-Berlin; es hat sich durch Zuwahl von zwei weiteren Mitgliedern zu ergänzen. Ausserdem wurde ein Parteirat aus dreizehn Mitgliedern gebildet, der alle sechs Monate zusammentreten soll. — Hans Wilhelm Steinberg, der für die kommende Saison als erster Dirigent des Berliner Kulturbundes verpflichtet worden ist, gab mit dem Kulturbund-Orchester ein Sbnderkonzert, in dem Ernest Blochs Concerto grosso, Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen und die Symphonie Nr. 6 von Tschaikowsky zur Aufführung gelangten. Steinberg verstand es, das Orchester in bisher kaum erlebter Weise mit sich zu reissen und seine Leistungen so zu steigern, daß der Abend zu einem ausserordentlich grossen Erfolg wurde. Ungeheurer Beifall überschüttete den künftigen Dirigenten des Berliner Kulturbundes, der selbst im Conzerto grosso am Flügel sass. Hans Wilhelm Steinberg ist für mehrere Monate auch als Dirigent des Palästina- Orchesters von Bronislav Hubermann verpflichtet worden. Arturo Toscanini, der das Eröffnungskonzert des Hubermann-Orehesters in Tel Awiw dirigieren wird, hat die Vorbereitung dieses Konzertes Steinberg übertragen. — Das im Jahre 1933 von seinem Begründer aufgelöste May er -Mahr-Trio tritt in neuer Zu- Pensionsordnung für die Angestellten der Gemeinde angenommen. Für die Versorgung (Ruhegehalts- und Hinterbliebenenrente) eines Angestellten sollen in Zukunft die entsprechenden staatlichen Bestimmungen gelten. Auf Grund der Verhältnisse wird jedoch klar gestellt, daß jedes mit der Gemeinde eingegangene Dienstverhältnis bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, der auch in den Verhältnissen der Gemeinde bedingt sein kann, kündbar sein muß, ohne daß durch eine solche Kündigung der erdiente Versorgungsanspruch verloren geht. Im Zusammenhang mit der Pensionsordnüng wurden auch die Bestimmungen über das Disziplinarverfahren neu geregelt. Wer unter Aberkennung einer zugesicherten Versorgung von der Gemeinde entlassen wird, hat das Recht, bei der Disziplinarkammer des Säch-. sischen Israelitischen Gemeinde Verbandes Besehwerde einzulegen. — Hamburg. Der „Verband der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte" will in WilhelminenhÖhe vom 5. bis 17. August einen Kinderferienkurs einrichten. An ihm sollen insbesondere Kinder aus Kleingemeinden teilnehmen. — Karlsruhe. Der Oberrat der Israeliten Badens hat angeordnet, dass im Religionsunterricht vom vierten Schuljahr an neben der aschkenasischen auch die sephardisehe Aussprache des Hebräischen gepflegt werden soll. — München. Die bayrische Synagogengemeinde Harburg, die früher zu den größten des Landes zählte, ist auf fünf Seelen zusammengeschrumpft und wird in Kürze auf Grund der Satzung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden aufgelöst werden. Vor kurzem fand in der Synagoge, die im Jahre 1754 errichtet wurde, eine Abschiedsfeiar statt, zu der sich viele ehemalige Mitglieder der Gemeinde eingefunden hatten. — Mit Beginn des Schuljahres 1936-37 ist der Volksschule der Kultusgemeinde München eine Fortbildungsschule angegliedert worden, die gegenwärtig fast 60 Knaben und Mädchen umfasst. — Geheimer Justizrat Dr. Heinrich Frankenburger-München beging unlängst seinen 80. Geburtstag. Geheimrat Frankenburger hat aussei" seiner Tätigkeit als Anwalt sich vielfach rechtswissenschaftlich hervorgetan und einen Kommentar zum Aktien- und Handelsrecht, veröffentlicht. Von 1927 bis 1934 war er Honorarprofessor an der Technischen Hochschule München. Zwei Jahrzehnte lang gehörte er zum Vorstand der Münchener Kultusgemeinde. — Nordstetten. Die jüdische Gemeinde der Geburtsstadt des Dichters Berthold Auerbach, in der er seisammensetzung wiederum vor die Oeffentlidikeit.Ihm gehören^nem WunSche gemäss nebcil seinen Eltern seine letzte Ruhestätte an Professor Mayer-Mahr (Klavier), Wladislav Waghalter, bis 1933 erster Konzertmeister der Städtischen Oper Berlin (Violine) und Leo Rostal (Violincello). — Rabbiner Dr. Hermann M. Sänger- Berlin hat einen Ruf als liberaler Rabbiner der australischen Synagogengemeinden mit dem Sitz in Melbourne erhalten. Er wird von der Berliner Gemeinde zunächst für die Dauer von zwei Jahren beurlaubt werden. — Dresden. In einer Gemeinde- -ratssitzung der Religionsgemeinde Dresden wurde eine neue gefunden hat, ist aufgelöst worden. Vor kurzem wurde in der Synagoge der letzte Gottesdienst abgehalten. — Stettin. Am l.Juli bestand die Synagogengemeinde Stettin 120 Jahre. Die Gemeinde zählte Ende des Jahres 1935 2153 Seelen, gegenüber 2322 Ende des Jahres 1934. Sie hatte sich frühzeitig der religiös-liberalen Bewegung angeschlossen. An ihr wirkten bekannte liberale Rabbiner, wie Dr. Heinemann Vogelstcin, Dr. Moses Worms, in jüngerer Zeit der jetzt in Berlin amtierende Rabbiner Dr. Max Wiener, Dr. Nollhaus jetzt Pirmasens, Dr. Elk jetzt Haifa. Sommer- Schluß - Verkauf in der Herrenstoff-Etage Nur erstklassige vollwertige Qualitäten deutsch und englisch ED. DE JONGE & CO. Roßmarkt 7" (Fahrstuhl) A. HÖCHBERG Kaiserstrasse IS SOMMER-SCHL USS-VERKÄUF Gemeindeniilglicder berücksichtigt bitte unsere Inserenten! 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