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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-08-01 · 11 (8.1936) · p. Seite 423

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
11 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 423 (sequence 21)
Language
German
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Seite 423 KÜHLSCHRÄNKE Dipl.« Kochu. Heizgeräte, Ofen, Radio, Ing. Beleuchtungskörper, elektr. Arbeiten verkauf _Spannungsumstellunq_ GANZ & JOSEPH Gr Friedb. Str 32 Hof lks. Tel ton 27174 Stadt. konzessioniert Jadische Chronik Berlin. Auf Grund des Gesetzes zur Verhütung von Missbräuchen auf dem Gebiete der Rechtsberatung,, durch das auch die geschäf tsmässige Hilfeleistung in Devisensachen genehmigungspflichtig gemacht wird, ist im Reichsgesetzblatt eine Durchführungsverordnung erschienen. Sie bestimmt, dass Personen unter 25 Jahren und Juden die entsprechende Erlaubnis nicht erteilt wird. Doch sind für Juden und jüdische Vereinigungen, die zur Förderung der jüdischen Auswanderung tätig sind, Ausnahmen möglich. — Durch einen Runderlass der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung vom 7. Juli wird die Frage geklärt, in welcher Weise Personen, die bereits vor dem 1. Juli, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung über die geschäf tsmässige Hilfeleistung in Devisensachen vom 29. Juni, als Devisenberater tätig gewesen sind, bis zur Entscheidung über das von ihnen zu stellende Zulassungsgesuch ihre Tätigkeit fortsetzen können. Neue Anträge solcher Personen können bis zum 31. Juli 1936 oder, wenn sie bis zu diesem Zeitpunkt ihre Zulassung nach der neuen Verordnung beantragt haben, bis zur Entscheidung über ihr Zulassungsgesuch entgegengenommen und bearbeitet werden. Das gleiche gilt von neuen Anträgen jüdischer Devisenberater, die seit dem Inkrafttreten der Verordnung gestellt worden sind; da ihnen jedoch nur die Erlaubnis zur Hilfeleistung in Devisensachen für jüdische Auswanderer erteilt werden kann, besteht hierbei die Einschränkung, dass nur solche Anträge von ihnen entgegenzunehmen sind, die Devisensachen jüdischer Auswanderer betreffen. Weiterhin wird bestimmt, dass alle vor dem 1. Juli von Devisenberatern alter Art, einschliesslich der jüdischen, gestellten Anträge von diesen weiterbehandelt werden können, auch wenn eine Zulassung als Devisenberater nach der neuen Verordnung von diesen Personen nicht beantragt wird. Als Hilfeleistung in Devisensachen jüdischer Auswanderer gilt sowohl die Hilfeleistung für Juden, die auszuwandern beabsichtigen, als auch für solche, die nach dem 3." August 1931 ausgewandert sind. —Die Presseabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Die hebräische Sprachbewegung hat in den letzten Jahren in Deutschland einen ausserordentlichen Aufschwung genommen. Etwa 15000 Jugendliche und Erwachsene lernen zurzeit in Gruppen, Bünden, Zirkeln, Lehrhäusern und Sprachschulen Hebräisch. Für diese grosse Zahl von Lernenden reichen die Lehrkräfte nicht entfernt aus. Die Schulabteilung der Reichsvertretung hat daher einen Lehrgang zur Ausbildung von hebräischen Lehrern für den Erwachsenenunterricht veranstaltet. — Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin hat, den Bedürfnissen entsprechend, ein neues Dezernat für Palästina und Wanderung eingerichtet, das die Koordinierung der Arbeit auf diesem Gebiet innerhalb der Gemeinde in die Wege leiten soll, darüber hinaus u. a. aber insbesondere auch der religiösen und jüdisch-geistigen Versorgung der Auswanderung zu dienen hat. Die Leitung des Dezernats hat das Mitglied des Gemeindevorstandes, R.-A. Dr. Alfred Klee, übernommen. — Der Bildungsverein, begründet von der Jüdischen Reformgemeinde E. V, in der Joseph Lehmann-Schule, Joachimsthalerstrasse 13, wird neben der bisherigen Volksschule eine Jüdische Privatschule für Knaben und Mädchen errichten, die zunächst mit der Sexta zum Oktober ds. Js. eröffnet werden soll. Die Konzession ist bereits erteilt. Der Lehrplan der Schule sieht neben der besonderen Pflege des jüdischen Religionsunterrichtes fremdsprachlichen Unterricht in Französisch, Englisch und Lateinisch vor. Die Leitung dieser Schule liegt in den Händen des Studienrats i. R. Curt Ofner. — Das erste Zentrum der vom Palästina- Amt Berlin organisierten Mittelstandshachschara auf Gut Valentinenhof bei Oranienburg wird in nächster Zeit in Betrieb genommen werden. Die Mittelstandshachschara macht es sich zur Aufgabe, allen denjenigen, die mit eigenen Mitteln (100U Pfund und mehr) in Palästina landwirtschaftlich siedeln wollen, eine gründliche und systematische Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig wird angestrebt, die Teilnehmer der Mittelstandshachschara zu einer Gruppe zusammenzuschliessen, deren Ansiedlung in Palästina im Rahmen der Ansiedlungsarbeit der deutschen Abteilung der Jewish Agency durchgeführt werden soll. — Die Beisetzung der Asche des heimgegangenen Justizrats Dr. Julius B r o d n i t z fand am 29. Juni auf dem Jüdischen Friedhof in Potsdam statt, wo die Familie Brodnitz ein Erbbegräbnis besitzt. An der Feier nahmen neben den Mitgliedern der Familie die führenden Persönlichkeiten des C. V. teil.. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland war durch Ministerialrat i. R. Dr. Hirse!i vertreten. Unter Führung des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam bewegte sich der Zug zur Grabstätte, wo Rabbiner Dr. Rosenthal von der Berliner Jüdischen Reformgemeinde die SOMMER-SCHLUSS-VERKAUF IN DAMENSTOFFEN HRISS ROSSMARKT 8'- Lift Verlangen Sie unsere Anzeigen - Preisliste I ISommerschluss- ■ Verkauf | l Sportu. StrassenSnzüge, Hosen,Gabardlneu.Regen- Mäntel, Lederkleidung usw. zu sehr niederen Preisen EISEMANN Fahrgasse 97 Tel. 23823 Gegr. 1868 I Inserieren bringt Gewinn BANK HYPOTHEKEN IMMOBILIEN Vor dem Autoltaufdie Probefahrt - OPEL Autorisierter OPEL-HÄNDLER WESTEND-GARAGE Inh. Ludw. L. Strauss Garage/ Tankstelle/ Reparaturwerksiätte Frankfurt a. 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