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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-08-01 · 11 (8.1936) · p. Seite 418

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
11 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 418 (sequence 16)
Language
German
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Seite 418 Siegmund Goldschmidf ■ Kaisersfr. 14 Sommer-Schluss-Verkauff Das Spezialgeschäft für Auslands-Wäsche Bernhard Kahn und David Schweitzer, der Council for -German Jewry durch Professor Norman Bentwich, die Jewish Agency for Palestine durch Dr. Werner Senator vertreten; von der Hebrew Sheltering and Immigrant Aid Society of America (HIAS) waren der Präsident Abraham Herman und der Vizepräsident Samuel A. Telsey sowie der Generaldirektor Isaac L. Asofsky erschienen, für die ICA deren Generaldirektor Louis Oungre, für die PICA M. Frank und für die jüdischen Wohlfahrtsverbände Amerikas Dr. Maurice J. Karpf. Max Gottschalk-Brüssel hielt die Eröffnungsansprache über die Arbeit der Hias-Ica Emigration Association im Lauf der letzten zehn Jahre. Bcgrüssungsansprachen hielten Vertreter des französischen Aussenministeriums und des Innenministeriums, Lord Duncannon für das Auswandereroberkommissariat, J. Rubinstein im Namen des Nansenamtes, Dr. Bernhard Kahn, Dr. Werner Senator, der hebräisch sprach, Henri Fuss im Namen des Internationalen Arbeitsamtes, Albert Francois im Namen der Gesellschaft für Wanderungsschutz, Präsident Abraham Herman, Generaldirektor Oungre und Rabbi Liber. Der Vizepräsident der Alliance Israelite Universelle, Professor William Oualid, hielt einen Vortrag über „Die gegenwärtige Lage der internationalen Wanderung". Der Internationalen jüdischen Auswanderungskonferenz ist von der Hias-Ica Emigration Association (Hicem) ein umfassender Tätigkeitsbericht vorgelegt worden, der eine ins Enzeine gehende Übersicht über die Entwicklung jüdischer Auswanderungsbewegung im letzten Jahrzehnt bietet. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, daß das Auswanderungsbedürfnis der jüdischen Massen des Ostens unvermindert anhält. Das ist daraus zu ersehen, daß der Jahresdurchschnitt der jüdischen Auswanderung aus den osteuropäischen Ländern im. Jahrzehnt 1925-1935 gegenüber den Jahren 1881-1925, in denen er 81.000 Menschen betrug, nur um 40% auf etwa 50.000 gefallen ist, obwohl Einwanderungssperre und Einwanderungserschwerung in den meisten in Betracht kommenden Ländern die Möglichkeit einer Wanderhewegung ausserordentlich einschränken. Im letzten Jahr, 1935, hat die Auswanderung mit 81.500 Seelen den Jahresdurchschnitt der Vorkriegszeit sogar Überschritten, während es unter den Nichtjuden Ost- und. Südosteuropas eine Auswanderung so gut wie überhaupt nicht gab. Die grösste Zahl jüdischer Auswanderer, nämlich 186.134, hat in den letzten zehn Jahren Polen gestellt. Im Jahre 1935 allein sind 30.717'Juden'aus Polen ausgewandert. Das Ziel der Auswanderer aus Polen war bei 76.242 Palästina, bei 27.755 die Vereinigten Staaten, bei 15.466 Kanada, bei 38.098 Argentinien, bei 13.098 Brasilien, bei 4 689 die Länder Mittelamerikas, bei 4.378 Uruguay, bei 1550 Australien, bei 3.774 andere überseeische Länder und bei 17.169 verschiedene Länder Europas. Aus Litauen sind etwa 18.000 Juden in den letzten zehn Jahren ausgewandert; sie machten 37% der Gesamtauswanderung aus. In den letzten Jahren ist die nichtjüdische Auswanderung aus Litauen wesentlich zurückgegangen, sodaß der Prozentsatz des jüdischen Anteils an der'Gesamtauswanderung auf 80% gestiegen ist, obwohl die Juden nur 7% der Gesamtbevölkerung ausmachen. Der grösste Teil der jüdisch-litauischen Auswanderung, 4.988 Menschen, ging nach Südafrika. Das neue Einwanderungsgesetz von 1930 hat jedoch die jüdische Einwanderung, nach Südafrika bedeutend eingeschränkt. 1935 konnten nur 165 Personen von dem HICEM-Büro in Kaunas nach Südafrika abgefertigt werden. 3.993 litauische Juden gingen nach Südamerika, und zwar 1.829 nach Uruguay, 1.184 nach Argentinien und 910 nach Brasilien. In die Vereinigten Staaten sind im letzten Jahrzehnt 2.165 Juden aus Litauen eingewandert. Auf Grund eines 1931 getroffenen Abkommens sind 344 litauische Juden nach Biro-Bidschan gegangen. Aus Litauen sind in den letzten zehn Jahren insgesamt 18.888 Juden ausgewandert, davon 6.084 nach Palästina. Von den 6.000 lettländisch-jüdischen Auswanderern des letzten Jahrzehnts gingen 3.100 nach Palästina, 1.000 nach den Vereinigten Staaten. Aus Rumänien sind 22.272 Juden in verschiedene Länder ausgewandert, die meisten nach Nord- und Südamerika, Palästina und Südafrika. Die jüdischen Frontsoldaren in Wien Mit einem Festg'ottesdienst in der Wiener Grossen Synagoge und einer öffentlichen Sitzung im Grossen Musikvereinssaal wurde am 27. Juni der II. Weltköngress jüdischer Frontsoldaten in Wien feierlich eröffnet. An der Eröffnungssitzung im' Musikvereinssaal nahmen über 2.000 Personen teil. Bundesführer Hauptmann Edler von Friedmanm hielt unter dem Motto „Treue zum Vaterland! Treue zum Judentum!" eine. programmatische Ansprache. Es folgten Begrüssungsworte der Vertreter jüdischer Frontkämpferverbände aus sechzehn Ländern sowie von Vertretern städtischer und staatlicher Behörden. IM L.EP5TEIN SCHILLERST«. 2 Auch im Sommerschlußverkauf ist meine Parole: nur Oualitätsware! Aber jetzt: Reste ganz billig! 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