Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-08-01 · 11 (8.1936) · p. Seite 417

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
11 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 417 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3094266-3094426-3094437--5325-3100137
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seife 417 rabbi Dr. J. Hertz liiess die Teilnehmer an der Konferenz willkommen, deren Stieben es sei, die Wohlfahrt und Gesundung unseres Volkes zu fördern. Soziale Gerechtigkeit und Menschenfreundlichkeit zu sichern, sei die vornehmste Tugend. Dr. Claude G. Montef iore bezeichnete es als etwas Wunderbares, dass jüdische Männer und Frauen sich durch keinerlei Schwierigkeiten davon abschrecken lies?en, zusammenzukommen, um zu versuchen, für all das Uebel, das über die Judenheit gekommen ist, eine Lösung zu finden. Diese Konferenz werde den jüdischen Sozialarbeitern eine bessere Erfassung der Probleme und ihre Lösungen durch Austausch von Erfahrungen mit Sozialarbeitern anderer Gemeinschaften ermöglichen. Sir Osmond d'Avigdor Goldsmid sprach über die soziale Entwicklung in der Weltwirtschaft. Die heutige Sozialarbeit zeige überall die Tendenz, von blosser Unterstützung zu konstruktiven Aufgaben überzugehen. Der Gedanke hierbei sei der, junge Menschen unabhängig und tüchtig zu machen, würdig ihres Landes und ihres Glaubens. — Der nächste Eedner, Dr. M. J. Karpf, befasste sich mit der sozialen und Aufbauarbeit im Judentum. Er ging davon aus, dass es die Aufgabe der Dritten Internationalen Konferenz für Sozialarbeit sei, die in der Arbeit stehenden Menschen dazu zu veranlassen, Ziele ins Auge zu fassen, die über den Kähmen der Tagesarbeit hinausgehen. In Vertretung von Generaldirektor Louis Oungre hielt Herr Girmounski ein Referat über Gegenwaitsprobleme der Wirtschaftshilfe. Er betonte, dass niemals vorher Hilfe für Juden dringender gewesen sei als heute. So notwendig es auch sei, die Auswanderung zu fördern und Hilfe in den Einwanderungsländern zu leisten, so bestehe andererseits doch auch die Notwendigkeit, Hilfe unmittelbar dort zu gewähren, wo sie gebraucht wird. Einen wesentlichen Faktor bei den Ursachen der jüdischen Not, so führte der Eedner weiter ausfliege in der falschen Berufsgliederung. Die Bestrebungen der letzten Zeit, den Weg vom Erzeuger zum Verbraucher abzukürzen, hätten bei der jüdischen Bevölkerung, die zu einem grossen Teil den Vermittlungsberufen angehört, zu einer schweren Wirtschaftskrise geführt. Darum müsse durch phtnmässige berufliche Orientierung und Umschulung zu neuen Berufen eine Anpassung an die gegebenen Verhältnisse herbeigeführt werden. Angesichts der dringenden Not seien allzu teure und umfassende Massnahmen bei der Umschulung zu vermeiden. Zum Schluss erklärte Dr. Karpf, es sollte die Aufgabe dieser Konferenz sein, aus den Erfahrungen aller Länder zu lernen und diese Erfahrungen bereitwillig und ohne Neid zu vergleichen. Das grosse Ziel der Konferenz sei es, die Mithilfe aller derjenigen zu gewinnen, die gewillt sind, ihren Nächsten zu helfen. Der Nachmittag war den Beratungen einzelner Fachgruppen gewidmet, die nach Uebereinkunft mit den entsprechenden Gruppen der allgemeinen Konferenz jüdische S p e z i a 1 p r oblerne auf den betreffenden Gebieten erörterten. — Am Abend wurde eine Arbeitsgemeinschaft (SympoRCon) über „Aufbau des jüdischen Lebens durch Berufsschulung und Jugendwohlfahrt" veranstaltet. Hicem in Paris In Paris wurde in Anwesenheit von sechzig Delegierten aus den Vereinigten Staaten, Südamerika, Australien, Südafrika und anderen Ein- und Durchwanderungsländern, die von der HIAS- ICA Emigration Association (HICEM) einberufene internationale Konferenz für Auswanderungs fragen eröffnet. Das Völkerbundsoberkommissariat für Auswandererfürsorge war durch Lord Duncannon; das Joint Distribution Committee durch Direktor Besonders preisw. Angebote Bett-, Tisch-, Leib- Tricotwäsche, Strümpfe, Handschuhs — Reisemuster, Schlafanzüge, Röcke, Nachthemden. Beginn 27. Juli Beachten Sie unsere Auslage / R. & J.Marx Liebfrauenstrasse 2 Stepp« und Daunendecken erstkl. Ausf. große Auswahl, sowie Umarbeitungen auch aus Daunen-Oberbetten äußerst billig. Spezlaldecken für Auswanderer jetzt Gärtnerweg 6 "Nähe Eschenheimer Tor Sofie Katz LEIDENHEIMER'S IPR ALB NE M u.Tee-Gebäck EigeneHerstellung . Täglich frisch KalbädlergdSSe 5i:. (Kein Laden) Tel. 29174 Bing Limonaden^ ___ Service i»#JIM*:WTXKF 7-tI?- ab RM- 2a4S Kaiserstr. 4 EiSSetVICe Kühlschränke Klelnmöbel aller führenden Fabrikate preisweit und gut) Anzeigen-Annahme: M. ISAAC & Co. Frankfurt a. M., Reineckstr. 17-19 Tel. 24888 Raumnot und Aufbaumöbel Stahlmöbel Ein- und Zweibeft- Patent c o uch Zur Auswanderung und Neueinrichtung Möbel- Vertriebs gesellschaf m. b. H. H. Neue Kräme 28-30 Schuhinstandsetzung 1 Anton Schiff lief erstkl. u eleg. Qualitätsarbeit z.| mäß. Preis. Strecken u Weiten-.30 Oed er weg 51 LADEN Tel. 53493 Gem.-Mitgl. UHREN¬ FUCHS Inh. E. van Gelder Reiche Auswahl — Billige Preise JUWELEN ZEIL 65 (Konstabter Wache) Eigene Reparaturwerkstatt HolzHandlung ]ul. Lilienstein Hanauer Landstrasse 104 Telefon 43241 Bretter aller Art / Kistenteile Schreinerhölzer / Dachpappe Im Sommer » Schluß »Verkauf SCHIRME besonders billig bei ISEMANN KONSTABLER WACHE Mass - Oberhemden Erstkl. Ausfuhrung, gr. Auswahl englischer u. deutscher Popeline Verlangen Sie unverbindl. Muster Gebr. Bergmann, WÜlelshaeherüle 11 Telefon 45878 I W**V&*^UA Letaültei Weine SDiPÜM 3<J/o Rabatt I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.