Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 10 (7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 388 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 388 Die Hilfe Dem Geschäftsbericht der Yersicherungs-Vereins A. G. „Die Hilfe" entnehmen wir folgende Ausführungen: Trotz verstärkter Auswanderung und der durch das Eintreten in das 4. Geschäftsjahr entstandenen Rückkäufe ist das Ergebnis des abgelaufenen Jahres sowohl in Bezug auf den Eingang von neuen Anträgen als auch auf den Eingang der Prämienzahlungen als zufriedenstellend zu bezeichnen. Am Ende des Berichtsjahres waren 10 264 Mitglieder mit BM. 6.045.000.— Versicherungssumme vorhanden. Für Sterbefälle allein wurde der Betrag von rund RM. 35.000.— im Jahre 1935 ausgezahlt. Auch im abgelaufenen Jahr konnten auf Grund der vorhandenen Empfehlungsverträge an verschiedene Landesverbände, Gemeinden und Organisationen entsprechende Beträge für deren Wohlfahrtseinrichtungen abgeführt werden. Der Rückgang der Einnahmen von Beerdigungsgebühren bei den Groß-Gemeinden zeigt, immer mehr, daß nur durch eine Sterbeversicherung unserer Art die Gemeinden vor weiteren großen Einnahme-Ausfällen geschützt werden können. „Die Hilfe" ist der einzige selbständige jüdische Versicherungs- Verein. Er untersteht der Aufsicht des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung. Telegrammablösungen Um vielfach geäusserten Wünschen zu entsprechen, geben wir bekannt, -daß Telegrammablösungen für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (pro Stück 50 Pf.) bei den untenstehenden Vorstandsmitgliedern, in der Geschäftsstelle Hans Handwerkstr. 3 und im Heim des Jüdischen Frauenbundes Neu-Isenburg zu haben sind: Frau Paula Nassauer, Myliusstrasse 44, Frau Ella Werner, Mittelweg 10, Frau Recha Rothschild, Am Tiergarten 2, Frau Erna Bergel, Ravensteinstrasse 3, Frau Therese Freimann, Hans Handwerkstrasse 1, Fau Stephanie Forchheimer, Schumannstrasse 9, Frau Helene lgersheimer, Beethovenstrasse 24, Frau Aenne Kamberg, Offenbach, Körnerstrasse 12, Frau Else Katz, Friedrieb Strasse 3, Frau Flory Oppenheimer, Grillparzerstrasse 45, Frau Meta Posen, Fichtestrasse 8, Frau Bertha Schiff, Liebigstrasse 52,- Frau Jenny Wolf, Morgensternsträsse 41. Gedenkfeier für Bertha Pappenlieim Am 28. Juni fand im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg eine-schlichte vom Jüdischen Frauenbund und der Heimkommission veranstaltete Gedenkfeier für- Bertha Pappenheim statt. Die 2. Vorsitzende des Bundes, Frau Cora Berliner, überbrachte den Dankesgruss des, Bundes an seine Gründerin. Die Gedenkrede hielt Paula Nassauer -Niedermayer, die jetzige Vorsitzende des Isenburger Heims. In Worten, die ihre tiefe Verbundenheit mit dem Wesen und Wirken Bertha Pappenheims zeigten, zeichnete sie ein Bild ihrer Persönlichkeit, das die Verblichene durch eigene Aussprüche und Betrachtungen lebendig werden Hess. Die einfache, doch sehr eindrucksvolle Feier wurde von Chören umrahmt, die Heimkinder sangen. Der Mädchenklub ehrt Bertha Pappenheim Zum ehrenden Andenken an Fräulein Bertha Pappenheim s. A. veranstaltete der Mädchenklub eine Trauerfeier. Im Mittelpunkt stand eine warme, tiefempfundene Rede von Frau Irene Darmstädter: „Wir hier im Mädchenklub haben sie wahrhaft als Mutter kennen gelernt. Wie viele Seelen hat sie zu Gott geführt, und das heisst nach dem Ausspruch unserer Weisen, hat sie geboren." Fräulein Bertha Pappenheim war die Gründerin des Mädchenklubs und hat über drei Jahrzehnte mit überlegenem Geiste und warmfühlendem Herzen die alten und jungen Mitglieder mit Rat und Tat, Hilfe und Trost gestützt. — Auch Frau Eliadis, Fräulein Dr. Fuchs und andere Klubmitglieder rühmten die edle, unvergessliche Persönlichkeit. Fräulein Babad las mit warmer Herzlichkeit „Vision" von Bertha Pappenheim. Umrahmt war die Feier von einem beseelt vorgetragenen Violinkonzert von Fräulein Eldodt. Fräulein Margrit Oppenheimer bewährte sich als Begleiterin vortrefflich. Ferienanzeiger des Gemeindeblatts Die Anzeigenverwaltung des Israelitischen Gemeindeblatts, Reineckstr. 17/19, hat über die im Gemeindeblatt inserierenden Hotels und Pensionen eine Auskunftsstelle errichtet. Die Gemeindemitglieder erhalten dort kostenlos Auskunft und, soweit vorhanden, kostenlos Prospekte dieser Hotels. Wir bitten, regen Gebrauch von dieser neuen Einrichtung machen zu wollen und sich beim Besuch dieser Hotels auf unseren Ferienanzeiger zu beziehen. Die Anzeigenverwaltung Cafes, Gaststätten u. Mittaqstisch MITTAG. UND ABENDTISCH PENSION ORNER Allerheiligenstrasse 76 Neu eingeführt: UljßDflBSSßllnactl Wa^'' ^ia*len * mit ■ l Getränke außer Freit, u. Sonnt. H Anzeigen-Annahme: M. ISAAC & Co. Frankfurt a. M.f Reineckstr. 17-19 Tel. 24888 Konditorei und Cafe Julius Grünebaum Hanauer Landstr. 4 Tel- 44161. FfifflMlirl 8.M.ÄP?Haup1bahS Telefon 32627 Europäischer Hof Hotel / Restaurant gut bürgert. Haus, fließ. Wasser, Zimmer 2.50 u. 3.—RM. Besitzer: Saly Blum In vornehmer, ruhiger Lage (Nähe Baden-Baden) sind von Musiklehrerin r. d. per sofort 2 möblierte ineinander gehende Zimmer, Wohnu. Schlafzimmer in modernem Hause an ältere Dame oder Herrn zu vermieten. Evtl. Küchenmilbenützung. — Preis incl. Frühstück M. 60.— Off. unt. U. 100 an die Anz.-Verwaltg. Reineckstr. 17-19. 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