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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-07-01 · 10 (7.1936) · p. Seite 387

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
10 (7.1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 387 (sequence 25)
Language
German
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Seite 387 80. Geburtstag 21 Juni: Julius Berg, Klüberstrasse 14 75. Geburtstag 3. Juli: Frau Rosa Steinhardt geb. Sctiühlein, Zeil 29 20. Juli: Moses S al o m o n, Martin May Strasse 17 70. Geburtstag 20. Juni: Fräulein Emilie B e h r, Theobald Christstrasse 2 2. Juli: Frau Sophie Neu mann geb. Rosenthaler, Röderbergweg 77 22. Juli: Ludwig K o p p e 1, Leerbachstrasse 45 25. Juli: Frau Emilie Hirsch geb. Heinemann, Seehofstr. 8 28. Juli: Jakob Frank, Bockenheimerlandetrasse 83 60. Geburtstag 13. Juli: Emil Münster, Taunusstrasse 40 Silberne Hochzeit 11. Juli: Leon Gorbitz und Frau Anna geb Lipschitz, Schafergasse 15 16. Juli: Carl Chambre und Frau Lina geb. Finsterwald, Jahnstrasse 18 - Geschäftsjubiläum Am 1. Juli 1936 konnte die Textilwarenfirma L. Eosenthai, Egenolffstrasse 20, auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Anstalten und Vereine Der Reichsverband der Jüdischen 'Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Herr Reichskulturwalter Hinkel hat uns unter dem Aktenzeichen SJ. 723 am 25. Mai 1936 aufgefordert, unseren aktiven Mitgliedern mitzuteilen, dass eine Mitwirkung von Mitgliedern des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde an Veranstaltungen des Reichsverbandes nichtarischer Christen untersagt ist. Wir bitten Sie, hiervon Kenntnis zu nehmen, da eine Genehmigung zur Mitwirkung an solchen Veranstaltungen nicht erteilt wird. Vertragliche Verpflichtungen dieser Art sind von vornherein abzulehnen. Schulferien und privater Musik-Unterricht Die Jüdischen Tonkünstler Frankfurts weisen im Hinblick auf die bevorstehenden Ferien erneut darauf hin, dass die Musik- Pädagogen verpflichtet sind, auch während der Ferien ihr Monatshonorar zu beziehen. Da Nichteinhaltung dieser Verpflichtung eine Bedrohung ihrer Existenz nach sich ziehen würde, bitten die Musik-Pädagogen das Publikum um verständnisvolles Entgegenkommen. Palästina-Abend der Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen , Am 18. Mai veranstaltete die Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen in der Aula des Philanthropins einen Palästina- Abend, an dem 4 Referenten die Eindrücke ihrer Palästinareise von verschiedenen Gesichtspunkten aus wiedergaben. Zuerst berichtete Fräulein Studienassessorin Emmy Cohen über die gemeinsame Palästinareise von 14 Lehrern "und Lehrerinnen im März dieses Jahres. Sie sprach über die Zusammensetzung der Reisegesellschaft, die Aufstellung und Durchführung des Reiseprogramms. Zum Schluss ihrer Ausführungen gab sie eine Schilderung der palästinensischen Landschaft. — Der 2. Redner des Abends, Herr Diplomhandelslehrer ß. Schiff, behandelte die Wirtschaftsprobleme des Landes. Er sprach über die auffallend starke Bautätigkeit in den Städten, über die grossen Unterschiede in der Lebenshaltung der verschiedenen Bevölkerungsteile undüber Einfuhr und Konsum. Herr Waisenhausinspektor J. MaTX. berichtete vor allem über die Unterbringung von Jugendlichen in Palästina durch die Jugend-Alijah und ihre erfolgreiche Betätigung nach erfolgter Berufsumschichtung. Dem 4. Redner, Herrn Studienrat Dr. M. Salomon, war die Aufgabe zuteil geworden, nach den behandelten Einzelthemen allgemeine Gesichtspunkte - herauszustellen. Er sprach mit Begeisterung von den vitalen Kräften, die besonders in den Siedlungen des Landes spürbar seien. Ein neuer Menschentyp ist dort entstanden, der in mühevollster, aufopfernder Arbeit sein Leben für den Aufbau des Landes einsetzt und., auf. allen Gebieten um neue Lebensformen und Inhalte ringt.1' Im Anschluss an die Referate war den Zuhörern Gelegenheit geboten, die Palästinaausstellung des Philanthropin, über die wir bereits berichtet haben, zu besichtigen. ■& S. Jüdische Lehrer und Lehrerinnen! Wie uns bekannt geworden ist, sind in letzter Zeit viele Amtsbrüder von auswärts hierher verzogen. In eigenem, wie im> Interesse der Gesamtheit bitten wir diese Kollegen dringend, sich uns anzuschliessen und unsere Versammlungen zu besuchen. Frankfurt a. M., 15. Juni 1936 Für die Vereinigung jüdischer Lehrer undf Lehrerinnen in Frankfurt a. M. Dr. Julius Höxter Für den Verbandsvorstand J. B. Levy .jTraumsommcrnacht" Unter diesem Titel veranstalten Ende1 Juli (genaues Datum wird in Kürze durch Plakate bekanntgegeben) einige bekannte Frankfurter Bühnenkünstler einen Bühnenabend. Darsteller sind: Trude Auerbach-Rosenbusch, Edith Eisenheimer, Sofie Seligmann, Hans Assenheim, Alfred Auerbach, Max Firnberg. Bühnenbild: Fritz Schames. Karten ab Anfang Juli in den bekannten Vorverkaufsstellen. Geselliges Zusammensein bei der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Körperbeschädigter >i Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Körper-, behinderter fanden sich am 9. Juni im Turnsaal des Kinderhorts zu einem geselligen Zusammensein ein. Edith Eisenheimer trug, begleitet von Max Pirnberg, Operettenschlager vor, die herzlichen Beifall hei den Erschienenen fanden. Verein znr Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. hat am 2. Juni d. J. seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Vor Eintritt in die Tagesordung gedachte der die Versammlung leitende stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Herr Rechtsanwalt A. Horovitz, in herzlichen Worten des jüngst verstorbenen Herrn -Alfred Schwarzschild s. A., der dem Vorstand mehr als 50 Jahre und fast 2 Jahrzehnte als Vorsitzender angehörte. Der Mitgliedsbeitrag für 1936 wurde wieder auf RM. 9.— festgesetzt. Bei der Verlosung von 2 Aussteuern erster Klasse aus 1935 von je RM. 2000.— Avurden die Nummern 3 und 241 gezogen. Den Mitgliedern, die diese Beteiligungsnummern besitzen, steht das Recht zu, den genannten Betrag .als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemässen Bedingungen entspricht. — Ferner hat der Vorstand beschlossen, acht Aussteuern zweiter Klasse von je RM. 400.— am 27. August d. J. zur Vergebung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern zweiter Klasse ist jedes jüdische Mädchen, das den Bedingungen der - Satzung genügtr-öhne irgend eine Zahlung zugelassen.. Anmeldungen haben von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vormündern bis zum 27. Juli d.-J. bei Herrn Wolfgang Auerbach, . Gervinusstrasse 10, vorm. £—9 Uhr, zu geschehen. D<?r Verein lädt auch hiermit zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein. Jedes MitgKed erhält mit der Quittung über den Jahresbeitrag seine Beteiligungsnumraer für die ■•. _f. Verlosung der Aussteuern erster Klasse aus 1936. Der Betrag '"" der Aussteuern erster Klasse übersteigt wesentlich die Summe der -Mitgliedsbeiträge, da der - Verein einen bedeutenden Betrag •;--HusVdeir-Zinsen-seines Kapitalvermögens hinzufügt. Freilich e'rhält dasgewinnende-Mitgrted nicht den Betrag der Aussteuer für ' ," sich selbst-sondern nur das-*"Recht,, ihn einem minderbemittelten Mädchen, das auch mit ihm verwandtsein darf, als Mitgift zu überweisen. Der Verein Wohltätigkeit weist auf seine Sterbekasse und seine Leistungen»,, während * der Trauertage bei seinen Mitgliedern hin. - Vereinsleiter ist Bernhardt K a r p f, Sandweg 29.

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