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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-07-01 · 10 (7.1936) · p. Seite 384

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
10 (7.1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 384 (sequence 22)
Language
German
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Seite 384 Stoffe und Wäsche kaufet man stets preiswert ein bei: __ TEXTIL-KAUFHAUS . Leipzigerstr. 14, Nahe Bockenheimer Warte Seligmann Lt. Protokollauszug des Vorstands gelangt der in der Sitzung der Gemeindevertretung vom 7. Mai 1936 gestellte Antrag des Herrn Gerlich und Gen. betr. Erteilung des hebräischen Unterrichts am Philanthropin zur Beratung. Hierzu liegt ein ausführlicher Bericht des Schulrats des Philanthropins vor, der in der Vorstandssitzung von Herrn Sanitätsrat Dr. Ettlinger mündlich ergänzt und erläutert worden ist, insbesondere dahingehend, daß bei den Verhandlungen im Schulrat der Begriff des in der Anfrage der Fraktion der Jüdischen Volkspartei erwähnten „Volkskundeunterricht" noch nicht vollständig habe klargestellt werden können. Ueber diesen Punkt werde innerhalb des Schulrats weiter verhandelt werden; einstweilen sei aber davon ausgegangen worden, dass wohl unter Volkskunde alles zu verstehen sei, was überhaupt jüdisches Wesen und jüdische Geschichte berühre (insbesondere Sitten, Gebräuche, Ueberlieferungen, Religionsgeschichte, psychologische Gestaltung des jüdischen Menschen, Rasseprobleme, Palästinakunde u. a. m.) und es sei daher auch zu diesen Fragen in ihrer Allgemeinheit zu dem Bericht des Schulrats Stellung genommen. — Der Vorsitzende schlägt vor, da das Material, noch nicht vollständig vorliege, die Beratung über diese Angelegenheit zunächst zu vertagen, um doppelte Erörterungen zu vermeiden, Herr Dr. Pomeranz bittet jedoch um eine kurze Diskussion, da das bereits vorliegende Material seiner Fraktion Anlass gebe, zu zwei Punkten jetzt schon Stellung zu nehmen. 1.) „Jüdische Volkskunde". Mit jüdischer Volkskunde sei das gemeint, was in umfassenderer Formulierung als Judentumskunde bezeichnet werde. Unter Judentumskunde sei aber nicht gemeint, dass man das, was bisher von jüdischen Institutionen gelehrt wird, umbenennt. Gemeint sei vielmehr das Wissen um Vergangenheit und Gegenwart, methodisch und pädagogisch dargestelt als eine geschichtliche Einheit, die über die klassische Zeit hinaus Gegenwartskunde betreibt. Es genügt nicht die Darstellung der alten Sitten und Gebräuche zusammengefasst in einer Lehrstunde, sondern der gesamte Lehrplan müsse mit diesem Wissen durch- Mit den großen, modernen Schnelldampfern der ItaliaCosulich fahren Sie in 6^ Tagen nach New Yor k 12Tagen nach Rio de Janeiro 15Tagen nach Buenos Aires 15TagennachK apstadt Eildampferdienste nach Australien, Zentral- Amerika und Südwestküste (Chile, Peru) Auskunft" und Buchungen durch Italia-Cosulich Kaiserstr. 20 Tel. 23755 tränkt sein: im Geschichtsunterricht, im geographichen Unterricht, in der Palästinakunde und im deutschen Unterricht. Es müsse vermittelt werden: das Wissen von der Lage der Juden in der Welt, vom Leben des jüdischen Volkes, der jüdischen Gemeinschaft, vom kulturellen Leben, von der politischen Lebensform in den verschiedenen Ländern des Galuth, von den Formen der Emanzipation, von der nationalen Autonomie. Weiterhin müsse gelehrt werden: die vergleichende Darstellung der Wirtschaftslage der Juden in der ganzen Welt. Die bisher bestehende A P. I., (Arbeitsgemeinschaft Probleme des Judentums), die ähnliche Themen behandelt, sei nicht die Verwirklichung dieser Forderung. Diese A. P. I. sei an sich zu begrüssen und müsse für die Zukunft eine zusammenfassende Arbeitsgemeinschaft mit induktiver Methode für diejenigen Schüler sein, die im übrigen in ihren Lehrstunden jenen Unterricht schon genossen haben. 2.) Hebräischer Unterricht. Das vom Schulrat vorgelegte Material sei seiner Fraktion nicht übersichtlich genug, bei aller Anerkennung des guten Willens und der unbestreitbaren Fortschritte, den der hebräische Unterricht gegen die Vorjahre zu verzeichnen habe. Da es sich hierbei um eine Lebensfrage der Gemeinschaft handle, müsse der Unterricht in verstärkter Form erteilt werden. Er Am 27. Juli erscheint die grosse Sommer- Schlußverkauf Nummer des Gemeindeblatts Ueber 7000 Frankfurter Familien lesen das Gemeindeblatt. Deswegen inserieren Sie vor allen Dingen im Gemeindeblatt .Zeitige Textlieferung erbeten. Vorschläge u. Kostenberechnung bereitwilligst. Die Anzeigen -Ve r w a I tu n g des Israelitischen Gemeindeblatt . ISAAC & Co. Reinecksfrasse 17-19 Telefon 24888

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