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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-07-01 · 10 (7.1936) · p. Seite 380

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
10 (7.1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 380 (sequence 18)
Language
German
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Seite 380 Für die Sommertage BILLIGE SEIDENSTOFFE Leinen — Wasdisfoffe Der moderne Stoff mit aparten Musterungen in sehr vorteilhafter Preislage. Segr. 1 870 An der Hauptwache schränkuugen ist der Film sehenswerter als so manches gleichgiltige, ein gegebenes Thema zum 101. Male variierendes Kinostück. „Sein Feld ist — immerhin — die Welt"! Schülerkonzert Rose Loening Ein Konzert von Schülerinnen der Gesangspädagogin Rose Loening in der Arnold Lazarus-Halle zeigte erfreuliche Leistungen der konzertierenden jungen Damen. Der starke Beifall galt verdientermassen der bewährten Lehrerin, ebenso wie den Ausführenden. Clara Michelson: Jüdisches Kind aus dem Osten. Philo- Bücherei. Das neue Bändchen der Philo-Büeherei enthält zwei Geschichten. Sie sind unter einem Titel zusammengefasst, der das Gemeinsame kehnzeichnet, der aber doch nicht glücklich ist, weil er nach ethnographischer Schilderung, nach Benennung eines Bildes klingt und gar nicht das Erzählende erwarten lässt. Auch die Vorbemerkung stört. Die Erzählungen müssen durch sich wirken. Dass sie zwei Kreise aus der Welt des Judentums im Osten vorführen, wie das Leben dieser beiden Kreise die Menschen in seinem Bann hält, das muss und wird der Leser auch ohne eine Einführung empfinden. Wenn man aber vorwegnimmt, was erst durch Besinnen und Miterleben erfasst werden kann, dann erweckt man den Eindruck des Abstrakt-Lehrhaften. Das ist schade, denn die Geschichten sind nicht schlecht erzählt. Niederdrückend sind sie beide. Die kürzere — und bessere — AisikOrmermanns erste Reise, zeichnet ein enges jüdisches Proletarierdasein: die Arbeit des armen und doch innerlich heiteren Buchbinders Peißel Ormermann in der feuchten Kellerwohnung, das Mitverdienen seiner hässlichen, rührigen Frau, der roten Chaje, die sich als Händlerin, aber auch als zähe, scharf vordringende Bettlerin durchsetzt. Dass sich der kleine Äisik in dieser schrecklichen Atmosphäre wohl fühlt, dass ihm seine erste Reise, die Fahrt in eine Ferienkolonie, wie ein Unglück erscheint, dass er sich gegen den Aufenthalt im Wald, in POPELINE HEMDEN feinste Stoffe mit ehem. verstärktem Kragen 6.90 MASSHEMDEN in und ausländische Stoffe von 9.50 an Leichte SOMMER-UNTERWÄSCHE, Kniehosen, Hemdhosen in Knüpftrikot u. Seide Vollständige WÄSCHE-AUSSTEUERN E.DAVID&MEYER Goethesirasse 18 dem sonnigen, sauberen Ferienheim so lange sträubt, bis er sich die Zurückbringung zu den Seinen erzwingt — das ist bitter. Aber es ist gut beobachtet, und es ist glaubhaft. Die zweite Geschichte: Das Leben des Kindes Chaim wirkt nicht so natürlich. Der kleine frühreife Dulder, der ganz Geist ist, stellt eine Gestalt aus dem Kreis des „Lernens" dar, „das — wie das Vorwort etwas gespreizt sagt — hoch über dem Alltag der Menschen steht, das sie mit. ihrer ganzen Seele, mit ihrem ganzen Sein in sich hineinsaugt". Wenn man so das „Lernen" kennzeichnet, dann muss man auf die Lernenden, die das Kind umgeben, auch etwas Licht fallen lassen, dann muss die Welt, in der Chaim lebt, nicht als so verständnislos dargestellt werden. Der Gheder mit seinem beschränkten und rohen Lehrer, der seinen besten, von ihm selbst als gottbegnadet erkannten Schüler furchtbar misshandelt, mag nach der Wirklichkeit geschildert sein. In einer Geschichte, die eine Idealgestalt aus dem Kreis des „Lernens" heraushebt, muss man auch die Gemütswerte erkennen, aus denen so viel Frömmigkeit und seelische Grösse erwachsen kann. In einer Umgehung aber, die nur Zerrbilder enthält, wirkt dies alleä und insbesondere auch der Opfertod des Kindes nicht überzeugend. S. H. Neuhebräische Gespräche Im Verlag „Kedem" Berlin-Charlottenburg erschien eine kleine Sammlung „Neuhebräische Gespräche" mit hebräisch-deutschem Wörterverzeichnis von Dr. Abraham E a n d,Leiter der hebr. Sprachkurse der Zionistischen Vereinigungen in Frankfurt a: M. und Darmstadt. Wer in diesen Jahren die vielen Anstrengungen verfolgt, die Juden zum Erlernen der hebräischen Sprache machen, wird dabei immer wieder auf Klagen gestossen sein, wie schwer es ist, diese Sprache in der Tat sprechen zu lernen. Selbst wenn man es fertig gebracht hat, in Grammatik und „Art der Sprache" etwas einzudringen — und hierfür gibt es ja eine-Eeihe von Lehrbüchern — bleibt noch die grosse Not der Uebung im Sprechen. Dieser Not will diese Sammlung steuern, indem sie zusätzlich zu den Lehrbüchern kleine, an Schwierigkeit pädagogisch geschickt aufgebaute Gespräche gibt. Erwachsen aus der Erfahrung in einer grossen Zahl von Kursen und in reicher Tätigkeit mit EinsiaSxtnGi für Damen und Herren Goethe-Schuhhaus GOETHESTRASSE 28 Stepp- und Daunendecken trstkl. Ausf. große Auswahl, sowie Umarbeitungen auch aus Daunen-Oberbetten äußerst billig. 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