Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 8 (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 301 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 301 SPEZIALITÄT: JANTZ EN-BADE* ANZÜGE FRANKFURT A. M._BLEIDENSTR. 3/5 Ein Schumann-Abend Der deutsche Romantiker Robert Schumann ist in einem lie benswerten, Teil seines Schaffens von der Dichtung Heinrich Heines angeregt worden, deren empfindsame Lyrik er im Zyklus „Dichterliebe" wundervoll erfasst und in Töne gekleidet hat. So durfte in Erinnerung an den 80. Todestag des sächsisch-rheinischen Meisters auch in unseren Kreisen getrost erneut auf sein längst wieder zu vollen Ehren gekommenes Werk hingewiesen werden. Hans As Senheim, der für diese, Leid und Liebe in allen Schwingungen spiegelnden Lieder einen warmen weichen Bariton und Ausdruckskraft mitbringt, sang sie in einem Konzert in der Westendsynagoge wiederum mit gutem Erfolg. Bis auf einige Uebergänge von der mittleren zur hohen Lage, ist die Stimme Jetzt schön ausgeglichen, die Gesamtwirkung durchaus erfreulich. Wie schon öfter begleitete ihn Dr. Willy S a 1 oiii o n als feinsinniger, durchaus kundiger Spieler des bei Schumann so bedeutsamen Klavierparts. „Bilder aus Osten", sechs reizvolle Impromptus für Klavier zu vier Händen, hatten den Abend eingeleitet; Alice Rosenbaum, die auch einige der hübschen Miniaturstücke aus den „Waldscenen" und die Novelette in F- Dur mit gxitem Gelingen beisteuerte, spielte sie in Gemeinschaft mit Dr. Salonion. Ein verhältnismässig zahlreiches Publikum spendete den Künstlern dankbaren Beifall. g. seh. Frankfurter Künstler auswärts Alfred Auerbachs Hörspiel „Eleonora Duse" (Die Schauspielerin und der Schriftsteller) wurde von dem oberitalienischen Sender Lugano zur Erstaufführung in italienischer Fassung angenommen. Der Bericht über das Konzert von Alexander Kipnis befindet sich äuf Seite 315. 11 Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Religionsunterricht an den öffentlichen höheren Schulen Das Städtische Schulamt Frankfurt a/Main gibt dem Gemeindevorstand soeben Kenntnis von einem Erlass des Herrn Reichs- und Preussischen 3Iinisters für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, wonach künftig an den höheren städtischen Schulen der jüdische Religionsunterricht nicht mehr erteilt werden darf. Der Religionsunterricht wird zu den gleichen Zeiten wie bisher, nur in anderen Räumen, ohne Unterbrechung weitergeführt werden. Ffm., 22. Aprü 1936 DER VORSTAND DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE Schulgeldzahlungen für das Philanthropin Es wird hierdurch nochmals darauf hingewiesen, dass die Schulgelder ausschließlich an die S c hu 1 g el dk a s s e des Philanthr opins, Fahrgasse 146, (Postscheckkonto Ffm., No. 14) zu entrichten sind. Die Kasse ist geöffnet werktäglich von 8V2 bis 12 y2 Uhr. SCHULRAT DES PHILANTHROPINS Museum jüdischer Altertümer — Rothschild-Museum Die Oeffnungszeiten des Museums sind künftig: Montag bis Freitag von 10—13 Uhr, sowie jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 10—13 Uhr. Der Eintritt ist frei Gemeindebibliothek Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13 und 16—17 Uhr; Freitag 12—13 Uhr.. Mittwoch; 19—21 Uhr Xi(?SGZCitdl! Samstag: IOV2—13, 15%—18 Uhr; Dienstag: 19—21 Uhr; Donnerstag: 19—21 Uhr. Sprechstunden der Gemeinderabbiner Dr. Hoff mann, Dominikanerplatz 16, Fernspr. 22024, 15—16 Uhr — Dr. Horovitz,Unterlindau 21,Fernspr. Maingau 77963, 15—16% Uhr (ausser Mittwoch) — Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56920, löVa—I6V2 Uhr — Dr. Seligmann, Böhmerstr; 9, part., Fernspr. Nr. 511S4, 17-18 Uhr; ferner in der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa", Theobald Christstr. 6, Fernspr. Nr. 45673, Donnerstags 10—12 Uhr, 15—16 Uhr, außer Montag — Rabbiner Kirschbaum, Rabbinatsassessor, Rotteckstr. 11, Fernspr. Nr. 45281, täglich 14-^15 Uhr — Dr. L e m 1 e, Miquelstraße 3, Fernspr. Maingau 75185, Freitags 9—11 Uhr — Gefängnisseelsorger Dr. Braun, Im Sachsenlager 13, Fernspr. Nr. 55135, 15—16 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes Grabsteine Auf unseren Friedhöfen, insbesondere auf den Friedhoferi an der Rat-Beil-Straße und in Bockenheim, befinden sich eine Anzahl Grabsteine, die nicht mehr standsicher sind, so dass sie umzustürzen drohen. Die Verfügungsberechtigten sind haftpflichtig und werden aufgefordert, die Standsicherheit der Denksteine einer Nachprüfung zu unterziehen und die erforderlichen Maßnahmen schnellstens in die Wege zu leiten. Soweit dieser Aufforderung nicht entsprochen wird, müssen die nicht standfesten Grabsteine durch das Friedhofsamt umgelegt werden. Meldung von Sterbefällen Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr.-Sammelnummer Zepp. 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten. I£v4f Gardinen Stores Dekoration^ Stoffe - Suttmann Zeil 115 Ä gegenüber Hauptpost Auch eine kleine Anzeige bringt Erfolg! Es werden gesucht: 1. ) Heimleiter, der Jugend u. Jugendarbeit nahestehend gesetzestreu, erfahren i. d. Führg. eines Heims, der in der Lage ist, Unterricht zu ert. Falls d- Bewerber verheiratet ist, soll seine Frau die Wirtschaftsführung des Heims übernehmen. 2. ) Wirtschafterin, die bereits selbständig Wirtschaftsiührung eines Betriebes geleitet hat u. für die rit. Küche voll verantwortl. sein kann. 3. ) Pädagogisch u. technisch geschulte Kraft, möglichst aus der Jugendbewegung, die volle Verantwortung für die Freizeitgestaltung der Mädchen trägt und die Aufsicht über die rituelle Küche übernehmen kann. Beweibungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Lichtbild bis spätestens 5. Mal 1936 unt. M 330 a. d. Anz.-Verw. Reineckstrasse 17-'9.