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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-02-01 · 5 (2.1936) · p. Seite 189

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
5 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
Seite 189 (sequence 27)
Language
German
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Seite 189 Konservativ Jüdischer Genieindeverein zu Frankfurt a. Main. In der gut besuchten Generalversammlung des Konervativ Jüdischen Gemeindevereins begrüsste der Vorsitzende, Herr Dr. Schönberg, die erschienenen Mitglieder und erstattete einen Bericht, aus dem sich die vielseitige Tätigkeit des Vereins auf allen Gebieten, die die konservativen Belange der Gemeindeorthodoxie betreffen, ergab. Dem Vorstand und dem Kassenführer wurde Entlastung erteilt. Hieran sehloss sich die Wahl von neuen Vorstandsmitgliedern und die Wahl von zwei Rechnungsrevisoren. Den würdigen Abschluss der harmonisch verlaufenen Generalversammlung bildete der Vortrag des Herrn Dr. med. Ernst Freimann über „Religiöses Judentum". Der Vorsitzende dankte dorn Redner für seine belehrenden, tiefgründigen Ausführungen, die von der Versammlung mit reichem Beifall belohnt wurden. Achawa Gegen Ende des verflossenen Jabres fand wie üblich eine Verwaltungsausschussitzung der Achawa statt. Oberlehrer E. G u t als erster Vorsitzender erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen ist, daß der Verein trotz der schwierigen Zeitlage seine Existenz auf echt zu erhalten gewillt ist, da er im abgelaufenen Jahre manche Not in Lehrerkreisen mildern konnte. Einer Anregung der Herren I. B. L e v y und Oberstudiendirektor Driesen, eine gewisse Verbindung mit dem Emser Heim, das wie die Achawa seine Tätigkeit über ganz Deutschland erstreckt, herzustellen, soll in der Weise entsprochen werden, daß in geeigneten Fällen Zuschüsse zu den Aufenthaltskosten gewährt werden. — Bankier Herbert Frohmann als Kassenführer erstattete den Finanzbericht, der zu dem Beschluss führte, einen Betrag von KM. 3.000.— zur Ausschüttung zu bringen. — Die Eevision der Kassengeschäfte wird wie im Vorjahre von den Herren Dr. Ernst Kahn und Julius Kaufmann vorgenommen. — Zum Schlüsse sprach Herr Oberstudiendirektor Driesen dem Vorstande den Dank für seine Tätigkeit aus. Anfragen über Vereinsangelegenheiten sind an Herrn Studienrat Walther Rothschild, Frankfurt am Main, Hammanstrasse 5 zu richten. Jüdisches Lchrhaus Die Chemievorlesung von Dr. Weil findet nicht um 20 Uhr, sondern schon von 19,15-20 Uhr statt. Sozialpädagogisches Seminar Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden hat in Verbindung mit dem Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen-Nassau und dem Jüdischen Lehrhaus in Frankfurt a. M. ein Sozialpädagogisches Seminar ins Leben gerufen, das der weiteren Berufsausbildung jüdischer Jugendbildner und Sozialbeamter dienen soll. Im Winterlehrgang werden veranstaltet: a. Heilpädagogischer Kurs: Grundlagen der Psychopathologie und -therapie des Kindes- und Jugendalters. Leitung: Dr. med. Arnold M e r z b a c h und Dr. med. Max Meyer. Zeit: Montags 20.15 bis 22 Uhr. Ort: Israelitische Religionsschule, Hermesweg 7. Teilnehmergebühr: RM. 5.—. Anmeldung" und Vorbesprechung am Eröffnungsabend Montag, den 3. Februar, den Rabbiner Dr. Jacob Horovitz und Prof. Dr. Curt B o n d y einleiten. Als Teilnehmer kommen in Frage: Lehrer, Religionslehrer, Sozialbcanite, Jugendleiterinnen, geprüfte Hortnerinnen und Kindergärtnerinnen, geprüfte Krankenschwestern, sowie Aerzte und Anstaltserzieher. b. Einführung i n. d i e Grundlagen und die P r ax i s d e r j ü d i s c h e n WT o h i f a h r t s p f 1 e g e.. Arbeitsgemeinschaften unter Leitung von Prof. Dr. Ernst K a ntorowicz für Helfer der jüdischen Wohlfahrtspflege. Zeit: Montags 16 bis 19 Uhr. Ort: Israelitische Religionsschule, Hermesweg 7 Teilnehmergebühr: RM. 2.50 Anmeldungen durch die Leitungen der jüdischen Wohlfahrtsstellen. Beginn: Montag, den 27. Januar. Auch ich brauche Sie als Kunde! T5XTIL - WOLF in der kleinen Markthalle an der Reineckstrasse. Auswärtige Teilnehmer können u. U. Reisezuschüsse und Freiquartier erhalten; Anträge sind an Fräulein M. Levi, Frankfurt a. M., Frauensteinstrasse 18, zu richten. Für die Zentralw ohlfahr tsstelle der deutschen Juden: gez. Prof. Dr Seligmann Für den Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen-Nassau gez. Rabb. Dr. Jacob Horovitz Für das jüdische Lehrhaus gez. Prof. Dr. Martin Buber Jüdische Lehrerbildungsanstalt Berlin Der Preussisehe Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit, daß Gesuche von Abiturienten (Abiturientinnen) um Aufnahme in seine Jüdische Lehrerbildungsanstalt zu Ostern 1936 nur noch bis zum 31. Januar 1936 eingereicht werden können. (Anschrift: Preussischer Landesverband jüdischer Gemeinden, Derlin-Charlottenburg, Kantstrasse 158.) Dem Antrage sind Zeugnisabschriften und ein kurzer Lebenslauf beizufügen. Konzert Joseph Schmidt Der Konzertdirektion Hermann Koch ist es gelungen, den berühmten Tenor Joseph Schmidt für ein Konzert in Frankfurt zu gewinnen. Joseph Schmidt, der durch seinen Film „Ein Lied geht durch die Welt" Weltberühmtheit erlangte, befindet sieh auf einer internationalen Konzertreise, die ihm ungewöhnliche Erfolge eingetragen hat. Das Frankfurter Konzert findet am 3. Februar 1936 im grossen Saal des Saalbaus statt. Die Orchesterhilfskassc soll gegründet werden Die im Orchester des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main zusammengeschlossenen jüdischen Musiker gründen eine Orchesterhilfskasse und konzertieren am Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im grossen Saal des Saalbansr, zu Gunster dieser Hilfskasse, mit nachfolgendem Programm: Anton Dvorak: Violinkonzert a-moll Peter J. Tsehaikowsky: VT. Symphonie h-moll (Path»*tique) Joseph Strauss: Dorf schwalben Walzer für Sopran Johann Strauss: Walzer für Orchester An dieser Veranstaltung kann 'eder teilnehmen, der Mitglied des Reichsverbandes oder des Jüdischen Kulturbundes ist. Abonnements und Gutscheine haben für,dieses Konzert keine Gültigkeit. Grosser heiterer Abend im Saalbau Samstag, den 1. Februar 1936 findet im Grossen Saal des Saalbaues unter dem Motto: „Alte Bekannte mit neuem Programm" ein grosser heiterer Abend statt. Zur Mitwirkung wurden gewonnen: Fritzi Jockl, (früher Frankfurter Opernhaus und Staatstheater München), Joseph Plaut, (der populäre jüdische Vortragskünstler und Parodist), Fritz Emmol, der bekannte Frankfurter Conferencier. Das verstärkte Orchester steht unter Leitung von Max N e umann, dem auch die künstlerische Gesamtleitung des Abends übertragen wurde. Zerbrochene FenslerscWen? Glaserei Rechneierabenstr.io Bildereinrahmungen jy^Q nta Clemens Kabn Tel. 2014t Gegr. 1877

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