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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-01-01 · 4 (1.1936) · page 3

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
4 (1.1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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FRANKFURTER ISRAELITISCHES Amtliches Organ der Israelitischen Gemeinde Das Gemeindeblatt erscheint monatlich. Bezugspreis für Gemeinde mitglieder vierteljährlich 45 Epfg. (einschl. Zustellungs- und Erhebungskosten). — Preis der Einzelnummer 25 Epfg. — Jahres-bezug für Nichtmitglieder der Gemeinde EM. 3.- zuzüglich Porto. — Schriftleitung: Fahrgasse 146; Fernsprecher: SammelnummerH. 27544. — Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 33521. — Anzeigenverwaltung: M. Isaac & Co., Reineckstr. 17/19, Telefon: 24888. — Anzeigen nach Tarif. — Anzeigenschluss für die nächste Nummer: üO. Januar 1936 — Die Schriftleitung übernimmt für den Inhalt des Gemeindeblattes nur die preßgeetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Erlaubnis der Schriftleitung gestattet. 14. Jahrgang Frankfurt a. M., Januar 1936 Nr. 4 AUFRUF! Zur gleichen Zeit, in der die Juden in Deutschland mit vereinten Kräften daran gehen, die Jüdische Winterhilfe aufzurichten, ergeht der Ruf an jeden Juden und jede Jüdin, über der schweren Not der Stunde nicht die Notwendigkeit einer aufbauenden und bleibenden Hilfe zu übersehen. Diese stellt das Jüdische Aufbauwerk in Palästina für die Juden aus Deutschland dar. Das Ansiedlungswerk im Heiligen Lande, das bereits 30000 Juden aus Deutschland zugute gekommen ist, von denen 25°/0 sich der Landwirtschaft zugewandt haben, soll und muß gemäss den Beschlüssen des letzten Zionistenkongresses und des Kongresses der Jewish Agency fortgeführt und erweitert werden. Dieser Aufbau ist bislang ohne den Steuerzwang einer eigenen staatlichen Macht gewachsen, allein getragen von der aufopfernden Hingebung einer Gemeinschaft, die in den schwersten Tagen ihrer Geschichte aus eigener Kraft ihre Renaissance begonnen hat. So eindringlich wie noch nie ruft heute Palästina alle deutschen Juden auf, ihren Beitrag zu dem grossen Werke der konstruktiven Selbsthilfe zu liefern. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland hat vor wenigen Wochen die jüdischen Verbände, Gemeinden und jeden einzelnen aufgefördert, dem KEREN HAJESSOD, dem Aufbaufonds des Jüdischen Palästina, die Förderung zu gewähren, die der Grösse der Aufgabe entspricht. Wir zweifeln nicht, dass die Mitglieder unserer Gemeinde diesem eindringlichen Rufe in einer Weise folgen werden, die der Frankfurter Juden und ihrer stolzen Tradition würdig ist. Es wird dem Judentum in Deutschland zur Ehre gereichen, in diesen schweren Tagen an einem Werke teilzuhaben, das mit Fug und Recht als die grösste Leistung der neueren jüdischen Geschichte bezeichnet worden ist. Der KEREN-HAJESSOD bedeutet für die deutschen Juden die Selbstbesteuerung zU Gunsten der Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Erez Israel. DANACH BEMESSE EIN JEDER SEINEN BEITRAG! Vorstand und Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde Justizrat Dr. J. BLAU Dr. Richard MERZBACH Die Frankfurter Mitglieder des Councils der Jewish Agency for Palestine L A. Rabbiner DR. MOROVITZ Arbeitsgemeinschaft der Jewish Agency und des Keren Hajessod, Frankfurt/Main: Hugo Hecht, Rabbiner Dr. Hoff mann, Rabbiner Dr. Lernte, Emil Netter, Emil Oettinger, Dr. Hans Pomeranz, Rabbiner Dr. Salzberger, Frau Sonja Schwarzschild, Rabbiner Dr. Seligmann, Dr. Alfred Straus, Dr. Eduard Strauss, Dr. Ernst Weill. Bankkonto: Gebr. Sulzbach Postscheckkonto: Palästina-Grundfonds Nr. 35182 Ffm.

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