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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-12-01 · 3 (12.1935) · p. Seite 121

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
3 (12.1935)
Date
1935-12-01
Page
Seite 121 (sequence 35)
Language
German
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Seite 121 Konzert auf 2 Klavieren Am 8. Dezember veranstalten, wie im vergangenen Jahr, Alice Rosenbaum und Dr. Willy Salomon im Kleinen Saal des Vereinshauses, Eschersheimerlandstrasse 27, ein Konzert auf 2 Klavieren. Das Programm umfasst Werke von Schumann, Chopin, Mendelssohn, Willy Salomon und Rosy Geiger-Kullmann. Zum Schluss kommt der Schatzwalzer von Johann Strauss, von Willy Salomon für zwei Klaviere frei bearbeitet, zur Wiedergabe. — Karten in denbekannten Verkaufsstellen. 2 Abende Dela Lipinskaja Dela Lipinskaja, deren Gastspiel in England eine solche Sensation bedeutete, daß sie in Buckingham Palaee vor der königlichen Familie eine Seance zu geben eingeladen wurde, befindet sich gegenwärtig auf einer mit beispiellosem Erfolg begleiteten Europa-Tournee. Es ist gelungen, die Künstlerin für 2 Abende nach Frankfurt zu gewinnen. Dela Lipinskaja bringt ein v o 11 - stand igneuesProgramm. Die Konzerte finden Sanistag, den 11 und Sonntag, den 15. De/.emlu'r abc-nds &% Uhr im Vereins-hsus, Eschersheimerlandstiasse 27, statt. Komödienpalette! 4lfred Auerbach veranstaltet mit der Gruppe Frankfurter Darsteller im Januar zwei heitere Abende vornehmen Stils: „Palette der Komödien". Der erste Abend findet im Offenbacher Gemeindehaussaal am Samstag, 4. Januar 1936, 20 Uhr statt, der zweite Abend in Frankfurt im Hörsaal der Unterlindau 21 am Montag, 6. Januar 1936, 20 Uhr. Zur Aufführung gelangt ein durch eine Gesamtidee: Palette der Komödien gebundenes Programm: „Die Humore stellen sich vor!", „Tanzszeneu als Conference", „Der Star, Kulissenkomödie", „Endlich allein, FamilientratschkÖmödie", „Leute im Kino, Groteske". Darstellende: die Gruppe junger Frankfurter Bühnenkünstler und die Tanzkräfte: Hanns Berk und Ly ■Tracy.(Trude Auerbach). Mittwoch-Konzerte im Dezembier Als XV. Mittwoch-Konzert fand am 4.- Dezember, abends 20% Uhr, in der Arnold Lazarus-Halle, Quinckestrasse 26, ein „J ü d ischer Abend" statt. Ausführende waren: Janko Kauffmann (Bass), Zascha Berger (Rezitation), Max Firnberg (am Flügel). — Als XVI. Mittwoch-Konzert gibt der Bariton Hans Assenheim mit Dr. Willy Salomon (am Flügel) am 18. Dezember, 20K Uhr, einen „Slawischen Abend". Zur Aufführung gelangen Werke von Dvorak, Gretschaninoff, Tanejew, sowie polnische, tschechische und ungarische Volkslieder. — Karten sind jeweils 14 Tage zuvor bei Schneemann, Schatzki. Falk und Freimark erhältlich. __ Semestereröffnung an der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwah" Am Sonntag, den 3. November, fand die feierliche Eröffnung des Wintersemesters an der Rabbinischen Lehranstalt „ Jeschiwah" statt. Im grossen Hörsaal hatten sich Lehrkörper, Kuratorium, Gäste und Hörer zur Eröffnungsansprache des Jeschiwahleiters, Herrn Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann, versammelt. Er gab seiner Freude Ausdruck, die in grosser Zahl herbeigeströmten Hörer begrüssen zu können. Über 100 werden es sein, die in diesem Semester an unserer Anstalt lernen wollen. Um so grösser sind die Anforderungen geistiger und materieller Art, die an Lehrkörper und Kuratorium gestellt werden. Hier ist auch die neu gegründete Aufbaujeschiwah des Bachad zu erwähnen, die von der Jeschiwah mitbetreut wird. Herr Rabbiner Dr. Hoffmann dankte besonders dem Vorstand der Israeliti* sehen Gemeinde für die verständnisvolle Förderung sowie den Männern, die in aufopfernder Arbeit die materielle Grundlage schaffen, auf der die geistige Arbeit sich entfalten kann. Er fand auch eindringliche Worte an die Hörer, denen er vor allem ans Herz legte, der Besonderheit des Lehrer-Schüler-Verhältnisses im Jus dentum immer eingedenk zu sein. Ein gemütlicher Abend im Erwerbslosenheim Das Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend in der Quinckestrasse ist seit einigen Monaten ganztägig geöffnet. In den Werkstätten (Schreinerei, Schuhmacherei und Gärtnerei) wird mit Unterbrechungen von morgens 8 bis abends 7 Uhr gearbeitet. In dieser Zeit erhalten die Mitglieder des Heims 5 volle Mahlzeiten. In jedem Monat soll nunmehr ein gemütlicher Abend stattfinden, der den Mitgliedern des Tagesheims zugänglich ist. Der erste dieser Abende wurde am 14. November vom Leiter des Heims, Dr. Mayer, eröffnet. Er betonte, daß man mit diesen Veranstaltungen den Mitgliedern des Heims einige vergnügte IStunden bereiten wolle, um ihnen durch die Freude ah der Geineinsamkeit Kraft für den Alltag zu geben. Der Abend wurde von Mitgliedern des Heims oder dem Heim Nahestehenden bestritten. Zur Eröffnung spielte eine Balalaika-Kapelle unter Lei* tung von Daniel Korn. Den Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag Alfred Auerbachs, der aus seinem letzten Buch eine Erzählung brachte. Meisterhaft geboten und wahrheitsgetreu geschildert, übte sie eine nachhaltige und bleibende Wirkung aus. Ein kleiner Sketch schloss sich an, von 2 Mitgliedern des Heims verfasst, der die Arbeit des Heims nett und harmlos karikierte. Zum Abschluss des Abends erhielten die Jungen Tee und Kuchen. Es ist kein kunstverständiges Publikum, das hier zu finden ist, es sind Menschen, auf denen die Lasten des Alltags besonders schwer liegen. Deshalb sind die Jungen des Tagesheims ein ausserordentlich dankbares Publikum, glücklich über jede Stunde, die sie die täglichen Sorgen vergessen lässt. Für den Aussenstehenden müsste es beglückend sein zu sehen, wie cn*> Erwerbslosen in solchen Stunden aufleben. Beglückend ist es auch für den an einem solchen Abend mitwirkenden Künstler zu erfahren, wie dankbar und mit welcher aufrichtigen Freude seine Darbietungen entgegengenommen werden. Nach einem solchen Abend gehen die Jungen mit besonderer Freude an die Arbeit des nächsten Tages. Das Erwerbslosenheim plant, in kürzester Zeit mit einer Veranstaltung in der Arnold-Lazarushalle vor eine breitere Öffentlichkeit zu treten. Man darf hoffen, daß auch diese Veranstaltung in allen Teilen den gewünschten Erfolg haben wird. Alex H. Josephthal Jüdisches Lehrhaus Im Jüdischen Lehrhaus laufen z. Zt. 23 Veranstaltungen, die im Durchschnitt gut besucht sind. Besonders in den Arbeitsgemeinschaften wird mit grossem Eifer gearbeitet. Die Arbeitsgemeinschaft von Alfred Auerbach, die abgebrochen wurde, wird in der Wohnung des Dozenten, Fichardstrasse 32, Samstags von 10-11 Uhr fortgesetzt. Im Dezember beginnen keine neuen Kurse, da die Vorlesung von Dr. S. R. Hirsch auf den Anfang Januar beginnenden Lehrgang verschoben werden musste. Dagegen ist ein einmaliger Vortrag von Dr. Arthur E1 o e s s e r-Berlin geplant anlässlich der Uraufführung von Max Brods „Reubeni". Näheres wird noch bekannt gegeben. Ausserdem machen wir nochmals auf die am Dienstag, 3. Dezember (8. Kislev) um 18 Uhr im Vortragssaal, Unterlindau 21, stattfindende Franz Rosenzweig-Lernstunde aufmerksam. Der Eintritt ist frei. Wer hilft? Wer ist (wenn auch nur für einige Wochen) zur unentgeltlichen Hilfe bei einer gemeinnützigen wissenschaftlichen Arbeit — einige Stunden an einigen Tagen der Woche — bereit? Stenographie und Maschinenschreiben sehr erwünscht. Zeiteinteilung nach Übereinkunft. Zuschriften an San. Rat Dr. Deutsch, Feuerbachstrasse 10, Telefon 79496. Brautlegat Wir machen auf das Ausschreiben der Güldenstein-Stiftung im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer aufmerksam. | | Vereins- und Versammlangskalender [ | (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen bis spätestens 20. Dezember 1935 bei der Schriftleitung vorliegen.) Montag, 9. Dezember Jüdischer Kulturbund. Komödie der Irrungen, Kölner Kulturbund-Theater. -Vereinshaus Eschersheimerlandstrasse 27, 20 Uhr. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Rezitationsabend Ludwig Hardt Hörsaal der Synagoge Unterlindau 21, 20.30 Uhr. Donnerstag, 12. Dezember Hausfrauengruppe der Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes. „Vor Chanukka" und Gymnastik für die Hausfrau. Israelitisches Mädchenheim, Taunusplatz 17, 16.30 Uhr. Montag, 16. Dezember Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Vortrag von Dr. E. Schreiber „Karl Emil Franzos, der Mann und sein Werk". Hörsaal der Synagoge Unterlindau 21, 20.30 Uhr. Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes „Unsere Frauenaufgaben". Stephanie Forchheimer und Dr. Martha Bauer berichten über die Berliner Gesamtvorstandssitzung. Israelitisches Mädchenheim, Taunusplatz 17, 20.30 Uhr. Chanukka-Kunstschau. Vereinshaus Eschersheimerland* Strasse 27,

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