Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 3 (12.1935)
- Date
- 1935-12-01
- Page
- Seite 119 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 119 528 von ihnen gehörten zur Emwanclererkategorie A, für die ein Barvermögen von mindestens 1.000 Pfund vorgeschrieben ist. — Den letzten Berichten zufolge leben jetzt in den Kolonien Palästinas ohne Berücksichtigung der Kibbuzim 4.512 Einwanderer aus Deutschland. Von ihnen sind 1.300 als landwirtschaftliche Arbeiter tätig. Fünfzig Familienvätern wurde die Einrichtung von Hilfswirtschaften in Maimunia und Kfar Nachman Syrkin ermöglicht. — Die tausend Z er t i f ik at e, die die Jewish Agency als Vorschuss auf die Einwanderungsquote für das Halbjahr Oktober 1935 bis März 1936 erhalten hat, sollen folgendermassen verwendet werden: 200 Zertifikate sind für qualifizierte Arbeiter bestimmt, die unmittelbar von den Industriellen angefordert werden, 100 Zertifikate für Facharbeiter ohne nominelle Anforderung und 200 Zertifikate für nichtqualifizierte Arbeiter. Angehörige von Einwohnern Palästinas werden diesmal / bei der Zertifikat Verteilung nicht berücksichtigt. 500 Zertifikate / sind, für Chaluzim bestimmt, die aus Deutschland stam-j men und in Deutschland selbst oder in anderen Ländern ihre Hach-l schara durchmachen. 50 Zertifikate von diesen 500 sind für qualifizierte Arbeiter aus Deutschland reserviert. — Die Palästinaregierung gibt bekannt, dass im Monat Dezember 1935 31 Lizenzen zur Ausübung der ärztlichen Praxis in Palästina ausgegeben werden. Die Lizenzen werden Aerzten erteilt, die entweder palästinensische Bürger sind oder Niederliissungserlaubnis besitzen, einen einwandfreien Leumund haben und an Universitäten promoviert haben, die von der Palästina-Regierung anerkannt sind. — In der Nähe von Petach Tikwa wurde eine neue jüdische Siedlung feierlich eingeweiht. Sie führt den Namen „Benadraga". — Vor kurzem fand auch bei Kerkur die Gründungsfeier einer neuen Siedlung „Ain Irun" statt. — Auf Giwat Schomron in Nahalal wurde eine neue Siedlung „David Joisef Jacobi" für 50 jiinge Leuten gegründet. — Für die Arbeiter der Schuhfabrik „Keter-Jizchak" bei Bischon-le-Zion wurde eine Wohnsied* 1 u n g feierlich eingeweiht, die vorläufig fünf Häuser mit 16 modern eingerichteten Wohnungen enthält. Die Fabrik beschäftigt 60 Arbeiter und produziert täglich 300 Paar Schuhe. — Demnächst trifft in Palästina der bekannte englische Ingenieur Backtown zum Zweck von Verhandlungen mit der Palästinaregierung über die Er weite rung des Hafens von Haifa ein. Für die Durchführung des ersten Arbeitsabschnittes 3ind 100.000 Pfund erforderlich. Wirtschaft Die infolge der nervösen Stimmung in der letzten Zeit zum Stillstand gekommene Baubewegung wird nunmehr auch in Jerusalem wieder aufgenommen, nachdem sie früher schon in Haifa und Tel4 Awiw erneut eingesetzt hat. Eine Anzahl neuer Bauvorhaben wird gemeldet. — Wie amtlich bekannt gegeben wird, war der Wert der Einfuhr vonWarenausDeutsch- 1 a n d nach Palästina im Juni um 12.188 Pfund höher als derjenige der Einfuhr aus England. Aus Deutschland wurden in diesem Monat für 173.718, aus England für 161.530 und aus den Vereinigten Staaten für 140.185 Pfund Waren bezogen. Der Export ist im Vergleich zu demselben Monat des vorangegangenen Jahres bedeutend gefallen, nämlich von 101.475 auf 69.369 Pfund. — Wie das Jaffaer Zitrussyndikat bekannt gibt, hat die neue Exportsaison am 1. Oktober mit der Verschiffung von 6.000 Kisten Grapefruit begonnen. Die Eeife der Grapefruit ist in diesem Jahr früher eingetreten und man erwartet, dass für dieses Frühobst hohe Preise erzielt werden. Die diesjährige Gesamtausfuhr von Grapefruit wird auf eine Million Kisten geschätzt. — Durch Ausbau ihrer Anlagen hat die Zementfabrik Nesher die Tagesproduktion von 600 auf 1.000 Tonnen erhöht. Die Fabrik, die bisher eine eigene Kraftanlage benutzte, wird jetzt von derPalestine Electric Corporation mit Strom beliefert. — Jüdischer Kulturbund Bezirk Rhein-Main Frankfurt am Main / Gärtnerweg 62 / Telefon 52638 Montag, den 9. Dezember 20 Uhr, Vereinshaus Eschersh. Ldstr. 27 Wiederholung des Schauspiel » Abends Rhein-RuhrsTheafer „Komödie der Irrungen" , von Shakespeare. Regie: Norbert Schiller Mitwirkende u.a. Heinz Friedeberg, Alfr. Balthoff Leni Steinberg Annemarie Weiler, Fried! Münzer, Max Koninski Channukka Kunstschau des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main und der drei Frankfurter U. O« B. B.-Logen Dienstag, 17. bis Sonntag, den 22. Dez. 1935 im Vereinshaus, Eschersh. Ldstr. 27. Eröffnung: Dienstag, 17. Dez., abends 20.30 Uhr pktl. Besuchszeiten: 10Va-13 Uhr und 15V2-t8 Uhr, Freitag Nachmittag und Samstag geschlossen. Sonntag, 29., Montag, 30. Dezember 1935» Mittwoch, 1. Januar 1935, 20 Uhr Gesellschaftshaus am Mozartplatz Opernabend Einakter von Jaques Offenbach Das MSdchen von Ellzonde Korn. Oper in 1 Akt Hanni weint Hansi lacht Operette In 1 Akt Salon Pifzelberger Operelte in 1 Aufzuge Musikalische Leitung: Hans Wilhelm Sfeinberg Regie: Willi Aron, Bühnenbild: Fritz Schames Mitwirkende: Edith Elmer, KSfe Ettlinger, Trude Kanter, Senfa Würzburger, Hanns Berk, Hugo Bermann, Herbert Hess, Janko Kaufmann, Walter Riess Elegante und orthopädische Schuhe nach Maß A. M U H N Hoehstr. IIa (am Eschenh.Turm) Tel. 28707 Fußeinlagen nach Abdruck — Alle Reparaturen tyas beliebte ^esfgescbenk ist ein Q u f s ch e i n von 91. Höchberg ^aisersirasse i5 Ä. J. HOFMÄNN (Bör2g 4i)e [Leuchter für Kerzen und Ol in _ _ allen Preisl. Chanukakerzen p. Kart. 50 u. 70 Pfg. Jugendliteratur, Lehru. Wörterbücher f. Neuhebräisch, Gebetbücher, Tallesim. Tefillin fn reicher Auswahl. Lieferung 33 des punktierten mit wortgetreuer Ubersetzung versehenen. 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