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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-12-01 · 3 (12.1935) · p. Seite 116

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
3 (12.1935)
Date
1935-12-01
Page
Seite 116 (sequence 30)
Language
German
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Seite 116 KAUFEN SIE •_v£2i£lüiJiü HerreDwasche, Dimenwasche, linderwascbe, Krawallen, Bate-lrinel, strample, Bandscmue / Woliwra' Modewaren imsp.ziaihaus f)crmanns $i frottzbeim zeil93 u.smi-fo** tung und Führer des Misrachi, eröffnet. Einleitend sprach Rabbiner Dr. Alexander Altmann, der die Aufgabe des Lehrhauses umriss, das Leben und Lehre des überlieferten Judentum zu künden habe. — Der bekannte Dozent für die talmudischen Disziplinen an der Lehranstalt für die Wissensehaft des Judentums in Berlin, Dr. Chanoch AI b e c k, hat sich für ein Jahr beurlauben lassen und in diesen Tagen nach Tel Awiw begeben, wo er zunächst als Privatgelehrter leben wird, um begonnene wissenschaftliche Arbeiten zu beenden. — Der bekannte Maler und Graphiker Ludwig M eidner wird demnächst Berlin verlassen, um in Köln das Amt eines Zeichenlehrers an der Jüdischen Knaben- und Mädchenschule „Jawne" zu übernehmen. — Alexander K i p n i s, der soeben von einer erfolgreichen Südamerika-Tournee zurückgekehrt ist, scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Verband der Berliner Staatsoper aus. Alexander Kipnis wird in Zukunft neben seinen Konzerten und Gastspielen im Ausland nur einige Konzerte im Kähmen des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde geben. — Breslau. Neben der Jüdischen Volksschule und dem Jüdischen Keform-Realgymhasium i. E. in Breslau, die vom Jüdischen Schulverein unterhalten werden und seit langen Jahren bestehen, hatte sich nach dem Umbruch eine auf religiös-liberaler Grundlage auf» gebaute Schule entwickelt, die vom Neuen Jüdischen Schulverein getragen wird. Es werden von ihm Parallelklassen zur Volksschule sowie eine sogenannte Familienschule für nicht mehr schulpflichtige Kinder unterhalten. Unter Mitwirkung des Dezernenten der Schulabteilung der Reichsvertretung ist es nunmehr gelungen, die bestehenden Gegensätze zwischen der jüdisch-konservativen und dem religiös-liberalen Schulwerk zu beseitigen. In einer Aussprache der interessierten Kreise ist festgelegt worden, daß das Reform-Ralgymnasium, indem auf religiös-liberale Parallelklassen verzichtet wird, in der bisherigen Form weitergeführt und ausgebaut werden soll. Dagegen soll das sogenannte 9. Volksschuljahr der Zweiganstalt des Neuen Jüdischen Schulvereins überlassen bleiben, ebenso wie eine etwa notwendige Berufsschulausbildung. Von beiden Seiten wird auf eine Werbung für die Schulen unter der jüdischen Bevölkerung verzichtet. —Mit Beginn des Wintersemesters hat Professor Moritz L ö w i an der Breslauer Universität seine Vorlesungen eingestellt. Er vertrat das Fach der Psychologie und Pädagogik. Sein vor nicht allzu langer Zeit erschienenes Buch „Grundbegriffe der Pädagogik" hat in der Fachpresse grosse Anerkennung gefunden. — Seminarrabbiner Dr. Israel Ra bin hat mit Beginn des Wintersemesters seine Vortragstätigkeit am Breslauer Jüdisch Theologischen Seminar eingestellt. Er hatte den Posten des Seminarrabbiners Meie - GescUrr- Spfllmaschine Die ideale Hilfe für die Hausfrau! iV Spült u. trocknet "gl«* Unverbindliche Vorführung jederzeit durch Gutenstein & Co. M«tzg*rel-Maschlnenllnrlchtungsit Frankfurt am Main, Dreieichstrasse2, Fernruf 65431 Lieferant sämtlicher Miele-Fabrik ate wie Eisschränke, Waschmaschinen, Kesselofen u.s.w. nach dem Fortgang von Professor Michael Guttmann erhalten. Voraussichtlich wird Dr. Rabin die Leitung einer Schule in Haifa übernehmen. Für die von ihm vertretenen Disziplinen wird zunächst kommissarisch Rabbiner Dr. Ochs-Gleiwitz herangezogen werden. — Frankfurt a. M. Die „Frankfurter Zeitung" teilt mit, daß von der Anordnung des Reichswirtschaftsministers über das Ausseheiden der jüdischen Kursmakler aus den deutsehen Börsen an der Berliner Börse 13 Personen sowie 6 Stellvertreter betroffen werden. Bei den Börsen im Reich dürfte es sich um 9 Personen in Frankfurt a. M., und zwar 7 Kursmakler und 2 Devisenmakler, in Hamburg um 2 Personen und in Düsseldorf eine Person handeln. Es sei. in Aussicht genommen, daß die in Berlin ausscheidenden Kursmakler freie Makler werden, soweit sie nicht die Altersgrenze erreicht haben. Den betreffenden bisherigen amtlichen Kursmaklern wird also die amtliche Eigenschaft genommen, dagegen nicht die Börsenzulassung als solche. — Nach einer Mitteilung der „Mitteldeutschen Nationalzeitung" hat sich das Klingler-Quartett aufgelöst, nachdem im Zuge der innerhalb der Reiehskulturkammer durchgeführten Massnahmen der Cellist Silberstein ausscheiden musste. — Köln. Das Realgymnasium „Jawne" in Köln hatte bisher an Samstagen schulfrei. Dafür fand an Sonntagen ein obligatorischer Unterricht statt. Wie im „Gemeindeblatt für die Synagogengemeinden in Rheinland und Westfalen" bekannt gegeben wird, findet gemäss einer Entscheidung des Oberpräsidiums in Zukunft kein obligatorischer Unterricht mehr an Sonntagen statt. — Der Stadtanzeiger der „Kölnischen Zeitung" bringt in No. 540 einen längeren Gedenkartikel für den bekannten jüdischen Dirigenten und Komponisten Ferdinand Hiller, der jetzt 124 Jahre alt geworden wäre. — Frankreich. Wie die Leitung der Auswandererhilfsorganisation HICEM mitteilt, wurde in der am 22. Oktober in Paris abgehaltenen Sitzung des Direktoriums dieses Verbandes ein ausführlicher Bericht über die in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres geleistete Arbeit erstattet. In diesem Zeitraum wurden 2.156 Ausgewanderte durch HICEM weitergeleitet. Die Gesamtzahl der von dem Verband in verschiedene Länder beförderten Personen ist damit auf 12.541 gestiegen. Von diesen wurden 2,878 nach Palästina überführt. Die Auswanderung aus Osteuropa geht in demselben Tempo vor sich wie im vorangegangenen Jahr. In diesem Jahr sind von den Komitees in Polen, Rumänien, Litauen und Lettland 4.088 Auswanderer in überseeische Länder dirigiert worden.' HICEM bemüht sich, alle Möglichkeiten für die Niederlassung jüdischer Auswanderer ausfindig zu machen. Ein Deligierter des Verbandes wurde nach Paraguay entsandt, wohin be- Die Jüdische II Winterhilfe braucht Dich! Dealscüer WeiaUrand fi. 2.75 3.50 4.50 Scuwarzw.Kirsch50°/.„ 4.50 Scöwzw.Zwelscö 50°^ „ 3.50 ÜltörBdtv Sort.Ia.Qual. „ 2.75 3.- Alle sonstigen Weine billigst Lieferung frei Haus Frankfurt M. GrOnebaum Weinkellerei Hans Handwerkstr. 59 Tel 27108 Metzgerei M. Baer f. über Zeil No. 18 jetzt Hans Handwerkstr.67 ehemals A. BENDHEIM Fernsprecher 24262 Bekannt für nur I.Qualität

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