Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 12 (8.1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 470 (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 470 ausgewandert. Sie sind von ihren dortigen Verwandten angefordert werden. — Bei seinem kürzlichen Aufenthalt in Warschau äusserte der Leiter des Einwanderungs-Departements der Jewish Agency, Jizchak Grünbaum, daß ab April 1936 niemand ein Zertifikat bekommen werde, der nicht die hebräische Sprache beherrsche. Ausnahmen könnten in dieser Hinsicht nicht gemacht werden. Schweiz. Der hervorragende Germanist, Prof. Dr. Samuel S i n g c r, bis zu seinem 70. Lebensjahre ordentlicher Professor an der Universität Bern, wurde am 12. Juli 75 Jahre alt. Er wurde aus diesem Anlass von Vertretern von Wissenschaft und Kunst gefeiert. Tschecko-Slowakei. In Prag findet zur Zeit ein gesamtstaatlicher Katholikentag statt, an dem der päpstliche Legat, Kardinal Verdier-Paris, der Wiener Fürsterzbischof, Kardinal Innitzer, und viele andere hohe kirchliche Würdenträger teilnehmen. Das Präsidium des Katholikentages hat an den Vorstand der Prager Israelitischen Kultusgememde als Antwort auf eine Begrüssung ein Telegramm gerichtet, in dem die gemeinsame Grundlage der Religion als verbindendes Element aller Gläubigen hervorgehoben wird. Die Begrüssung der Kultusgemeinde an den Katholikentag hat folgenden Wortlaut: „An das löbliche Präsidium des gesamtstaatlichen Katho- , likentages in Prag: „Friede sei Deiner Burg, in Deinen" Palästen herrsche Sicherheit, für meine Brüder und Freunde spreche ich den Frieden über Dich aus, für das Haus Gottes, unseres Herrn, werde ich Dein Heil erflehen". Mit diesen Worten des Psalmisten begrüsst das unterfertigte Rabbinat von Prag Ihren Kongress, dessen Zeugen wir sind. Sorgsame Hirten aller Bekenntnisse sollten Massnahmen erwägen, welche die heutige Zeit erfordern. Das Volk von heute ist in seinen moralischen Grundfesten erschüttert und allein die Belebung, Befestigung und Vertiefung des religiösen Fühlens und des Glaubens in Gott können dem Volk und dem Einzelnen aus dem Gewissens- und Moral-Chaos heraushelfen. Nach dem Worte eines alten Lehrers, daß das einer Person leuchtende Licht vielen Per sonen leuchtet, bin ich überzeugt, daß Ihr Kongress ein mächtiger Impuls in dieser Richtung sein wird, und daß von ihm wohltätige Anregungen ausgehen werden. Deshalb wünsche ich' ihm von Herzen das beste Gelingen, denn: im Glauben haben wir alle einen Vater, ein Gott hat uns alle geschaffen". Das Oberrabbinat der Kultusgemeinde hat daraufhin folgendes Danktelegramm erhallen: „An das Ehrwürdige Oberrabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde in Prag. Geehrte Herren, Sie waren so liebenswürdig, den ganzstaatlichen Katholikehkongress mit dem biblischen Friedensgruss zu bewillkommnen, der in zahlreichen Formen in den Büchern des Alten und Neuen Testaments wiederkehrt. Aus der Tiefe unserer Seele danken wir Ihnen für diese Botschaft und erwidern Ihren Gruß auf das herzlichste. — Fiat pax in virtuto tua. Die Worte des Psalms, den. Sie zitieren, bilden einen teil der täglichen Gebote der Katholischen Kirche. Wir sind gewiss der gleichen Ansicht wie Sie, werte Herren, daß die Menschheit sich heute nur in zwei Lager gruppiert, in das Lager jener, die den Glauben in Gott verkünden, und in das Lager der Gottesgegner; und daß der gemeinsame Wert der Glaubensbekenntnisse und Sitten alle ohne Unterschied schützen soll, die auf der geheiligten. Wahrheit der Offenbarung Gottes bauen. Das hohe Gebot der Liebe zu Gott und zum Nächsten, das schon im Alten Testament enthalten ist, bildet die gemeinsame Grundlage dessen, was den Juden und den Katholiken -heilig ist. Die Friedensbotschaft, die der ganzstaatliche Katholikenkongress verkündet, gilt für alle Welt und alle Menschen ohne Unterschied, denn jede einzelne menschliche, Seele hat vor Gott unendlichen Wert. Sie haben den Kongress mit den Worten des Psalmisten des Herrn begrüsst. Gestatten Sie uns, Ihnen mit den Worten des Hohenpriesterlichen Segens zu antworten, mit den Worten jenes erhabenen Jevarechecha Adonaj vejischmerecha, die wir auf die gesamte Menschheit der ganzen Welt ohne Unterschied beziehen: „Möge Euch Gott segnen und beschützen, möge Euch der Herr sein Angesicht leuchten lassenj und Euch gnädig sein. Indem der Herr Euch sein Angesicht zuwendet und Euch den Frieden verleiht: Vejasem lecha schalom"." |vom 29. Juli - IB. Äopnsi| ja^öö" s#^; tfenfegüt Kahn Fahrg. a.d. Konsl. Wache Sflison-Schlussverkgul preiswerte Damenwäsche Strümpfe - Bettwäsche R.& J. MARX ÜebfrauenstraBe 2 \emm Migi ihm SÖictotm ju SSerlüt Allgemeine 95etrftc^etrun9ö»2Cctiett*@efeIIf^aff mianz für bos ©efflfiftgiqfrr 1934. %mw ©runbbefUj........... u gnpDifieEeit............ c&ulbfdjeinforberungen gegen öffentliche Äörperfa)aften . ... . SBertpapiere............ StorauSaafilungen unb SarleBen auf Policen............ ^Beteiligungen an anberen SSerftcBerunggunterneBmungen . . . ©uifjaben Bei Söanfen u.?ä. ...... Seilprämien, fallig 1935 . . . . . 3Iu§ftefienbe ginfen unb SKieten ... Slufeenfiänbe Bei ©eneralagenten unb Slgenten......... . SBare Äaffe unb SßoftfäjeclgutBaBen . . ©onjligeS...... . . . Sßoften, bie ber SftedjnungSaBgrenaung bienen............. 40.005.571 206.934.751 6.665.225 36.128.378 40.934.041 5.231.188 18.310.628 15.433.847 7.406.526 4.641.480 505.782 3.532.764 foaffioa 2lftien!apital........... ©efefctidjer StefertjefonbS . . ... StüctfteUungen.......... 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Ue&erf djufe........... 3.000.000 1.200.000 1.273.971 9.697.220 255.281.122 44.133.262 8.547.791 40.980.371 1.847.215 7.197.549 613.445 5.791.691 2.178.071 6.291.397 8fu8 bem UeBerfcfiufj mürben ben mit ©eminnanteil SJerfidjerten ber ßeBenSoerfidjerungö SIßtei* lungen 9t2ft. 5.726.171 augemiefen; eS Beträgt bie ©ioibenbe in ber Abteilung ber größeren SeBenSper* ftäjerungcn e&enfo nrie im Storjaljre für bie S&erfiäjerungen nadj bem alten unb bem 33m ©eminnptan .......... .3% nadj bem ©eminnplan S5o/n................2,4% tum ber BebingungSgentäfeen Summe ber geaasten geminnBeredjtigten Prämien. §ür bie Sarifaruppe D mürbe ber ginSgeroinnanteil auf li/20/0 ber ma&geBenben sprämtenreferue feftgefefet, bie Sufafcletftung pon 800/«» auf 900/«, ber »etficBerungSfumme erljöljt ®iefe ©äfce gelten für baS Serftäjerungsiafjr, baS in 1936 Beginnt. 3n ber ßeBenSperfidjerung oBne Unterfudjung Beträgt bie Sinibenbe mie im SJorjaBre 21% ber 2faljre8prämie.