Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-08-01 · 12 (8.1935) · p. Seite 467

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
12 (8.1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 467 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3094266-3094412-3094424--4794-3099595
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 467 Beachten Sie unsere Angebote SaiSOn-ScN USS "Verkauf imSpezialhaus f^C 1*111^11 tl8 $f fVOXtzhCXtVl ZEIL 93 u. Stadt-Filialen Deutschland. Berlin. Der Preussische Landesverband jüdischer Gemeinden feierte am 21. Juni das 10 jährige Jubiläum des Bestehens seiner verfassungsmässigen Organe. Dieser Gedenktag war gleichzeitig auch ein Jubiläum des Verbandspräsidenten, , Kammergerichtsrat i. E. Leo W o 1 f f, und des Vizepräsidenten, E.-A. Dr. Alfred Klee, die seit der Gründung des Verbandes ununterbrochen an seiner Spitze stehen. — Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veröffentlicht im Gemeindeblatt folgende Erklärung: Wir legen Wert darauf, an alle unsere Gemeindemitglieder das dringende Ersuchen zu richten, sich in der Oeffentlichkei*, insbesondere auch in Gaststätten und Lokalen, stets der gebotenen Zurückhaltung zu befioiss i g e n. — Im Jahre 1932 waren 4000 Nichtarier an den deutschen Hochschulen eingeschrieben, im Sommersemester noch etwa 1900. Im Wintersemester 1933/34 gab es unter 87.000 männlichen Studierenden nur noch 590 Juden und unter 15.000 Studentinnen 223 nichtarische. — Die Zentralstelle für Jüdische Wirtschaftshilfe teilt mit: Bis in die letzte Zeit sind jüdische Kassenärzte von einzelnen Kommunalverbänden von der ärztlichen Versorgung Hilfsbedürftiger ausgeschlossen worden, vor kurzem noch in Hamburg. Es ist deshalb bemerkenswert, daß der deutsche Gemeindetag und die Kassenärztliche Vereinigung Deutschlands allgemeine Eichtlinien für Verträge betreffend die ärztliche Versorgung Hilfsbedürftiger aufgestellt haben. In diesen Eichtlinien wird ausdrücklich festgesetzt, daß alle Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung, sofern sie zur V.O.-Kassenpraxis zugelassen sind und mindestens ein Jahr im Bezirk des Fürsorgeverbandes die Praxis ausüben, innerhalb der Grenzen desjenigen Fürsorgeverbandes zugelassen sind, in dem sie ihren Wohnsitz haben. — Die Eeichsvertretung der deutschen Juden, Abteilung L.EPSTEIN Schillerstraße 2 Mein Saison-Schluß-Verkauf bringt billige Extra - Angebole in Oberhemden, Krawatten, Damenwäsche, Socken, Strümpfen in nur guten Qualitäten modern, künstlerisch, billig imAtelierMay Kaiserstraße 19 (Indanthrenhaus) Feinsohlerei Maingau Inb. Max Goldschtnidt Mendelssohnstrasse 60 (Mendelssohneck) Esdiersh Landtfr.1 Unferllndau48 Telefon 55717 UHREN P A 1 «1, goldwaren Ii II in REPARATUREN II U 1 II G O L D wird zu h ö c h s ■ II s AMI ZEIL8 U II U TELEFON 22277 i n Preisen angekauft Zentralwohlfahrtsstelle, teilt mit: Der Ausbildungslehrgang für jüdische Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, Berlin W. 15, Meinekestrasse 22, ist staatlich genehmigt worden. Als Bedingung wurde gestellt, daß jeder Lehrgang 2 Jahre dauert, entsprechend der Ausbildungsdauer an den allgemeinen Seminaren, und höchstens 30 Schülerinnen umfasst. Infolgedessen werden die Schülerinnen des laufenden Lehrgangs erst im April 1936 ihr Examen ablegen können, und der neue Lehrgang Ostern 1936 beginnen. Infolge der Festsetzung der Schülerinnenzahl auf 30 können Neuanmeldungen für den nächsten Lehrgang nicht mehr entgegengenommen werden. — In Berlin fand eine Aussprache der in der „Interessenvertretung der höheren jüdischen Lehranstalten" zusammengeschlossenen Direktoren statt, in der die wichtigsten Fragen des höheren jüdischen Schulwesens in Deutschland erörtert wurden. Die Aussprache befasste sieh u. a. mit der berufspraktisehen Ausbildung des Lehrernachwuchses und der besonderen pädagogischen Lage der jüdischen Schule. — In Berlin verschied im Alter von 75 Jahren der ehemalige ordentliche Professor der Rechte an der Universität Heidelberg, Dr. Otto Gradenwitz. Der Verstorbene war ein besonders hervorragender Kenner des römischen Kechts. Seine Forschungen auf diesem Gebiete sind bahnbrechend geworden. Die wissenschaftliche Welt ehrte ihn in hervorragender Weise. Er war Mitglied mehrerer Akademien und Ehrendoktor der Universität Berlin. Breslau. Die seit einiger Zeit bestehende Absicht, den Jüdischen Kulturkreis in Breslau in einen Kulturbund umzuwandeln, ist verwirklicht worden. In einer Versammlung wurde ein „Jüdischer Kulturbund Breslau" gegründet. Er hat die Aufgabe,unter den Juden in Breslau und Schlesien alle kulturellen Veranstaltungen zu pflegen, zu fördern und zusammenzufassen. Als Dachorganisation sorgt er insbesondere für eine planmässige Zusammenfassung und Verteilung aller Veranstaltungen und für die Durchführung eines einheitlichen Programms. Dem neuen Kulturbund haben sich der Jüdische Musik- Beginn: .Montag, den 29. Juli 87* Uhr BÄMBERGER& HERTZ

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.