Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-07-01 · 11 (7.1935) · p. Seite 438

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
11 (7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 438 (sequence 24)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3094266-3094412-3094423--4760-3099560
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 438 nuel Loew das Ehrendoktörat des hebräischen Rechts verliehen. -— Das Dropsie College für hebräische und verwandte Wissenschaften in Philadelphia hat den Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Friedensrecht an der Hebräischen Universität in Jerusalem und ehemaligen Chef .des palästinensischen Justizwesens, Prof. Norman B entwich, zum Doktor honoris causa ernannt. — Professor Simon Flexner, der seit der Gründung des Rockefeller-Instituts für medizinische Forschung im Jahre 1903 an seiner Spitze stand, hat seine Demission eingereicht und wird sein Amt niederlegen, sobald ein Nachfolger für ihn gefunden ist. Professor Flexner, der in Louisville (Kentucky) geboren wurde, steht im 72. Lebensjahr. Palästina. Amtlich wird bekannt gegeben, daß im Monat April 1935 4.556 Juden, von denen 273 zur Kategori A (Einwanderer mit einem Mindestkapital von 1000 Pfund) gehörten, sowie 57 Araber nach Palästina eingewandert sind. — Einem amtlichen Bericht zufolge sind zurzeit in Palästina 133 Schulgärten der Aufsicht der Begierungsdepartments für Erziehung und Landwirtschaft unterstellt. Die Regierung stellt für die Schulgärten Saatgut, Geflügel, Bienenvölker u. s. w. zur Verfügung. In der Kadoorie-Landwirtschaftssehule wurden in einem Sonderkursus 45 Instruktoren für die Schulgärten ausgebildet. — Wie die palästinensisch-rumänische Handelskammer in Tel Awiw mitteilt, wird auf Grund einer Verordnung des rumänischen Handelsministeriums der 10% Einfuhrzoll auf palästinensische Waren künftighin in Rumänien nicht mehr erhoben werden. — In Jerusalem würde eine Gesellschaft „Hasamir Brith Olamith Lesimrath Jisrael" gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das hebräische Lied überall in der Welt zu verbreiten und hebräische Lied- Dichter und -Komponisten zu fördern. In regelmässigen Zeitabständen sollen „Tage des hebräischen Liedes" stattfinden, alle zwei Jahre sollen sich die hebräischen Chöre an irgendeinem Punkt zu einem grandiosen Liederfest treffen. Das erste Liederfest wird in Palästina stattfinden. Ein Preisausschreiben für die 20 besten hebräischen Chorlieder wurde veranstaltet. Adresse des palätinensischen Sekretariats ist Frau M. Cahan, Rechov Bialik 10, Tel Awiw: Adresse des Warschauer Sekretariats: Hasamir Haolami, Graniezna 9, Warszawa. — Der Stadtrat von Tel Awiw hat einstimmig beschlossen, zum Andenken an Schmarja Levin, der auf dem Tel Awiwer Friedhof bestattet wurde, eine Strasse und eine Schule nach ihm zu benennen. — Der Stadtrat von Tel Awiw hat einstimmig beschlossen, ein Bialik-Museum in Tel Awiw zu errichten. Plan der Erholungsfürsorge für Jugendliche im Sommer 1935 Wieder steht die Jugendfürsorge vor der ungelösten Frage, ob sie auch in diesem Sommer einigen hundert ihrer Pflegebefohlenen Jugendlichen Erholung und Gesundung verschaffen kann; wieder sind die Pläne hierfür nur durchzuführen, wenn ihr außerordentliche Hilfe von Gönnern zuteil wird. Zuerst müssen in allernächster Zeit 75 Kinder auf dringendes Verlangen der Aerzte bei den in Frage kommenden Erholungsheimen, wie Kreuznach, Nauheim, Dürrheim, Hof heim, Kissingen usw. für eine mindestens vierwöchentliche Kur angemeldet werden, obwohl noch die Mittel hierfür fehlen und obwohl in diesem Sommer nur auf ganz geringe Zuschüsse anderer Fürsorgestellen zu rechnen ist Im Ganzen ist in der Kurperiode 1935/36 mit der Erholungsverschickung von 250 Jugendlichen zu rechnen, wofür die Gesamtaufwendungen RM. 15 000 betragen werden. Außerdem muß die Jugendfürsorge der „Jüdischen Wohlfalirtspflege" die Ferienmaßnahmen der -letzten Jahre beibehalten, nämlich den über 250 Kindern, die einer ärztlich geleiteten Kur in einem Heim nicht bedürfen, die jedoch zur Verbesserung ihres geschwächten körperlichen Zustandes frische Luft in der Umgebung Frankfurts, ausreichend Ruhe und gute Kost finden sollen, einen sachgemäßen Aufenthalt während der Sommerferien zu ermöglichen. Die Kinder erhalten ein kräftiges Frühstück, das gute nahrhafte Mittagessen von der Notstandsküche und nachmittags ebenfalls einen gediegenen Imbiß. Für die nötige Bewegung wird durch Turnen und Spiele gesorgt. Um all diese Gesundungsmöglichkeiten zu bieten, bedarf es eines Kostenaufwandes von RM. 4000. Die „Jüdische Wohlfahrtspflege" betrachtet es als ihre hervorragendste Verpflichtung, für die Erhaltung und Wiedergewinnung der Gesundheit der Jugend zu sorgen; sie muß hierauf mehr denn je bedacht sein. Von diesem Gesichtspunkt aus glaubt sie, bei ihren Freunden besondere Bereitwilligkeit zur Unterstützung gerade bei dieser Aufgabe finden zu dürfen. Jüdische Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Leuchtende Augen vom Ferienhilfswerk 1935 des Reichsbund jüdischer Frontsoldaten L. V. Südwestdeutschland Leuchtende Kinderaugen, die voll freudiger Erwartung und Dankbarkeit strahlten, haben uns für all die viele Mühe reichlich belohnt, die wir zum Gelingen des zu Pfingsten durchgeführten Hilfswerks aufwenden mussten. Unter dem Leitwort „Stadt und Land eint ein Band" warben wir bei den Frankfurter Kameraden dafür, die den Stadtkindern im vorigen Jahre auf dem Lande erwiesene Gastfreundschaft zu erwidern. Mit. freudiger Bereitwilligkeit stellte sieb eine so grosse Zahl von Pflegeeltern zur Verfügung, daß wir alle uns von den Ortsgruppen gemeldeten Kinder für die Pfingsferien aufnehmen konnten. Am Donnerstag vor dem Wochenfest hiessen wir die kleinen Gäste aus Oberhessen,-Rheinhessen, von der Saar, der Lahn und aus der Gegend von Gelnhausen willkommen und führten sie, in uns von Kameraden zur Verfügung gestellten Wagen, ihren Pflegeeltern zu, wo ihnen besonders von den Kindern ein herzlicher Empfang zuteil wurde. Jedes unserer Ferienkinder wurde während seines Aufenthaltes von einem Frankfurter Kind betreut, das es zu allen gemeinsamen Veranstaltungen führte und zurück begleitete. Soweit die Kinder der Pflegeeltern nicht den Gast durch den Glosstadtverkehr steuern konnten, stellte der B. d. j.-J. seine Jugendlichen zur Verfügung. Eine Fülle von Unterhaltungen', Sport und Spiel, Belustigung und Belehrung,, religiöse Erbauung und Wanderung kamen zu ihrem Recht. X*ie . Sehewuos- und Pfingsttage gehörten dem Zusammensein in der Familie der Pflegeeltern, dem Besuch des Gottesdienstes, den Spaziergängen und Ausflügen. Die folgenden Wellblechktnstruktionen Garagen * Stahltore Q fbhrradstander* Regale 1 lüolfNetter&Oacobi-UJerke Frankfurt a. M. Tel. 30026 Taunusstr. 5 Eine Anzeige in dieser Größe kostet nur Mk. 3.85 ScbQliflioclierei Alto Nealapd Klüberstr. 8, an der Niedenau «rsikl. Bedienung gute Verarbeitung r '• Lieferungfrei Haus . KAMM fcRJÄG ER Ungeziefer - Vertilgung aller Art (Durchgasung) J. Kallmann, Mä8

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.