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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-07-01 · 11 (7.1935) · p. Seite 435

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
11 (7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 435 (sequence 21)
Language
German
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Seite 435 KAUFEN SIE flßrrenwasc|lß>oomenwascbe,Kinderwäsclie,Krawatten,BadeAriike),SlrQmpIe,Hönöscüolie/Wollwaren/Modewaren im Spezialhaus f)C 1*1TI<H1TI8 $i f^POltzbCtUl ZEIL 93 u. Stadt-Filialen Allgemeinen Eabbinerverbandes Deutschlands zur Vermittlung ist dankend angenommen worden, damit diese berufene Stelle an der Prüfung und Erledigung der Angelegenheit mitwirken kann. — Nach dem Bericht der „Berliner Nachtausgabe" vom 15. Mai über den Vortrag des Reichsministers Hess in Stockholm sind in Preussen 33.500 jüdische Erwerbstätige in Industrie und Handwerk, 89.800 in Handel und Verkehr festgestellt worden. Wie die Statistische Abteilung der Reichsvertretung der deutschen Juden mitteilt, beruhen diese Angaben mutmasslich auf den Ergebnissen der Berufszählung von 1933. Vergleicht man sie mit den entsprechenden Ziffern aus dem Jahre 1925, so ergibt sich, daß die Zahl der Juden in Industrie und Handwerk bereits im Juni 1933 um fast ein Drittel zurückgegangen war, während die Zahl für die Gesamtbevölkerung ziemlich konstant geblieben war. Die jüdischen Erwerbstätigen der Wirtschaftsabteilung „Handel und Verkehr" nahmen um ca. 20% ab, während die entsprechende Zahl der Gesamtbevölkerung um über 11% stieg. Von 100 Erwerbstätigen in Industrie und Handwerk waren danach 1933 nur noch 0,43 Juden gegenüber 0,63 im Jahre 1925. In Handel und Verkehr sank die jüdische Quote von 3,45% auf 2,46%. — Die Pressestelle der Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Auf Grund von Anregungen des Präsidenten der Reichsvertretung der deutschen Juden, Herrn Dr. Leo Baeck, hat der Präsidialausschuss der Reichsvertretung sich mit der Frage der Ausbildung der jüdischen Jugend nach Vollendung des schulpflichtigen Alters befasst. Im Anschluß an die Vorschläge Dr. Baecks, die vom .Präsidialausschuß einstimmig gebilligt wurden, werden die Einzelheiten des Entwurfs von der Schulabteilung der Reichsvertretung ausgearbeitet. — Die Pressestelle der Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Es ist beabsichtigt, in der Zeit vom 21. Juli bis 30. September 1935 in Berlin für eine begrenzte Anzahl von Sportlern und Sportlerinnen, die noch kein Examen abgelegt haben, einen sportpädagogischen Lehrgang zu veranstalten. Auf diese Weise soll dem Mangel an geeigneten Lehrkräften gesteuert werden. In Frage kommen Damen und Herren, die sportlich und turnerisch besonders begäbt sind und pädagogische Eignung nachweisen, können. Näheres wird Interessenten bekannt gegeben. Meldungen sind unter Einsendung eines Lebenslaufes und Angabe der bisherigen sportlichen Laufbahn zu richten an die Reichsvertretung der deutschen Juden, Schulabteilung, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158, III. — In den Blättern des Rassenpolitischen Amtes der'NSDAP wird mitgeteilt: „Dajede Massnahme, die die Auswanderung der Juden aus Deutschland fördert, zu begrüssen ist, hat der Reichswirtschaftsminister in einem Runderlass erklärt, daß jüdische Handwerkerkurse für auswanderungswillige Juden als Förderung der Auswanderung zugelassen sind." — In einem Vortrag über „Rassenpflege im völkischen Staat" vor dem Seminar für nationalpolitische Pädagogik an der Hochschule für Politik in Berlin; berührte der preussische Staatsrat Ministerialrat Dr.. Conti,-die Frage, wieviele Juden heute noch in Deutschland leben. Er erklärte, daß vielfach die falsche Ansicht .verbreitet sei, es habe in Deutschland immer „nur" 600.000 Juden gegeben. Diese Zahl .sei auf eine Zählung von 1912 zurückzuführen, bei der unter „Juden" nur die Angehörigen der jüdischen Konfession verstanden worden seien. Tatsächlich aber habe -es da-: mäls 2,5 Millionen Nichtarier gegeben. Diese Zahl sei inzwischen auf etwa 1,5 Millionen gesunken und zwar zähle man heute in Deutschland 500.000. mosaische Volljuden, 300.000 Volljuden nichtjüdischen Glaubens, und 750.000 jüdische Mischlinge. — Als zweite Veröffentlichung des Jahres 1935 hat die Jüdische Buchvereinigung Berlin "S c h m ä r j a Levins „Jugend in Aufruhr" heraus^ gebem —^Im. Bach-Saal fand eine schlichte Gedenkfeier der Bef-' lirier Zionistischen Vereinigung anlässlich des 75. Geburtstages von Theoder Herzl statt. — Rabbiner Dr. Prinz wirdsich demnächst im Auftrage der Hebräischen Universität Jerusalem nach der Tschechoslovakei und der Schweiz begeben, um dort in einer' grossen Anzahl von " Städten für die Aufgaben der Universität tätig zu seih. — Am 12. Juni erlag in Berlin der Seniorchef des Bankhauses Mendelssohn &. .Co., Franz von Mendelssohn, einem Schlaganfall. Der Verstorbene leitete seit dem Jahre 1892 das vor minmehr 140 Jahren von Joseph und Abraham Mendelssohn, den Söhnen von Moses Mendelssohn, gegründete Bankhaus. — Frankfurt a/M. Nach Meldung des Landespressedienstes des Deutschen Nachrichtenbüros hat der Gemeinderat von Nidda folgenden Beschluß gefasst: „In der Folge werden nur noch diejenigen Handwerker, Fuhrleute, Geschäftsleute usw. mit Lieferungen und Arbeiten für die Stadt berücksichtigt, die der Bürgermeisterei gegenüber eine eidesstattliche Erklärung abgeben, daß sie und ihre Familienangehörigen mit nichtarischen Personen keine Geschäfte tätigen." — München. Nach den bereits bekannten Ziffern lebten 1933 in Bayern 41.939 Juden, die 0 55% der Bevölkerung ausmachten. Gegenüber 1925 betrug die Abnahme der Juden 7.206 eder 14,66%. Die Abnahme ist neben Hamburg (14,7%) die größte im gesamten deutschen Reich. — England. Im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten anlässlich des 25jährigen Regierungsjubiläums König GeorgV. Betrifft: Saison- Schlußverkauf Unsere grosse Saison-Schluss- Verkaufs - Nummer wird am Montag, den 29. Juli erscheinen. Um eine einwandfreie Wiedergabe und gute Plazierung Ihrer Anzeigen^Aufträge zu ermög* liehen, bitten wir um rechtzeitige Dispositionen. — Rufen Sie deswegen gleich 44888 an damit wir Ihnen geeignete Vorschläge unterbreiten können. Die Anzeigen-Verwaltung des Israelitischen Gemeindeblatt M. ISAAC & Co. Ravensteinstrasse 11 Telefon 44888 und 44868 I

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