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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-06-01 · 10 (6.1935) · p. Seite 396

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
10 (6.1935)
Date
1935-06-01
Page
Seite 396 (sequence 22)
Language
German
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Seite 396 eine Berufung als Rabbiner nach Tel Awiw erhalten. Es steht bis zur Stunde noch nicht fest, ob Eabbiner Dr. Hoffmann, der sich auf eine Informationsreise nach Palästina begeben hat, der Berufung Folge leisten wird. — Hamburg. Unter Beteiligung von Vertretern sämtlicher Gemeinden Schleswig-Holsteins, der Hansestädte, Oldenburgs und des Preussischen Regierungsbezirks Stade trat in Hamburg der große Ausschuss des Provinzialverbandes der jüdischen Gemeinden Nordwestdeutschlands zu einer Tagung zusammen. Aus dem erstatteten Geschäftsbericht ergibt sich, daß der Verband für die kleinen Gemeinden fruchtbare Arbeit geleistet hat, indem er für den Religionsunterricht in den Landgemeinden gesorgt, die Juden in den entlegenen Orten wohlfahrtspflegerisch betreut, eine Darlehenskasse ausgebaut, sowie zahlreiche Veranstaltungen kultureller Art durchgeführt hat. Für das Besitztum von Gemeinden, in denen keine oder keine nennenswerte Anzahl von Juden mehr lebt, hat der, Verband Fürsorge und Verwaltung übernommen. — Die Hamburger jüdischen und nichtarischen Aerzte, insgesamt 92 Juden und 8 Nichtarier, haben ein Schreiben von der örtlichen Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wird, daß vom 1. Juli ab die Behandlung von Hilfsbedürftigen der Wohlfahrtsbehörde, den sogenannten Wohlfahrtspatienten, nur durch arische' Aerzte zu erfolgen habe. — In Hamburg haben die Wohlfahrtsbehörden, nachdem eine Behandlung von Wohlfahrtspatienten durch nichtarische Aerzte nicht mehr erfolgen darf, eine neue Anordnung getroffen, durch die mit sofortiger Wirkung untersagt wird, daß Schüler von Fachschulen, deren Schulgeld ganz oder teilweise von der Wohlfahrtsbehörde getragen wird, durch nichtarische Lehrer unterrichtet werden. Diese Anordnung betrifft in erster Linie Musikkönservatorien, an denen noch einzelne jüdische Lehrer tätig sind. — Die Deutsch-Israelitische Gemeinde in Hamburg hat mit Hilfe der Berliner jüdischen Zentralstellen das Erholungsheim Wilhelmshöhe in Blankenese als Jugend- und Ferienheim für die jüdische Jugend eingerichtet. Das Heim wird in kurzer Zeit seiner Bestimmung übergeben werden. Europa England. Die Maimonides-Feier der Londoner Universität, die von der Abteilung für spanische Sprache und Literatur am King's College veranstaltet worden war, vereinigte unter dem Vorsitz des spanischen Botschafters in London, Don Raymon Perez de Ayala, eine besonders zahlreiche und gewählte Zuhörerschaft zu einer Kundgebung geistiger Verbundenheit mit dem Schaffen der spanisch-jüdischen Epoche.— In London wurde eine jüdische Rundfunkgesellschaft unter der Bezeichnung „Jewish Radio Limited" ins Handelsregister eingetragen. Der geschäfts: führende Direktor ist Dr. S. Goldberg, der seinerzeit Vorsitzender des Berliner Synagogenvereins Friedenstempel war. — Unter dem Vorsitz des Presidenten des Board of Deputies, Neville Laski, fand im Woburn House in London die Eröffnung der von der Gesellschaft für jüdische Kunst „Ben Uri" organisierten Jahreskunstaustellung durch Frau Sieff statt. — In dem Wettbewerb um einen Entwurf für die Jubiläumsmarken, die die englische Postverwaltung anlässlich des 25jährigen Regierungsjubiläums Königs Georgs V. herausgibt, hat der bekannte jüdische Künstler Barnett Freedman den Preis davongetragen. Nach seinem Entwurf werden in den beiden nächsten Monaten über eine Billion Jubiläumsmarken hergestellt werden. Italien. In dem historischen Palazzo Doria wird demnächst eine Ausstellung von Handzeichnungen und Radierungen Max Liebermanns eröffnet. — In der letzten Sitzung des Vorstands

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