Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 10 (6.1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 395 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 395 'LUDWIG Grolle Auswahl — Mäßige Preise erleichtern Ihnen die. Anschaffung unserer HERREN-ANZÜGE — MÄNTEL ALL1R ART Wir beraten Sie gerne unverbindlich und bitten um Beachtung unserer 10 Schaufenster und um Ihren Besuch in unseren Geschäftsräumen HindenburgplatZ (früher Bahnhofip!al5)12 neben dem Schumann-Theater LUDWIG nommen die Errichtung einer Lehrwerkstätte für Schlosserei, Tischlerei und die Nebenberufe des Bauhandwerks. Die Vorbereitungen sind bereits soweit getroffen, daß in Kürze mit der Einrichtung des handwerklichen Lehrzentrums in der Nähe von Haifa begonnen wird. Für die Verwaltung des handwerklichen Lehrzentrums hat sich ein Kuratorium gebildet, das' in Deutschland vorerst aus Herrn Rabbiner Dr. Leo Baeck, den Herren Friedrich Borchardt, Ministerialrat i. R. Dr. Otto Hirsch, Dr. Max Krcutzberger, Dr. Siegfried Moses und einem Vertreter der jüdischen Jugendhilfe besteht; in Palästina aus einigen Persönlichkeiten, die der Zentralstelle für die Ansiedlung deutscher Juden nahestehen. Das handwerkliehe Lehrausbild/angszentrum wird gegründet in Erinnerung an Dr. Ludwig Tietz, dem ersten Generalsekretär des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau.—Das Kammergericht in Berlin hat entschieden, daß die Bezeichnung „deutsch" immer mehr in der Bedeutung von arisch verstanden werde. Es sei daher unzulässig für ein Unternehmen mit jüdischen Inhabern, diese Bezeichnung zu gebrauchen, es sei denn, daß der in die Firma aufgenommene Familienname der Inhaber für jedermann klar und deutlich die nichtarische Abstammung ergibt. — Das Sommersemester des Berliner; Rabbinerseminars ist eröffnet worden.— Das Rambam-Lehrhaus in Berlin, eine Gründung des Misrachi und des Vereins zur Erhaltung des überlieferten Judentums, ist mit einer großen Kundgebung eröffnet worden. — Der Kulturbund in Berlin teilt mit: Auf Anordnung des Polizeipräsidiums wurde der Name „Kulturbund Deutscher Juden" umgewandelt in den Namen „Jüdischer Kulturbund Berlin". Diese Namensänderung wurde von einer Mitgliederversammlung, die am Freitag, den 26. April, im Berliner Theater tagte, und. die auf Grund des § 9 Abs. 2 der Satzungen ordnungsgemäss durch Inserat im Reichsanzeiger eingeladen war, einstimmig beschlossen. — Der erste große Palästina-Tonfilm „Land der Verheissung", der im Auftrage des Keren Hajessed-Jerusalem von der Fox Movie Tone-New York als Original-Tonfilm aufgenommen worden ist, wird demnächst in seiner deutschen Fassung in Berlin uraufgeführt werden. Der Film ist von den deutschen Behörden zur Aufführung vor Angehörigen der jüdischen Gemeinschaft zugelassen worden. — Als erster Band einer Schriftenreihe „Judentum in Geschichte und Gegenwart" ist eine Biographie des Maimonides von Abraham Heschel im Erich Reiss Verlag-Berlin erschienen. Der Verfasser zeigt das geistige Werden und Reifen des.Rambam in den entscheidenden Stadien seines Lebens und entwickelt aus dem Leben des Maimonides heraus dessen Werk. Die Gestalt des Ranabam wird so auf plastische Art in klarer Darstellung dem Leser nahe gebracht. Das Buch erweist sich als von der Gegenwart her geschrieben. — Der Bundesvorsitzende des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten gibt folgende Anordnung bekannt, die in Zukunft für den gesamten RjF, Gültigkeit hat: 1. Fahnen des Bundes sind nur bei Gedenkfeiern für unsere Gefallenen oder bei der Beisetzung verstorbener Kameraden zu zeigen. 2. Bei jeder Veranstaltung oder Zusammenkunft im Reichsbund jüdischer E^rontsoldaten wird der in deutschen Kriegen oder Grenzkämpfen für Deutschland gefallenen deutschen Juden mit einer Minute des Schweigens gedacht. — Der Reichsausschuss der jüdischen Jugendverbände teilt mit : Der Sportbund des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten ist dem Reichsausschuss beigetreten. Der Zusammenschluss der jüdischen Jugend ist somit vollendet. — Braunschweig. Nach dem Vorbild der Verträge, die die thüringischen, oldenburgischen und saarländischen Gemeinden zum Zweck ihrer Eingliederung in den Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden beschlossen haben, haben nunmehr die jüdischen Gemeinden des Landes Braunschweig auf einer in Braunschweig unter dem Vorsitz des dortigen Gemeindevorsitzenden, Dr. Walter Heinemann, abgehaltenen Tagung einstimmig den Beschluß gefasst, sich dem Preussenverband anzuschliessen. — Frankfurt a. M. Martin Bubers Jüdisches Lehrhaus in Frankfurt am Main begann am 6. Mai sein Frühjahrssemester, das bis zum i. Juli dauert. Unter den zahlreichen Vorlesungen, die gehalten werden, sind geschichtliche Themen, Lektüre aus der Mischna, Leseproben aus den Schriften des Maimonides und Arbeitsgemeinschaften über die mannigfaltigsten Gegenstände vertreten. Martin Buber selbst hält diesmal keine Vorlesungen ab. — Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann in Frankfurt a. M., der dem Präsidium der Reichsvertretung der deutschen Juden angehört und ausserdem im Präsidium des deutschen Misrachi eine führende Rolle spielt, hat Autorisierter OPEL-H'ÄNDLER WESTEND-GARAGE Inhaber Ludwig L. Sirauss Garage - Tankstelle - Reparaturwerkstaft Frankfurt a. M.-West^I^ Leipzigerstrasse 32 Telefon: Maingau 73251 Vertreter der STOEWER-Automobile Ernst Loch ner&Horkheimer Liebfrauenberg 39,1. Stock - Gegr. 1837 Engl. u. Deutschs Herrenstolle Auch in eleganten Sommerkleidern in entzückenden Sommer - Complets, feschen sportlichen Sommerkleidern, finden Sie bei uns eine besonders grosse Auswahl FUHRLÄNDER Gegründet 1860 Zeil 74-78 Preisermässigung: in der Zeit vom 15. Juli -15. Aug. HANNS L KATZ Dipl. Malermeister Fernruf 94418 Am Kirchberg 27 Ausführung aller Maler- und Anstricharbeiten Verlangen Sie unsere Anzeigen-Preisliste!