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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-06-01 · 10 (6.1935) · p. Seite 392

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
10 (6.1935)
Date
1935-06-01
Page
Seite 392 (sequence 18)
Language
German
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Seite 392 l Verlangen Sie beim Einkauf nur Apfelsinen Marke Rose Diese Marke bietet Ihnen die J unbedingte Gewähr für ausgereifte SS; Früchte i sich dem Aufbau von Erez Israel widmen wollen. Besonders hervorzuheben sei in dieser Beziehung auch die Beratungsstelle als diejenige Einrichtung, welche der jüdischen Jugend Hachscharah und Alijah ermögliche und damit beitrage, die jüdische Jugend reif für Palästina zu machen, um ihr Leben dort als jüdische Menschen zu gestalten. Auch das Philanthropin müsse hierbei helfen, die Jugend für, die Hachscharah vorzubereiten. Der Redner betont, daß seine Fraktion sozusagen die Fanatiker der jüdischen Schule sind, die für sie keinen Ausweg aus irgend einer politischen - Situation darstellt, sondern schlechthin die Schule ist, die die jüdischen Menschen zu bilden habe. In dieser Beziehung müsse es dankbar anerkannt werden, daß im Philanthropin eine neue Bewegung zu spüren sei, und man werde in liebevoll-kritischer Haltung beobachten und prüfen, ob diese Entwicklung anhält Auch bei dem Gemeinde blatt, dessen hohes Niveau anerkannt wird und das sich bemühe zu zeigen, wie eine jüdische Zeitung aussehen muß, werde man beobachten, wie sich der Schriftleiter (dem an dieser Stelle zu seiner Verheiratung Glückwünsche entboten werden) mit seiner verantwortlichen Aufgabe abfinden wird, die Zeitung lebendig und gegenwartsnahe zu halten. Die Gemeindeverwaltung selbst werde für, die Folge die Linie ihrer freigebigen Tradition nicht völlig einhalten können. Es werde sich manches ändern müssen. Dispositionen auf lange Sicht seien wohl nicht möglich, da unser Leben nicht mehr stabil sondern labil geworden ist. Deshalb werde die Gemeinde in der nächsten Zeit wohl einen Strukturwandel durchmachen müssen. Bei aller Anerkennung des Geleisteten müsse die Volkspartei diese Beratung dazu benutzen, eine ernste kritische Feststellung zu wiederholen: Sie habe auch im letzten Jahr ihre Lage als benachteiligte Minoritätsgruppe zu spüren bekommen. Sie empfinde die unter anderen Voraussetzungen erfolgte Verteilung des Kräfteverhältnisses im Vorstand (insbesondere auch im engeren Vorstand), in 'der Gemeindevertretung und demgemäss in den Dezernaten als überholt und ungerecht. Man' habe ihn, den Redner, kürzlich einmal auf die gegebenen Machtverhältnisse verwiesen, die nicht zu verkennen seien. Gerade aber, weil sie nicht verkannt würden, so müsse man doch aus einer wohl überlegten Einsicht heraus sagen, daß diese Verhältnisse den veränderten Umständen nicht mehr entsprächen. Ein Zustand, der zwar legal sei, müsse nicht auch legitim sein, besonders nicht, wenn man das Verhältnis der großen jüdischen Gemeinschaft draussen zu der kleinen Gemeinschaft hier drinnen L.EPSTEIN Schillerstraße 2 Herren- und Damenwäsche — Strumpfwaren Ein Spezialgeschäft wie Sie es suchen Auserlesen in Geschmack und Qualität und — nie teuer! betrachte. Umsomehr müsse sich in diesem Kreis das Gerechtigkeitsgefühl dafür Bahn brechen, daß die jüdische Volkspartei den Wunsch habe, ihre tüchtigen Menschen überall dort mitarbeiten zu lassen, wo diese gebraucht werden, und sie habe aus dieser Erwägung heraus die Absicht, die übrigen Fraktionen zu einer Besprechung einzuladen, in der die Frage erörtert werden soll, wie es ermöglicht werden könne, die volksparteilichen Vertreter den angedeuteten Verhältnissen entsprechend im weiteren Ausmass zur Mitarbeit heranzuziehen. Es handle sich nicht um Machtgelüste, sondern um eine Politik, die nicht Selbstzweck sei, und um eine Vereinheitlichung von Lehre und Tat, die im Interesse der jüdischen Gesamtheit erreicht werden müsse. Hiermit ist die Generaldebatte geschlossen. In der Spezialdebatte werden von dem Vorsitzenden die einzelnen Beschlüsse des Vorstands aus der Vorlage verlesen, und es wird zunächst den Sonderbeschlüssen, soweit sie auf die ziffermässige Gestaltung des Etats ohne Einfluss sind, debattelos zugestimmt. Ferner wird darauf hingewiesen, daß Voraussetzung der gesamten Besehlussfassung die noch ausstehende Genehmigung der Aufsichtsbehörde zu dem Steuerbeschluss ist. Unter diesem Vorbehalt werden sämtliche Kapitel des vorliegenden Etatentwurfs einzeln durchberaten und in Uebereinstimmung mit dem Vorstandsbeschluss ziffermässig festgestellt. Bei der Beratung der einzelnen Kapitel ergaben sich noch folgende Anregungen und Beschlüsse: - Zu Kapitel III (Rituelle Einrichtungen): Der Vorstand wird gemäss der Anregung der Herren Dr. Frenkel und Dr. Mainzer gebeten, die Ritualkommission um Auskunft zu ersuchen, in welchem Stadium sich die Angelegenheit des Schächtens nach Betäubung. befindet. GOLDWAREN R II 1 ll III fl 11 II ZE,L8 REPARATUREN IIUllllllllIlll TELEFON 22277 GOLD wird zu h öchsten P r eisen angekauft ilDlieder fierllcltsichtigt unsere Inserenten. Silberfüchse^Blaufüchse in hervorragend schönen Fellen Jetzt zu besonders günstigen Preisen. Pelzaufbewahrung M as s an f e r t i g u n g Umarbeitung TH. ROSENBLUM Grosser Hirschgraben 26 Telefon 25904 Gebot der Zeit! 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