Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 9 (5.1935)
- Date
- 1935-05-01
- Page
- Seite 356 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 356 Fundsache im Krankenhaus In der Wäscherei unseres Krankenhauses ist unter den Wäschebeständen eine wertvolle Uhr gefunden worden. Der Verlierer war seither nicht zu ermitteln. Wir geben daher auf diese Weise den Fund bekannt. Näheres im Büro des Krankenhauses, Gagernstrasse 36. Zuwendungen Die Gemeindebibliothek erhielt Zuwendungen von den Herren Fabiseh und A. Fürst. Sitzung vom 3. April 1935 Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meyer Der Vorsitzende, Herr Dr. Eichard Merzbach, eröffnete in Anwesenheit von 23 Gemeindevertretern und 5 Mitgliedern des Gemeindevorstands die Sitzung. Anstelle von turnusmässig ausgeschiedenen Mitgliedern der Synagogenvorstände wurden gewählt: in den Vorstand der Hauptsynagoge Frau Margot L e m 1 e und Dr. Max S e e 1 i g, in den Vorstand der Westendsynagoge Konrektor Hoffmann und Rechtsanwalt Dr. Siegfried Popper. Es folgte die Bewilligung von 2 Etatzwölfteln zur Fortführung der laufenden Verwaltungsgeschäfte und zur Deckung der dadurch bedingten Ausgaben in den Monaten April und Mai 1935 auf Grund des zur Berätung stehenden Entwurfs des Haushaltsplans pro 1935/36 unter besonderer Berücksichtigung der Erfordernisse der Jüdischen Wohlfahrtspflege, der Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe und der Einrichtungen der halboffenen Fürsorge. Eine weitere Vorlage betrifft die Beschaffung einer neuen Waschmaschine für das Krankenhaus, wofür ein Kredit von RM. 3.500.- bewilligt wurde. Eine Vorlage des Vorstandes betreffend die Abänderung der Steuerordnung wurde der Rechtskommission zur Vorberatung überwiesen. Es wurde ferner der Gewährung eines Vorschusses an das Philanthropin auf die etatmässigen Zuschüsse für 1935/36 sowie der Zahlung bezw. Verrechnung von an den Preussischen Landesverband geschuldeter Umlagebeträge die formelle Genehmigung erteilt. Eine wichtige Vorlage betrifft die Aenderung des Steuerbeschlusses für das Rechnungsjahr 1935/36 im Hinblick auf den Umstand, daß infolge einer Mitteilung der hiesigen Finanzämter die Veranlagung und Erhebung der Kultussteuer für die Israelitische Gemeinde mit Wirkung vom 1. Mai ds. Js. auf das neu zu bildende Steueramt der Israelitischen Gemeinde überzugehen hat. Die Vorlage wurde durch den Konsulenten, Herrn Dr. R. Geiger, erläutert, wobei dieser Gelegenheit nahm, an die Gemeindemitglieder im Interesse der pünktlichen und gewissenhaften Erledigung ihrer steuerlichen Verpflichtungen auch nach Uebergang der Kultussteuerverwaltung auf die Gemeinde zu appellieren. Es wurde hierbei darauf hingewiesen, daß die Finanzämter künftighin sich auf die Mitteilung der Besteuerungsmerkmale und die Zwangsbeitreibung der Restbestände beschränken werden und daß im' Falle der Beitreibung die hierdurch entstehenden Kosten in Höhe von 2% des geschuldeten Betrages durch die Vollstreckungsstelle der Finanzkassen mit beigetrieben werden müssen. Berichte über die Abwicklung einer von der Israelitischen Religionsschule geschuldeten Resthypothek, sowie über die Verteilung bezw. Neuzuweisung von Räumen an soziale Fürsorgestellen im Hause Königswarterstrasse 26 wurden ohne Debatte entgegengenommen. Hieran schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung. Aus der Arbeit der Reichsvertretung Die Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Die Reichsvertretung hat vor einiger Zeit, wie bereits mitgeteilt, bei "den jüdischen Gemeinden und Organisationen, den jüdischen Zeitungen und den Gemeindeblättern eine Aktion unternommen, um Zahl und Form der jüdischen Veranstaltungen der Lage des deutschen Judentums anzupassen. Diese Anregungen haben, wie wir mit Befriedigung feststellen konnten, bei nahezu allen in Frage kommenden Stellen Verständnis und Bereitschaft zur Durchführung gefunden, und wir dürfen erwarten, daß die Zahl der Veranstaltungen aller Art noch weiter vermindert werden wird. Bedauerlicherweise gibt es noch immer einige wenige Kreise, darunter leider auch Untergruppen jüdischer Organisationen, die es mit dem Ernst der Zeit für vereinbar halten, Fest- und Ball Veranstaltungen abzuhalten. Wir wissen uns mit der erdrückenden Mehrheit des deutschen Judentums, das mit Würde und innerer Haltung seine Sorge trägt, einig, wenn wir auf das Entschiedenste das Verschwinden solcher r Gebt unseren jüd. Blinden Arbeit! i Stuhl- und Korbflechten, Fritz Herlitz, Vübelerstraße 7 Lebensmittel, David HOlzel, Hans Handwerkstraße 65 Besen und Bürlsenwaren, Max Kahn, Niddaslrasse 67 Papier u. Bürobedarf, Emil Münster, Teiemannstr. 18, Tel. 7L639 Klavierstimmen, Cäsar Simon, Baumweg 62, Tel. 42307 Schneiderei und Corsetlnähen, Frau Segulim, Bornh. Ldstr. 19 Schuhmacherei Wolf, Baum weg 57, III. Stck. Gleichzeitig bitten wi' Edeldenkende um Überlassung von Radio« apparaten, Gramophonen mit Platten für umere Mitglieder Autorisierter OPEL-HÄ'NDLER WESTEND - GARAGE Inhaber Ludwig L. Strauss Garage - Tanksfelle - Reparaturwerkstatt Frankfurt a. 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