Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-05-01 · 9 (5.1935) · p. Seite 351

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
9 (5.1935)
Date
1935-05-01
Page
Seite 351 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3094266-3094412-3094421--4663-3099461
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 351 Verlangen Sie beim Einkauf nur ^SSUSL^ Apfelsinen Marke Rose <«&4Be*«t Diese Marke bietet'' Ihnen die unbedingte Gewähr für ausgereifte Früchte Große Erfolge Frankfurter Sportler auf der 2. Makkahiah Aus Tel Aviv wird uns von einem Frankfurter Teilnehmer der Makkabiah geschrieben: Die Sportteile aller jüdischen Zeitungen sind voll von den Berichten aus Tel Awiw, wo sich soeben vor den Augen gam Palästinas die 2. Makkabiah abgewickelt hat. Sowohl am Eröffnungs-, wie auch am Schlußtag gaben 50.000 Zuschauer den würdigen Kähmen für diese große jüdische Sportdemonstration ab. Die Expedition des Deutschen Makkabikreises hatte in allen Sportarten große Erfolge zu verzeichnen. Wir freuen uns, daß Frankfurter Sportler — Mitglieder des Sp. V. Bar Kochba — an hervorragender Stelle daran beteiligt waren: Frau Dr. Friedleben ging ungeschlagen aus den Tenniswettkämpfen hervor und sicherte Deutschland den Ge3amtsieg im Tennisländerkampf für Frauen. Die Deutsche Handballmannschaft wurde überlegen jüdischer Weltmeister vor Palästina, Rumänien und Oestereich. In sämtlichen Spielen wirkten die bekannten Frankfurter Spieler Richard Schliesser und Max Flörsheim als Verteidiger und Berthold W e 11 w a r t h als Mittelläufer mit. Sie bildeten das starke Bollwerk der deutschen Hintermannschaft. Die erst 15jährige Sprinterin Lore Meyer befand sich ebenfalls in ihrer Bestform. In ausgezeichneten Zeiten placierte sie sich im 60m.-Lauf an 2. Stelle hinter der Weltmeisterin Sibylle K o f f (Amerika) und im 100 m.-Lauf an 3. Stelle. Sehr zu beachten ist auch der 4. Platz von Frl. Gerda S al omon im Florettfechten für Damen und der 7. Platz des jungen Willi Werner im Zwölfkampf der Turner. An den Erfolgen der Fussballmannschaft beteiligte sich Walter Grünebaum durch sein ausgezeichnetes Spielen. Die Resultate der Schwimmwettkämpfe, die in Haifa stattfinden, stehen noch aus. Wir erwarten auch hier einen Erfolg des Schwimmers Walter G o 1 d s c h m i d t, der bekanntlich auch Olympiakanditat für Deutschland ist. Aussprache D Anregung zur Künstlerhilfe Im Anfang des Winters hatte eine Gruppe von Frauen in Berlin im Rahmen der Künstlerhilfe einen M i t; t a<r s t i s c h eingerichtet. Sie warben Patenschaften, um Künstlern ein sehr preiswertes oder kostenloses Essen zu schaffen. Zahllose Hausveranstaltungen hatten dann einer Anzahl Künstlern Gelegenheit gegeben, sich wieder in der Öffentlichkeit zeigen zu können. Diejenigen, die nicht herausgestellt werden konnten, hatten den verständlichen Wunsch, einmal wieder in die Gesellschaft eingereiht zu werden. So kam es zu einer Hausveranstaltung, wo „jeder 5 Minuten" sein Eigenstes zeigen wollte. Die Zeit war so kurz bemessen, da die Anzahl der Künstler zu groß war. Alle, die den Abend miterlebten, haben es bedeutungsvoll empfunden, Künstler kennen zu lernen, die der Zeit zum Opfer gefallen waren. Jeder einzelne ein Schicksal. Dramaturg, Intendant, ausübende Künstler in Vortrag, Gesang und Instrumenten ergaben die Buntheit des Abends. Es soll hier keine Kritik über Gebotenes gegeben werden. Wir bezwecken mit diesem Hinweis einen Ruf an die Frauen im Reich, es als ihre Aufgabe zu betrachten, sich um die Künstler in ihrer Nähe zu kümmern. Mögen sich ihnen Häuser öffnen, um ihnen ein Gefühl der Gemeinschaft, des Verstehens zu schenken. L. O. Kulturarbeit des Monats Ernest Blochs jüdisches Oratorium in der Westend-Synagoge Im letzten Märzkonzert machte der Kulturbund Rhein- Main einen großen. Hörerkreis, der die Westendsynagoge füllte, mit einem Werk eigener, neuer Art, dem „jüdischen Oratorium" Ernest Blochs, „Awodath Hakodesch" bekannt. Es war ein dankenswertes Unternehmen, diese dem jüdischen Gottesdienst geltende Vertonung des bekannten Komponisten, (*1880), den seine Studienjahre übrigens auch zu Iwan Knorr ans Frankfurter Hochsche Konservatorium geführt haben, in sorgfältig vorbereiteter und abgerundeter Aufführung erklingen zu lassen. (Ein kleiner Wunsch blieb offen: Die Jüdische Chor v er- Am vorteilhaftesten i kaufen Sie s STEPPDECKEN i FABRIK FRIEDRICH RIES Ith '202 Bergerstrass 202 Das Haus der Billigen Preise Solomon reo. G. m. b. H. Kronprinzenstrasse 21 Jetzt unsere vorteilhaften S t r ugm plfler •fe Kniefacon und lange ,!;Filet - glatt — Diagonal u. $ viele andere Bindungen Blusen - Sweaters für Sport u. d. tägl. Gebrauch Merieren Mmi @etottm! Der echte Frigidair e Der Kühlschrank für Haushalt und Gewerbe in allen Grössen. Niederlage in Haifa Tel. 32554 Genenl-Tertretong: Johannes Repp, BUrgerstrasse 13 | Brennabor, Adler,Wanderer Opel, Festino, Goethe etc. . Reparaturen | an allen Fabrikaten SEEWALD nur Zeil 19 Inserieren Dringt Gewinn! MODE RICHTER DAS SPEZIALHAUS der GUT ANGEZOGENEN FRAU GOETHESTR. 22 (gegenüber PfüHer) TEL. 23833

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.