Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 8 (4.1935)
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 313 (sequence 23)
- Language
- German
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Seite 313 beruhe ausschliesslich auf den ungeheuren neuen sozialen Lasten, die die Zeit Verhältnisse von der Gemeinde fordern. Auf die Frage eventueller Einsparungen körine in der heutigen Beratung zunächst nicht eingegangen werden. Das sei Sache der Etatberatung und es würde hierbei auf das Schärfste geprüft und jede nicht absolut notwendige Ausgabe gestrichen werden. Notwendig sei aber die Peststellung, daß die jüdische Notstandsküche täglich an 1000 Menschen zu einem Preis von 10 Pfg. ein auskömmliches und nahrhaftes Essen liefere, daß der Beratungsstelle die Sorge für die Berufsumschichtung des großen Teils der jüdischen Jugend und vor allem der schulentlassenen Jugend, für die keine Aussicht bestehe, in das Erwerbsleben eingegliedert zu werden, auf sich habe, daß die Keichsvertretung der deutschen Juden die notwendigen Mittel für Hilfe und Aufbau des deutschen Judentums von den Gemeinden verlange und daß es sich bei all diesen Dingen um zwangsläufige Ausgaben handle, denen sich niemand entziehen könne. Wenn man sich demnach auch nur schweren Herzens zu der Erhöhung der Steuersätze entschlossen habe, so stehe trotzdem zu hoffen, daß dem Vorstandsbeschluß allseitig zugestimmt werde. Herr Dr. Pomeranz erklärt zunächst, daß es nicht die Aufgabe der Gemeindeverwaltung sein könne, den letzten Mann in der Gemeinde zufrieden zu stellen. Es sei richtig, daß ein großer Teil der Ausgaben durch die Notzeit bedingt werde. Darüber hinaus sei aber die Gemeinde auch die Gesamtvertreterin aller jüdischen Interessen und wenn demnach nach der Berechtigung von Einzelposten gefragt werde, so habe der Hinweis zu gelten, daß die verschiedenen Gebiete sozialer und kultureller Arbeit zwar die Aufgabe von Einzelorganisationen sei, daß aber die Gemeinde diese Gebiete mit zu versorgen habe. Es sei ziffernmässig nicht genau festzustellen, was die Gemeinde brauche, um diese Aufgabe zu erfüllen, insbesondere sei es nicht möglich zu sagen, ob ein Steuersatz von 22K%, 25% oder 30% hierzu ausreiche. Es sei aber sicher, daß die Gemeinde eine Mindestsumme für die Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben benötige und das müßten die Gemeindemitglieder begreifen und sich entsprechend einstellen. Herr Dr. Freimann wendet sich gegen die in den Beratungen der gemischten Finanzkommission und aus dem Vorstandsbeschluss zutage getretenen pessimistischen Auffassung des Steuererträgnisses und spricht für eine schonungsvollere Steuerpolitik. Insbesondere beantragt er die Befreiung derjenigen Gemeindemitglieder, welche Kultussteuer bis zu KM. 5,— zu entrichten haben, von der Abgabe des Gemeindegelds. Herr Dr. Geiger weist demgegenüber darauf hin, daß eine solche Freilassung wegen des Charakters des Gemeindegelds als Kopfgeld nicht möglich sei, und daß auch die von Herrn Dr. Freimann angenommene Erhöhung der Steuerbasis für die Gemeinde deshalb nicht zutreffe, weil die Einkommen der jüdischen Zensiten im Gegensatz zu den übrigen Einkommensteuerpflichtigen nicht stabil, sondern dauernd im Absinken begriffen seien. Die pessimistische Auffassung sei vor allem deshalb berechtigt, weil auch der Einkommensteuerzuschlag von 27J4% zur Dekkung des Ausgabebedarfs wohl nicht ausreiche. Hierauf wurde dem Vorstandsbeschluß zugestimmt. (Der Text des Steuerbeschlusses wird nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde veröffentlicht werden. Schriftleitung.) Der von dem Konsulenten gemeinschaftlich mit dem Bürodirektor vorgelegte Entwurf eines Haushaltsplans pro 1935/36 wird der gemischten Finanzkommission zur Vorberatung überwiesen. Weitere Vorlagen betreffen die Bewilligung eines Kredits von RM. 2.500.— zur Beschaffung von weiteren Kochkesseln für die Jüdische Notstandsküche infolge der notwendig gewordenen Zusammenfassung des Küchenbetriebs; die Durchführung einer von der Reichsvertretung der deutschen Juden gemeinschaftlich mit den Gemeinden geplanten Sammlung saktion, sowie die Bewilligung eines Kredits zum Zweck der Beschaffung verbilligten Koscherfleisch für Mittelstandsfamilien zu den bevorstehenden Pessachfeiertagen. Sämtlichen Vorlagen wurde debattenlos zugestimmt. Hieran schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung. ■^^^ Seitdahrzehnten leite ich Strengeiroein grosses Fachgeschäft ^Reel iitätl nach diQSGn Grundsätzen Steppdecken Po.Sier Möae* 4mm wgngjj aus eigoi mr Fabrik Kunstseide 24.- säm- 19.50 17.50 15.- 12.- m. weitä.Schatwol le 42. 38.-34.-81.5029.- flaunendecken Polstersessel, ueue Formen 45.-39.-33.- 29. 27.- 24.- 1150 Chaiselongues 49. 43.- 3H.- 2K.: 26.^22. Couohes und Couohöettenisä. 160.-130 110.- 90.- 75.-1&- 55.- ümiäteeid.- Damast 73.-68.-62 -59 -53.-49.- ö.- ö. 4^20 330 2.50 .'. 1.60 bis 654 Daunen, 13.-. 11.-, 9.-. K.7j, ö., 6.75 4.90 Oeokbetten u. Kissen 42.- 39.- 36.- 33.- 29-- 26.-22.-18.- bis 10-50 Kissen 14. 12501 •- d50 7.506.50 4.25331) indeiwagen 45.- 3730 32.25 26-25 Spottwanan 173U 1530133(1.241) Kinde» - Koltern Wagen - Decken aus eigener Fabrik Seegras 25.-22.-20. WoUe29.-26.-23.-22. Kapok 4.-51.-48.-45. Koühaar - Matratz. ächlarafi. -Matratz. 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