Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 6 (2.1935)
- Date
- 1935-02-01
- Page
- Seite 232 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 232 dischen Lehrerverbandes in Preussen" statt. Nach zweijähriger Pause waren zum ersten Male wieder die Vertreter aller deutschen jüdischen Lehrervereine und der preussischen Provinzialverbände erschienen.— Längere Verhandlungen des Kulturbundes Deutscher Juden mit Richard Beer-Hofmann haben den Dichter veranlasst, nunmehr sein biblisches Drama „Jaakobs Traum" zur Aufführung im Berliner Kulturbund freizugeben. Schon die nächste Aufführung des Kulturbundes wird daher diese Dichtung Beer-Hofmanns sein. — Wie die Jüdische Buchvereinigung mitteilt, hat sie ihre Arbeit nunmehr auch unter der österreichischen Judenheit aufgenommen. In der österreichischen Presse wird ein Aufruf veröffentlicht, in dem die Ziele und das Programm der Buchvereinigung dargelegt werden. — Auf Einladung der Polnischen Gesellschaft für soziale Medizin, des Vereins jüdischer Aerzte und der Polnischen gastrologischen Gesellschaft begibt sich der Leiter der Abteilung für innere Krankheiten am Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Geheimrat Prof. Dr. Hermann S t r a u s s, nach Warschau, um dort drei Vorträge über innere Medizin und die Behandlung von Magen- und Darmkrankheiten zu halten. — Zu Ehren des bisherigen Chefgynäkologen des Jüdischen Krankenhauses in Berlin, Sanitätsrat Dr. Karl Abel, der sich nach langjähriger Tätigkeit von der Leitung der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses zurückgezogen hat, fand eine Abschiedsfeier statt, an der der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, der Krankenhausvorstand und die dirigierenden Aerzte des Krankenhauses mit ihren Assistenten teilnahmen. In einer Reihe von Reden wurden die wissenschaftlichen Verdienste Dr. Abels und seine hervorragenden Leistungen im Dienste des Krankenhauses gewürdigt. — Der Verlag Brockhaus veröffentlicht einen Aufruf zum 70 Geburtstag des bekannten Forschers Sven H e d i n am 19. Februar. In dem Aufruf wird Unser beliebter Inventur-Verkauf beginnt Montag, 28. Januar Er bietet Ihnen wiederum ganz besondere Vorteile für den Ein kaut von: Herren-, Knaben- und Sport- Kleidung, Auto - Leder- und Pelz - Kleidung, Reisedecken Gummi-Lederol-Regen - Kleidg. Herren-Knaben-Strick -Kleidung Herren - Mode - Wäsche - Artikel Herren-Hüte und Mützen Prüfen Sie bitte unverbindlich CARSCH POR WASSERSPORT WINTERSPORT SKI, HOCKEY Tischtennis FALTBOOTE -jetzt kaufen I Neue Mainzer Str. 6 SÄkte Tel. 29335 hervorgehoben, daß Sven Hedin in einer Zeit, da die ganze Welt Deutsehland feindlich gesinnt war, für Deutschland und deutsche Kultur eingetreten ist. Sven Hedin ist mütterlicherseits jüdischer Abstammung, also Nichtarier. Ein Vorfahr von ihm, Abraham Brody, war ein nach Schweden eingewanderter deutscher Jude. — Am 9. Januar feierte der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses der Reichs Vertretung der deutschen Juden, Ministerialrat a. D. Dr. Otto Hirsch, seinen 50. Geburtstag. - Am Sonntag, den 20: Januar hielt die Vereinigung für das religiös-liberale Judentum ihre diesjährige Hauptversammlung ab, um grundlegende Fragen über die Stellung des religiösen Liberalismus in der Gegenwart zu erörtern und zu klären. Der Vorsitzende der Vereinigung, Rechtsanwalt Heinrich Stern, konnte eine grosse Anzahl yon Delegierten und Gästen begrüssen. Unter ihnen befanden sich die meisten führenden Persönlichkeiten des religiösen Liberalismus, sowie viele Jugendliche. Ueber die grundsätzlichen Fragen des religiösen Liberalismus gab in eindeutigen Formulierungen das Referat von Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach: „Wo stehen wir heute?" Aufschluss. Referate über die Bedeutung des Sabbath und die Sabbathgestaltung hielten Rabbiner Dr. Leo Baeck, der Vorsitzende der Reichsvertretung, und Rechtsanwalt Dr. Julius L. Seligsohn, Mitglied des Präsidialausschusses der Reichsvertretung. In einem Referat über die Jugendfragen betonte Dr. Alfred Fabian-Breslau den religiösen Zug in der Jugend. Frankfurt M. Nach Mitteilungen der Polizei konnten bisher die Täter, die am 28. Oktober den Friedhof der Israelitischen Gemeinde in Homburg v. d. H. heimgesucht und dabei zahlreiche Grabsteine beschädigt hatten, bisher noch nicht ermittelt werden. Aus diesem Grunde wird an die Bevölkerung die Aufforderung gerichtet, im Interesse