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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-12-01 · 4 (12.1934) · p. Seite 149

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
4 (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 149 (sequence 27)
Language
German
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Seite 149 Zentralisierungdes Wirtschafts-Informationsdienstes Deutschland- Talästina hat das Palästina-Amt Berlin der Jewish Agency for Palestine, Berlin W. 15, Meinekestr. 10, mit dem American Economic Committee for Palestine (zentrales Informationsbüro für Industrie und Landwirtschaft), Tel Awiw, einen Vertrag abgeschlossen, der einenoch engere Zusammenarbeit der beiden Institutionen er- •möglich'ty — Zum .75. Geburtstag des Präsidenten des Ordens Bne .Briss Alfred M. Cohen erscheint das.Oktober- und November- Heft der Mitteilungen der-Großloge für Deutschland U. 0. B. B. als. Festnummer unter dem Motto: „Das jüdische Haus als Kraft- .quelle. der" Erneuerung jüdischen Lebens". — Anläßlich des Hinscheidens des bekannten Berliner Internisten Geheimrat Prof. Dr. Heinrich.Rosin weist die Leitung der OET-Gesellschaft Abt. Deutschland auf die Verdienste hin, die sich der Verstorbene um das Werk.der Berufsumschichtung unter den Juden erworben hat. — Breslau. Die Babb ina t e in Hirschberg und Schneidemühl sind neu besetzt worden. Nach Hirschberg ist Babbiner Dr. Bicht.er berufen worden; das vom Preußischen Landesverband sub\ entionierte Bezirks-Babbinat Schneidemühl, das durch die Berufung des Herrn Babbiner Dr. Bosenzweig nach Prag frei geworden ist, wurde mit Herrn Babbiner Dr. J o s p e besetzt. Die Herren Dr. Bichter und Dr. Jospe sind Absolventen des Breslauer Jüdisch-theologischen Seminars. — Hamburg. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden wurde in Hamburg eine „Jüdische Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft in Hamburg.«. V." gegründet. Die Gesellschaft wird Konzerte und Vortragsabende veranstalten, dagegen keine Theatervorführungen. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Intendanten Leopold Sachse. Der Zutritt zu den Veranstaltungen ist nur Juden, Nichtariern und .arischen Ehegatten von Nichtarien gestattet. Die neue Gesellschaft wird ihre Arbeit mit einem Konzert, des Orchesters des Kulturbundes Deutscher Juden in Berlin unter Leitung seines Generalmusikdirektors Joseph Bosenstock beginnen. — Köln. Nachdem vor einiger Zeit •die jüdische Lehrerschaft von Köln und Umgebung eine Arbeitstagung abgehalten hatte, ist daraus eine „Freie Vereinigung der Kölner jüdischen Lehrer und Lehrerinnen" hervorgegangen. Vorsitzender ist Direktor Dr. E. Klibänsky, Leiter der Jawne in Köln. Es ist ein umfangreiches Bildungsprogramm aufgestellt worden. Frankreich. Obwohl der Plan, für Edmond de Rothschild ein offizielles Begräbnis durchzuführen, von seiner Familie, die ausschließlich eine stille Totenfeier wünschte, abgelehnt worden war, hatten sch zu der Beisetzung, die am 5. November auf dem Pariser Friedhof Pere Lachaise stattfand, über 10 000 Menschen eingefunden: Unter den Anwesenden befanden sich Vertreter der französischen Begierung und der französischen Akademie, ferner ■zahlreiche Senatoren, Deputierte und führende Persönlichkeiten der Finanzwelt. Die Beisetzungsfeier ging in den Das Haus der SPE/lALiTÄTEN: Billigen Preise Salomon & Co. G. m. b. H. Kronprlnzenstrasse 21 Unterkleidung Strumpfwaren Wäsche für Damen u. Her en Kleiderstoffe Bettstoff«, Koltern Sirickwolle, Kurzwaren Denken Sie an das altfrankfurter Q Spezlalhaus für Teppiche und Oardinen Neue KräVrse 15 denkbar einfachsten Formen vor sich. Außer den Gedenkworten des Pariser Oberrabbiners Julian W e i 11 wurden keinerlei Ansprachen gehalten. Der Präsident der Eepublik, Lebrun, hatte sich bei der Beisetzungsfeier für Baron Edmond de Bothschild durch den Obersten de Bellefond aus seinem Militärkabinett vertreten lassen. Holland. Die Boyal Society in London hat dem bekannten jüdischen Physiker Dr. W. J. de Haas, Universitätsprofessor in Heyden, für seine Forschungen auf dem Gebiet der Eigenschaften der Körper bei tiefen Temperaturen die Bumford-Medaille, eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Physik und Chemie, verliehen. — Im Amsterdamer Konzerthaus erzielte die Uraufführung eines neuen Werkes von Kurt Weill, „Symphonische Phantasie", einen außerordentlichen Erfolg. Die Aufführung wurde in Vertretung des ersten Dirigenten des Konzerthauses, Prof. Dr. Willem MengeLberg, von Bruno Walter geleitet. Oesterreich. Am 23. Oktober fand die Aussprache zwischen dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg und den Mitgliedern des Präsidiums der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde statt, um die diese nach der Bekanntmachung der Verordnung über die konfessionelle Klassentrennung in den öffentlichen Schulen angesucht hatte. Bei dieser Gelegenheit wiederholte Bundeskanzler Dr. Schuschnigg seine zuletzt in Genf gegenüber dem Präsidenten des Jewish Board of Deputies, Neville Laski, und dem Präsidenten des Comite des Delegations Juives, Dr. N. Goldmann, abgegebene Erklärung, daß die österreichische Bundesregierung auf dem in der Verfassung verankerten Grundsatz der Gleichheit und Gleichberechtigung aller Staatsbürger vor dem Gesetze zu stehen gesonnen sei. — Als Vertreter der österreichischen Judenschaft ist der Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Desider Friedmann, in den neu konstituierten österreichischen Staatsrat berufen worden. Zum Mitglied des gleichzeitig eingesetzten Kulturrats wurde der bekannte jüdische Gelehrte Prof. Dr. Salomon Frankf urter, der langjährige Direktor der Wiener Universitätsbibliothek und Fachreferent "für jüdische Angelegenheiten im österreichischen Kultusministerium ernannt. — Im Bahmen einer Pressekonferenz erörterte der Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Staatsrat Dr. Desider Friedmann, die schweren Aufgaben, die der Gemeinde infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage ihrer Mitglieder erwachsen. Im Jahre 1932 hat das Fürsorgewesen allein 2 494 875 Schilling erfordert. Im Jahre 1933 wurden bei einem Gesamtetat von 7 Millionen Schilling 2 557 877 S. für die Fürsorgezwecke verausgabt. Um den gesteigerten Erfordernissen gerecht zu werden, wurden umfassende Sparmaßnahmen durchgeführt und ein 20prozentiger Zuschlag zu den Kultussteuern wurde erhoben. In diesem Jahre will der Gemeindevorstand an- Ernst Lochner&Horkheimer Liebfrauenberg 39. I. Stock - Gegr. 1837 Enal. u. Deutsche Herreosioüe

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