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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-12-01 · 4 (12.1934) · p. Seite 140

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
4 (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 140 (sequence 18)
Language
German
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Säte- 140 Aus der Gemeindevertretung Sitzung vom 31. Oktober Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meyer - Der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, eröffnete in Anwesenheit von 29 Gemeindevertretern und 9 Mitgliedern des Gemeindevorstandes die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende des schweren Verlustes, den die Gemeindevertretung durch das Hinscheiden ihres Mitglieds, des Herrn Albert_,Cpb.en, getroffen hat. Wie der Vorsitzende bereits an der Bahre des Verstorbenen den Gefühlen der Trauer um diesen Verlust Ausdruck gegeben hat, so würdigt er den Verstorbenen als vorbildlichen gewissenhaften und fleißigen Mitarbeiter, der alle . Verhandlungen der Gemeindevertretung mit größtem Interesse verfolgt und insbesondere das schwierige Amt des Schriftführers in langjähriger Tätigkeit mit größter Pflichttreue geführt hat. Sein freundschaftliches, gefälliges und liebenswürdiges Wesen haben ihm innerhalb der Gemeindevertretung nur Freunde erworben,' und sein Andenken werde, in ihrem Kreise unvergessen bleiben. Der Vorsitzende gedenkt ferner des Verlustes, den die Gemeinde durch das Hinscheiden des früheren langjährigen Vorstandsmitgliedes, Herrn Salomon Epstein, erlitten hat, dessen vornehme und gewinnende Persönlichkeit und dessen große Sachkunde und Liebe vut Gemeinde, insbesondere bei seinen früheren Mitarbeitern noch unvergessen sind. Sein Andenken werde in der Gemeinde fortleben. Weiterhin spricht der Vorsitzende dem durch Krankheit an der Teilnahme bei der heutigen Sitzung verhinderten Herrn Dr. Mankiewicz namens der Gemeindevertretung Wünsche für baldige Genesung aus. Gemäß Vorschlag der liberalen Fraktion der Gemeindevertretung und auf Grund der Vorschriften der neuen Wahlordnung sind anstelle des durch Wahl in den •Gemeindevorstand aus der Gemeindevertretung ausgeschiedenen Herrn Dr. Franz Wolf Herr Jakob Stern-Bing und anstelle des mit Tod abgegangenen Herrn Albert Cohen Herr Zahnarzt Dr. Alfred Straus in die Gemeindevertretung gewählt und, nachdem sie die Wahl angenommen haben, für den Rest der gegenwärtigen Amtsperiode. Mitglieder der Gemeindevertretung geworden. Der Vorsitzende begrüßt-die neu Eingetretenen mit dem Wunsch für gedeihliche Mitarbeit. Er begrüßt ferner das erstmals erschienene Vorstands^ mitgüed, Herrn Dr. Richard Rh einst ei n. — Im Anschluß hieran erfolgen einige Ergänzungswahlen in verschiedene Kommissionen und Delegationen sowie die Wahl eines Vorstandsmitglieds der Arthur und Emil K ö n i gs w a r t e r s ch e n Unterrichts- und Studienstiftung. — Frau Paula Prenk e l hat aus Gesundheitsrücksichten ihr Amt als Vorstandsmitglied niedergelegt. Der Vorstand hat diese Amtsniederlegung bestätigt und Frau Frenkel mit seinem großen Bedauern seinen Dank für die hingebungsvolle und langjährige Mitarbeit ausgesprochen. Die Gemeindevertretung schließt sich dem Dank des Vorstandes-an Frau Frenkel an. — Der Jüdischen Woh 1 f.ährtspf 1 ege wurde zu Lasten eines noch ausstehenden Vermächtnisbetrages ein Vorschuß von RM. 15 000.— bewilligt, der nach Eingang des Vermächtnisses zurückzuzahlen ist. — Der Vorstand hat unter¬ Bezugnahme auf den Gemeindebeschluß vom 16. Januar/19. Februar 1934 gemäß dem in diesem Beschluß enthaltenen Vorbehalt auf Abänderung des Kultussteuersatzes im Laufe des Rechnungsjahres beschlossen, den Steuersatz für das Rechnungsjahr 1934 dergestalt zu erhöhen, daß ein sogenanntes halbes fünftes Steuerquartal erhoben wird. Maßgebend für die Beschlußfassung ist ein Bericht der gemischten Finahzkommission, welche diese Angelegen- . heit eingehend behandelt hatte, sowie insbesondere ein Schreiben ihres Vorsitzenden, des Herrn Emil Oettinger, in welchem der Standpunkt der Kommissionsminderheit niedergelegt ist, nachdem die Kommission gegen das Votum ihres Vorsitzenden beantragt hatte, den Steuersatz um den Betrag eines vollen Quartals zu erhöhen. Aus dem erwähnten Schreiben geht u. a. hervor, daß eine mäßige Steuererhöhuhg im Hinblick auf Darlegungen, die in der Kommission über die Lage der Jüdischen Wohlfahrtspflege und der Notstandsküche unterbreitet worden sind, und in Anbetracht der im Laufe des Rechnungsjahres beschlossenen Nachbewilligungen und weiterer Anforderungen, die noch zu. gewärtigen sind, zuzugestehen sei. Er bittet aber dringend, sich mit der eingangs erwähnten Erhöhung zu begnügen und die Vorschläge der gemisch- Die Frankfurter Bank, Neue Mainzerstrafje 69 gegründet 1854 übernimmt die Ausführung aller bankmässigen Geschäfte bei billigster und raschester Bedienung Spareinlagen gegen Sparbuch ' . «st; - Hinterlegungsstelle für MQndelvermögen + LEONHARD .^-**f-' I *#-i?£r>J KAHN FAHRGASSE. ECKE BÖRNESTR. A.D»KQN STABL. WACHE __DAS KAUFUAUSl PEQ KLEINENj PÜEISE! E l 7 E . 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