Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 2 (10.1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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FRANKFURTER ISRAELITISCHES GEMEINDEBLATT Amtliches Organ der Israelitischen Gemeinde* Das Gemeindeblatt erscheint monatlich. Bezugspreis für Gemeindemitglieder vierteljährlich 45 Rpfg. (einschl. Zustellungs- und Erhebungskosten). — Preis der Einzelnummer 25 Rpfg. — Jahresbezug für Nichtmitglieder der Gemeinde RM. 3.— zuzüglich Porto. — Schriftleitung: Fahrgasse 146; Fernsprecher: Sammel-Nummer Bf. 27544. — Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 33521. — Anzeigenrerwaltung: Annoncen-Expedition M. Isaac&Co.. Ravensteinstraße 11, I., Fernsprecher 44868 und 44888. — Anzeigen nach Tarif. — Anzeigenschluß für nächste Nummer: 26 Okt. — Die Schriftleitung übernimmt für den Inhalt des Gemeindeblattes nur die preßgesetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Erlaubnis der Schriftleitung gestattet 13. Jahrgang Frankfurt a. M., Oktober 1934 Nr. 2 Für Hilfe und Aufbau Zum Werk für Hilfe und Aufbau geeint, ruft die jüdische Gemeinschaft, rufen die jüdischen Organisationen und Institutionen aller Richtungen die deutschen Juden 7 zur umfassenden Opfergemeinschaft auf. Oeffnet die Herzen! Oeffnet die Hände! Es zeugt von menschlicher Größe und jüdischem Bewußtsein, sich dem schweren Schicksal seiner Gemeinschaft zu stellen, auch wenn es den Einzelnen selbst noch nicht erreicht hat. Gerade wer die Not noch nicht verspürt, opfere für die schwerer ringenden Brüder. Es darf nicht sein, daß das deutsche Judentum eine Gemeinschaft ohne Jugend, eine Gemeinschaft ohne Zukunft werde. Dein Opfer führt die Jugend zu produktiver Einordnung in neuen Lebensraum, damit sie fähig wird, die Sorge für die erwerbslosen Alten auf ihre eigenen starken Schultern zu nehmen. Reichsvertretung der deutschen Juden Dr. Baeck Dr. Hirsch Allg. Rabb.-Verb, Dr. Horovitz Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Just.-Rat Dr. Brodnitz Jüdischer Frauenbund E. V. Ottilie Schoenewald Cora Berliner Reichsbund jüd. Frontsoldaten Dr. Loewenstein Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden E. Seligmann Eskeles Es darf nicht sein, daß Wissen und Bildung nur dem Besitzenden zugänglich gemacht wird. Dein Opfer baut am jüdischen Schul- und Kulturwerk. Es darf nicht sein, daß Alte und Kranke unversorgt bleiben. Dein Opfer sichert die Aufrechterhaltung von Wohlfahrt, Krankenhäusern und Altersheimen. Nach gemeinsamer Planung soll ein edler Wettstreit herrschen in der Erfüllung der beiden Aufgaben: Sicherung des Schicksals der deutschen Juden in Deutschland und konstruktiver Aufbau der jüdischen Heimstätte in Palästina. Die Sammlung für den Keren Hajessod geht deshalb selbständig als in sich geschlossener Bestandteil des gesamten jüdischen Hilfswerks neben der Sammlung des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau einher. Jeder gebe nach seiner Einsicht und seinem Herzen, aber er gebe bis an die Grenzen seiner Kraft. Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau Borchardt Dr. Kreutzberger in Deutschland Dr. Dienemann Hilfsverein der deutschen Juden Eugen Landau Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände Dr. Brodnitz Dr. Sommerfeld Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe Woyda Dr. Rau Zionistische Vereinigung für Deutschland Dr. Moses