Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 12 (8.1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 482 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3094266-3094399-3094411--4249-3099039- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 482 jüdischen Jugendverbände zusammengeschlossenen Bünden am 28. Juni im Berliner Logenhaus veranstalteten Vortragsabends sprachen Martin Buber über „Die jüdische Situation-und die Erwachsenenbildung" und Dr. Ernst Simon über Probleme jüdischer Jugendbildung.-— Im Rahmen der Hilfsaktionen der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und unter Leitung und aktiver Mitarbeit eines von Frau Dr. London geführten Damenkomitees wurde in Berlin ein Mittagstisch für engagementlose jüdische Künstler eingerichtet. — Anläßlich ihres zehnjährigen Bestehens hielt die Gesellschaft für jüdische Famili.enforschung am 27. Juni eine Festsitzung ab, an der außer den Mitgliedern der Gesellschaft Vertreter der großen jüdischen Körperschaften und geladene Gäste teilnahmen. — Das Kuratorium der Freien Jüdischen Volkshochschule E. V. Berlin hat in seiner letzten Sitzung unter dem Vorsitz von Herrn Rabbiner Dr. Max Wiener eine neue Leitung gewählt. In sie wurden berufen: Dr. Paul Eppstein, bisher Privatdozent an der Handelshochschule und Leiter der Volkshochschule Mannheim, und Dr. Fritz Bamberger, Leiter der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt Berlin. — In Berlin ist das frühere Vorstandsmitglied der Deutsehen Bank und Diskonto-Gesellschaft, S e 1 m a r Fehr, im 61. Lebensjahre infolge eines Herzschlages gestorben. — Dem Rechtsanwalt am Landgericht Berlin, Dr. Ernst Frankenstein, wurde die besonder« hohe Auszeichnung der Ernennung zum Kommandeur des Ordens der italienischen Krone zuteil. Frankenstein gilt als einer der besten Kenner des italienischen Rechts. — Der Dozent für Philosophie an der Lehranstalt (früher Hochschule) für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, Prof. Julius Guttmann, ist an die Universität Jerusalem berufen worden und wird Deutschland, vorläufig für ein Jahr, in einigen Wochen verlassen. — Dannstadt. In Darmstadt fand die diesjährige Hauptversammlung der „Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Südwestdeutschlands" statt, auf der einstimmig folgende Resolution an die „Reichsvertretung der deutschen Juden" beschlossen wurde: „Die am 15. Juli in Darmstadt stattgefundene Hauptversammlung der „Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Südwestdeutschlands" stellt einstimmig fest, daß die „Arbeitsgemeinsphaft" im ersten Jahre ihres Bestehens unter Beweis stellen konnte, daß eine Zusammenarbeit aller jüdischen Sportvereine äuf rein sportlichem Gebiete" unter Aufrechterhaltung der religiösen und weltanschaulichen Einstellung möglich und erstrebenswert ist. Sie erblickt auch für die Zukunft in dieser Zusammenarbeit die gegebene Grundlage sportlicher Gemeinschaft in Südwestdeutschland und ist darüber hinaus der Ueberzeugung, daß bei dem guten Willen aller Beteiligten diese gemeinschaftliche sportliche Arbeit sämtlicher jüdischer Turn- und Sportvereine in ganz Deutschland möglich und zu erstreben ist." — Düssseldorf. Nach den neuesten und endgültigen Feststellungen, die jetzt vom Preußischen Statistischen Landesamt mitgeteilt werden, besaß Düsseldorf bei der Volkszählung des vergangenen Jahres eine Wohnbevölkerung von 498 600 Personen, von denen 5053 Juden waren. Die relative Zahl der in Düsseldorf wohnenden Juden blieb in den beiden letzten Jahrzehnten ziemlich konstant. Sie betrug 1910 1,1 Prozent, im Jahre 1925 1,19 Prozent und im vergangenen Jahre 1,01 Prozent der Gesamtbevölkerung. — Frankfurt a. M. Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der deutschen Juden hat an ihre Mitarbeiter und Freunde ein Rundschreiben ausgesandt, in dem Referate und Dikussionsreden der vom 10. bis 13. Mai in Herrlingen abgehaltenen Konferenz über Fragen der jüdischen Erwachsenenbildung als llaterial für einen) weiteren GedankenausL:.usch verwendet werden. — Karlsruhe. Das Badische Statistische Landesamt veröffentlicht eine Studie über die Religionszugehörigkeit der Wohnbevölkerung in Baden nach der Volkszählung vom 16. Juni 1933. An diesem Tage hatten 2412 931 Personen ihren Wohnsitz in Baden. Als Israeliten der Religion nach haben sich 0,9 Prozent, d. h. 20 617, bezeichnet. Im Verhältnis zur Volkszählung von 1925 ergibt sich ein Rückgang um 14,3 Prozent. Köln. Im Rahmen einer eindrucksvollen Heldengedenkfeier, an der 3000 Personen teilnahmen, fand am 8. Juli auf dem jüdischen Friedhof von Köln-Bocklemünd die Enthüllung eines von der Kölner Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer FrontS-Oldaten gesetzten Gefallenendenkmals sfa"£tr^=-fc6ipzTgr'T)er Vierte Zivilsenat des R-eichsgerichts hat in einer grundsätzlichen Entscheidung über die Anfechtbarkeit arisch-jüdischer Mischehen das seinerzeitige Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe aufgehoben, durch das eine Mischehe mit der Begründung als ungültig erklärt worden war, daß dem Ehemann, dem zwar beim Eingehen der Ehe die Tatsache der nichtarischen Abstammung seiner Frau bekannt war, die Bedeutung der . Rassenverschiedenheit der Ehepartnerin erst später zu Bewußtseih kam. Es habe somit ein Irrtum über wesentliche Eigenschaften des Ehepartners vorgelegen, was einen Anfechtungsgrund bilde. Das Reichsgericht hat nunmehr das ursprüngliche Urteil des Landgerichts Heidelberg, das die Anfechtung abgewiesen hatte, wiederhergestellt. — Dr. Willi Michae 1 i s - Leipzig, der bis zum Jähre 1933 Vorsitzender des Deutschen Aerztebundes zur Förderung der Leibesübungen war, ist von dem italienischen Sportärztebund, der „Federazione italiana degli Medici sportivi" zum Ehrenmitglied ernannt worden. Europa Ausland Belgien. Der Senat der Universität Lüttich hat dem berühmten holländisch-jüdischen Phannakologen Prof. Dr. ItalHe, Inhaber der Lehrkanzel für Pharmakologie Leydener Staats-Universität, das Ehrendoktorat verliehen van der SCHWAB MASSKONFEKTION . DAS EINZIGE SPEZIAL¬ GESCHÄFT SCHWAB MASSKONFEKTION DAS EIN¬ ZIGE SPEZIALGESCHÄFT - DAS EINZIGE Sp,r' SS^ f^ * sc B*C .3 MASSKONFEKTION GESCHÄR SCHWAB MASSKONFEKTION DAS EIN- ZIGE SPEZIALGESCHÄFT SCHWAB MASSKONFEKTION Saison - scnioss - Verkanl bei BENEDIKT Qualitäten — Preise SCHUHE die Sie sehen müssen Sie wissen ja: 15 Kaiserstrasse 15 ^Beginn Montag, den 30. Juli 830 Uhr Polster - Möbel Hermann Schloß Brel»eqagse29, cok»Tell Sr$fo£ so yÖ UNGEWÖHNLICHE VORTEILE BIETET JETZT DER EINKAUF BEI MODE RICHTER DAS SPEZIALHAUS der GUT ANGEZOGENEN FRAU GOETHESTR. 22 (gegenüber Pfüller) TEL 23833 Bäckerei BERGMANN, Ädalberfsfrasse 6b Telefon 78646 Mitglied der Gemeinde.