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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-07-01 · 11 (7.1934) · p. Seite 437

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
11 (7.1934)
Date
1934-07-01
Page
Seite 437 (sequence 15)
Language
German
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Seite 437 beantragt namens der liberalen Fraktion, den Etat in der von der gemischten Finanzkommission vorgelegten Fassung zu genehmigen. Namens der konservativen Fraktion spricht Herr Felix Heye r Worte wehmütigen Gedenkens für seinen unvergeßlichen Vorgänger Naftali Fromm, der mehr als ein Jahrzehnt von dieser Stelle aus seine frischen und temperamentvoNen Etatreden gehalten hat. Die Lücke, die sein allzu früher Heimgang hinterlassen habe, sei bis heute nicht geschlossen, sein Andenken werde stets in hohen Ehren bewahrt werden. Für die in diesem Jahr in besonders übersichtlicher Form und mit klaren Erläuterungen erfolgte Etataufstellung und die damit geleistete verdienstvolle Arbeit spricht Herr Meyer dem Konsulenten Dr. Geiger, Herrn Bürodirektor Meyer und den übrigen Mitarbeitern der Hauptverwaltung Dankesworte aus. Schon bei der Vorlage des ersten Etatentwurfs sei es klar gewesen, daß der Fehlbetrag von rund Rm. 100 000.— auch durch die sorgfältigste Arbeit der gemischten Finanzkommission ohne eine Steuererhöhoing nicht aus der Welt geschafft werden könne. Wenn nun vorgeschlagen werde, diese unausbleibliche Steuererhöhung erst in einigen Monaten zu beschließen, um die tatsächlichen Steuereingänge besser übersehen zu können, so dürfte dieser Standpunkt der richtige sein, da vermieden werden müsse, die größtenteils schwer um ihre Existenz ringenden Gemeindemitglieder stärker in Anspruch zu nehmen, als es bei äußerster Sparsamkeit notwendig werde. Aus diesem Grunde wird auch die von der Finanzkommission angeregte Vorlage, welche eine starke Herabsetzung der Sesselmieten in den Gemeindesynagogen bringt, von der konservativen Fraktion begrüßt. Auf dem Gebiet des Unterrichtswesens wird mit Genugtuung festgestellt, daß die erfolgreichen Bemühungen, das Schulwerk des Philanthropins vor dem Abbau zu bewahren, durch die äußereu Ereignisse des letzten Jahres mehr als gerechtfertigt worden sind. Das starke Anwachsen der Schülerzahl beweise zur Genüge die dringende Notwendigkeit dieses Schulwerks, stelle aber auch gleichzeitig die Schule vor neue und große Aufgaben. Die konservative Fraktion habe nie einen Hehl daraus gemacht, daß nach ihrer Auffassung noch vieles am Philanthropin hinsichtlich seiner positiv-jüdischen Einstellung zu verbessern sei. Es wird aber andererseits anerkannt, daß du; Leitung der Schule sich nach Maßgabe der vorhandenen Mittel bemüht, den Zeiterfordernissen Rechnung zu tragen. Es .sei zu wünschen, daß Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternhaus in verständnisvoller Zusammenarbeit unsere .Jugend befähigt, als aufrechte Juden den schweren, vor ihr liegenden Lebenskampf zu bestehen. In diesem Zusammenhang wird auch anerkannt, daß das Philanthropin durch die Xeueinstcllung einer bewährten Kraft auf dem Gebiet der hebräischen Sprache neben den bisherigen Lehrkräften zu erkennen gibt, daß es die Zeichen der Zeit und ihre Erfordernisse nicht übersieht.!)•!•• Krankenhaus der Gemeinde erfreue sich infolge seiner hervorragenden ärztlichen und wirtschaftlichen Leitung großer Beliebtheit. Die Be!egungt>ziffer und damit auch die Rentabilität sei trotzdem einer Steigerung fähig, wenn die jüdisi Iien Stadtärzte noch mehr als bisher ihre jüdischen Patienten in tli" Gagernstraße legen wollten. Die Leitung des Krankenhauses werde ihr Möglichstes tun, um den Stadtärzten diese Belegung zu ermöglichen und zu erleichtern. Die segensreiche Wirksamkeit der Beratungsstelle für Hilfe und Aufbau und des Jüdischen Lehrhauses wird gleichermaßen anerkannt. Zu der Angelegenheit der Verlängerung der Legislaturperiode d-;r Gemeindevertretung um zwei Jahre, welche in der jüdischen Presse ein mehr oder weniger lebhaftes Echo und schließlich in Berlin Nachahmung gefunden habe, läßt die konservative Fraktion erklären, daß sie bei ihrer Zustimmung zu dieser Vorlage des Gemeindevorstandes nur der Gedanke geleitet hat, daß in der gegenwärtigen Zeit größere Sorgen bestehen, als die Kräfte in einem innerjüdischen Wahlkampf zu messen, abgesehen von den Kosten eines solchen Wahlkampfes. die für notwendigere Dinge besser angebracht seien. Jeder Gedanke an die Erhaltung einer Machtposition habe der Fraktion vollständig ferngelegen, umsomelir. als sie gestützt auf eine erfolgreiche jahrzehntelange Gemeindearbeit ihrer Gefolgschaft innerhalb der Frankfurter Gemeinde sicher sei. . Fragen der großen jüdischen Politik hätten uns hier nicht zu beschäftigen. Man erkenne in dieser Beziehung die Autorität der Reichsvertretung und des Preußischen Landesverbandes gerne an. Jede Einmischung zentraler Parteistellen auf die Führung der Frankfurter Gemeinde lehne die konservative Fraktion ab. Gnädige Frau! Denken Sie bei der Wahl Ihrer Kleidung daran, dass nur Ihrer Eigenart entsprechende, y geschmackvolle Garderobe V wirklich elegant wirkt. Deshalb besuchen Sie einmal ){ ganz unverbindlich H den kleinen Laden mit dem guten Geschmack GOETHESTRASSE 1 TELEFON 29660 i)OC,lC|3CaOCl30C wo gute möbel wenig kosten NASSAUISCHE MÖBELINDUSTRIE KAUFHAUS FRANKFURT GMBH H. WEINBER8 — H. STERN GR. FRIEDBERGERSTR. 13-17 JACOB GEIGER GeneraUAgentur Versicherungen aller Art Freiherr vom Steinstrafje 48 Tel. 71814 heiliger Staub, Platzregen - kein Schrecken für den glücklichen Träger eines Vaimeiine-Manieis. Wasseidicht (kein Gummi) mit doppelt. Aermelschuft, seidig glänzend — und sehr preiswert, kostet der Valnteline-ManteJ uii^j für Damen u. 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