Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 9 (5.1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- Seite 372 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 372 Es ist bei genügender Teilnehmerzahl ein Stenographiekurs für Anfänger geplant. Anmeldungen im Heim. Alle Kurse sind kostenlos. Täglidi. nachmittags 4,45—5 Uhr Yerköstigung. Jüdische Leihkasse E. V. Bericht für 1935 Die Jüdische Leihkasse E. V. ist auch in dem abgelaufenen Jahre ihrem Zwecke, zur Erriditung und Erhaltung selbständiger Existenzen insbesondere des Kleingewerbes und des Handwerks Darlehen zu gewähren, gerecht geworden. — Abgesehen von den vielen Gesuchen, die wegen zu großer Höhe der verlangten Beträge oder aus sonstigen Gründen gar nicht in Betracht gezogen werden konnten, wurde über 550 Gesuche beraten und an 274 Personen Darlehen im Gesamtbetrage von rund RM. 42 500.— bewilligt. — Die Rückzahlungen betrugen rund RM. 46 000.—. Die nachfolgende Aufstellung der Bilanz und des Gewinn- und Verlust- Kontos geben weitere Auskunft über die Tätigkeit der Leihkasse. Gewinn- und Verlust-Konto 31. Dezember 1933 Soll : Haben RM. 16.- Kasse.......RM. 1654.47 Bankguthaben ... „ 2129.97 Debitoren....... 41048.— Dubiose......„ 1.— Israelitische Gemeinde RM. 30000.— Is. Haas'sche Stiftung „ 1075.— Kreditoren .... „ 9777.80 Kapital-Konto . ■ . „ 5980.64 g r u p p e herangeht, jugendlichen über 10 Jahre, denen eine Teilnahme an den Trainingsabenden nicht möglich ist, ist damit Gelegenheit geboten, an einem Wochennachmittag eine gründliche Ausbildung im Florettfechten unter der Leitung des bewährten Diplom-Fechtmeisters Claudio Azara zu erhalten. Die Kosten für alle Anschaffungen werden denkbar niedrig gehalten und auf einen längeren Zeitabschnitt verteilt. Meldungen schriftlich oder an den Fechtabenden persönlich. (Stiftstraße 591. Uebungsabende sind Montag und Donnerstag.) Kalender des Jüdischen Frauenbundes Der Jüdische Frauenbund gibt seit neun Jahren alljährlich einen Kalender heraus, der sich in vielen jüdischen Familien bestens eingeführt hat. Es wird in jedem Jähr ein ganz bestimmtes Thema behandelt; in diesem Jahr beziehen sich Bilder und Texte auf „Das Jüdische Buch'\ Die zahlreichen Abbildungen vermitteln einen Eindruck vom Reichtuin jüdischer Buchillustration, zurückgehend bis zu den ersten Handschriften* Buchdrucken bis zum modernen jüdischen Buch. Textproben dieser Bücher werden ergänzt durch Aussprüche, die die Beziehung des Juden zum Buch, zum Geistigen, charakterisieren. Außer diesem Kalender kündigt der Jüdische Frauenbund in diesem Jahr noch einen Kinderkalender an. Er ist für 6—12jährige Jungen und Mädchen gedacht. Zu Purim gibt es Figuren zu einem Märchenspiel. Abreißpostkarten, Stundenplan, Spielanregungen zu Bastelarbeit und ein Preisausschreiben werden geboten. Der Kalender wird von Edith Samuel illustriert. Dieser Kalender ist ebenfalls durch die Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes zu bestellen. Jüdischer Kinderhort, Bleichstraße 8 Für schulpflichtige Knaben und Mädchen täglich geöffnet von 12—6 Uhr. Mittag- und Vesperspeisung. Beaufsichtigung der Schularbeiten. Handfertigkeit, Spiel und Beschäftigung. Sprechstunde von 3 bis 4 Uhr. Leitung: Lucie Aschkenasy. . Verein Linas Hazedek Am 15. Mai, Rausch Chaudesch Siwan. kann das Beth-Hamidrasch, „Verein Linas Hazedek", Hans-Handwerk-Strafie 51, auf ein 20jähriges Bestehen zurückblicken. Dieser Betsaal erfreut sich eines sehr starken Zuspruches. Dank einer Subvention der Gemeinde war es möglich, das Beth-Hamidrasch auch in den wirtschaftlich schlechten Zeiten zu ernalten. Der Vorstand besteht aus den Herren Ch. Klausner, Vorsitzender, M. Langermann, J. Isaak, J. Hasenkopf, H. Stimler. Herr Ch. Klausner gehört dem Vorstande schon seit der Gründung des Vereins an. Jüdischer Turnerbund e. V. Geschäftsstelle: Rückertstraße 47 (Telephon 48396) Sommerprogramm 1934 D a m e n : Turnen und Gymnastik: Mittwoch, 20%—22^ Volksschule, Röderbergweg. Frauen: Gesundheitsgymnastik: Dienstag 20^—22. S.-R.-Hirsch-Schule, Am Tiergarten. Herren: Leichtathletik und Sport: Sonntag, 10—12, Riederwaldwiese, Mittwoch, 19—21, Riederwaldwiese; Turnen: Donnerstag 20y2—22, S.-R.-H.-Schule. Knaben: Sportspiele: Sonntagnachmittags, Riederwaldwiese; Turnen: Montag, 18—20, S.-R.-Hirsch- Schule; Leichtathletik und Sport: Mittwoch, 17—19, Riederwaldwiese. Mädchen : Turnen und Gymnastik: 1. Gruppe: Mittwoch, 14%—15%, S.-R.-H.-Schule; 2. Gruppe: Mittwoch, 17%—18%, Volksschule, Röderbergweg; 3. Gruppe: Mittwoch, 18%—19%, Volksschule, Röderbergweg. Wanderungen werden jeweils bekanntgegeben. Heimabende: .Sonntag, 18—20 Uhr, Knaben und Mädchen, 20%—22 Uhr Damen und Herren, Königswarterstraße 26. Gelegenheit zum Ping-Pong, Schach etc. ist vorhanden. Anmeldungen für die neugegründeten Handball- und Fufiballmann- ■ichaften können noch berücksichtigt werden. T. S. V. Schild Der T. S. V. Schild, Frankfurt a. M., veranstaltet am 27. Mai auf seinem neuen Sportplatz in Oberrad einen Jugendsporttag, zu dem alle Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren, Mitglieder und Nichtmitglieder, zugelassen und eingeladen sind. Es finden sportliche Konkurrenzen statt, die den verschiedenen Altersstufen in Art und Anforderung angemessen sind. Der Beginn ist auf vormittags 10 Uhr angesetzt. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung haben schriftlich bei der Geschäftsstelle, Zeil 491., unter Angabe des Geburtsdatums zu erfolgen. Die Fechtabteilung im T. S. V. Schild leistet einer vielseitigen Anregung Folge, indem sie an die Gründung einer Jungfechter- Zentralstelle für jüdische Pflegestellen In Düsseldorf fand kürzlich die diesjährige Vorstandssitzung der Zentralstelle für jüdische Pflegestellen und Adoptionsvermittlung, Elberfeld, unter Leitung der Vorsitzenden, Frau Samuel, statt. So fand eine Aussprache statt über „das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwüchse s", das sowohl in Bezug auf seine praktische Anwendung und Wirksamkeit in der offenen und geschlossenen Erziehungs- und Gefährdetenfürsorge als auch in seiner theoretischen Bedeutung im Hinblick auf das jüdische Religionsgesetz erörtert wurde. Es wurde beschlossen, einer Stelle im Reich alle Anträge, die für die Sterilisierung jüdischer Personen gestellt werden, zur Gewinnung eines Ueberblickes und zur eventuellen Beratung zur Kentnis zu bringen. — Dr. Margarete Berent referierte über das Gesetz „gegen Mißbrauch bei der Eheschließung und der Annahme an Kindesstatt" in seiner Beziehung zur Adoptionsvermittlung. Neben gesetzlichen Maßnahmen wurden noch eine Reihe von Einzelfragen, die sich aus der Praxis der Adoptionsarbeit ergeben haben, besprochen. Zum Pflegestellenwesen wurde vor allem die Frage der Krankenversicherung, sowie die Schulung der Pflegemütter und Vertrauensfrauen beraten. Es wurde davon Kentnis gegeben, daß die geplante Erhebung über „Vorkommen und Schicksal unehelicher jüdischer Kinder" inzwischen eingeleitet worden ist. — Die Verhandlungen zeigten wiederum, welche ernste und wichtige Aufgabe die Zentralstelle zu ererfüllen hat. | | Vereins- und Yersammlangskalender | | (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 23. Mai bei der Schriftleitung vorliegen.) Montag,?. Mai Jugendkommission der Israelitischen Gemeinde. Oeffentliche Jugendversammlung. Vortrag von Rabbiner Dr. Hoffmann: „Jüdische Jugend, Schicksal und Aufgabe". Aula des Philanthropins, 21 Uhr. Dienstag, 8. Mai Freie Arbeitsgemeinschaft. Vortrag von Dr. Bernhard Strauch: „Ueber die Wunderkraft des Betens", im Sitzungszimmer der Westendsynagoge, 20% Uhr. Mittwoch, 9. Mai Jüdischer Jngendbund. Arbeitsgemeinschaft: Hebräischer Kurs. Jugendheim, 20 Uhr. Jüdischer Jugendbund. Vortrag von B. Sturm: „Die Arbeiterschaft in Palästina", Jugendheim, 21 Uhr. Dienstag, 15. Mai Freie Arbeitsgemeinschaft. Vortrag von Dr. Hans Epstein: „Vom Bildungswert jüdischer Geschichte" (mit Interpretation einer Urkunde), Sitzungszimmer der Westendsynagoge, 20% Uhr. FahrgaKe'E&Äwad» Wanzen sowie sämtl. Ungeziefer vertilgt (Durchgasung) Jäger Zeil 14 — Tel. 28523. Chr. Carl MüllersDörrstein & Sohn Dachdeckermeister Frankfurt a. M. / Jahnstrafje 9 / Telefon Z. 53719 S. HOLLÄNDER WERKSTÄTTE FÜR STEJNARBEITEN GRAB MALER LEO HOROVITZ Bildhauei und Ziseleur ECKENHEIMER LANDSTR. 127 , FERNSPR. 52014