Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 7 (3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- Seite 278 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 278 lichkeit sicher sein darf, wenn sie den Einheits-willen des deutschen Judenturas in der praktischen Arbeit verwirklicht und ihn notfalls gegenüber Widerständen mit Festigkeit durchsetzt. Folgende von den Herren Justizrat Julius Brodnitz. Professor Martin Buber. Dr. Georg Hirsrhland: Rabbiner Dr. Hahn-Essen, Dr. Hommel-Schweinfurt. Rabbiner Dr. Horovitz-Frankfurt a. M., Albert Joseph-Landau. Hannah Karminski. Dr. Klee. Dr. Leo Löwenstein, Kom.-Rat B. A. Mayer-Mainz. Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer. Professor Stein-Karlsruhe. R.-A. Heinrich Stern, Max Warburg. Kammergerichtsrat Leo Wolff eingebrachte Resolution wurde einstimmig angenommen: Die Art und Weise, in der innerhalb der deutschen Judenheit in der letzten Zeit vielfach innerjiidische Auseinandersetzungen geführt worden sind, veranlaßt den Beirat der Reichsvertretung der deutschen. Juden zu folgender Erklärung: Die Reidisvertretung der deutschen Juden beruht auf der Überzeugung, dass die Gegenwart über alles Trennende im Weltanschaulichen hinweg in der praktischen Arbeit die geschlossene Einheit des deutschen Judentums gebietet. Mag diene in sich auch noch so stark gegliedert sein, keine "Richtung darf hoffen, durch rücksichtslose Vertretung einseitiger Grundsätze und Interessen auch nur soviel zu gewinnen, wie eine Zersoaltung des deutschen Judentums der Gesamtheit, aber auch ihr selbst, schadet. Alle Kräfte müssen dem einen Ziel dienen, dass jeder deutsche Jude im Vaterlande nicht nur seinen Lebensraum findet, sondern seine jüdische Überzeugung auch offen und frei bekennen und betätigen kann. Die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen weltanschaulichen Strömungen, die nicht unterbunden werden sollent dürfen die durch die notwendige Solidarität gezogenen Grenzen nicht überschreiten. Der Beirat fordert deshalb die Reichsvertretung der deutschen Juden auf, eine Einrichtung zur Schlichtung von Streitfällen zwischen jüdischen Verbänden, Gruppen, Institutionen und Zeitungen zu schaffen. Die Reichsvertretung darf aber auch äussersten Falles nicht zögern, der jüdischen Oeffentlichkeit den bekannt zu geben, der gleidiwohl fernerhin den Frieden und die Einheit der deutschen Judenheit gefährdet. Einer würdigen ZukunU des ganzen deutschen Judentums soll unsere Arbeit gewidmet sein! Li Aussprache II „Musikpflege im jüdischen Hause" Unter dieser Ueberschrift hat Artur Holde kürzlich die "Notwendigkeit neuer und intensiver Pflesre der gediegenen Hausmusik beweiskräftig vertreten (1934, Heft 5). was von ganzem Herzen begrrüßt werden kann. Tm Anschluß hieran sei eine Anregung gelben deren Verwirklichung mir auch praktischen Wert zu ^aben scheint. Tatsache ist. daß es in der ganzen Welt an erstklassigen Bläs°rn von Klarinetten, Flöten. Oboen. Posaunen. Fagotten, Hörnern, Tuben usw. unter den Juden manerelt. Diesen Zwei? rW Musik möchte ich jüdischen junsren Leuten besonders emnfehl°n die sich sicher damit im gesamten Ausland eine Existenzmöerliehkeit schaffen könnten. Tn meiner s°ctizehniährisren Tätigkeit als Theaterleiter hat es sich oft gez^is-t. daß ps an miten B'Ssem fehlte Jüdische Bläser?ab es fast garnicht), während Streicher im Ueberfluß vor*»andpn waren. Es wäre daher für iüd'sche Musiklphr°r eine dankbare Aufgab«, da sie ia PTfißfenteils eine ffenfiirendp Vorhildung' hetzen — früher verlan?fp man von jpdpm TheatQrkanellrnpister die BeherrRrhuner ein°K Blasinstrumentes —. s;rh noch nraktisch im Snielen von Blasinstrumenten durchzubilden, um hierin Unterricht zu erteilen. Auf diese Weise würde dem musiknflegpnden Judentum neue wertvolle Kenntnisse vermittelt werden, die im Ernstfälle aher eben doch einen realeren praktischen Wert erhalten könnten, als noch so erut ause-efibte Kammermusik. Auch ffJr di"p jüdischen Lehrer würden sich bestimmt neue Perspektiven eröffnen. . Theaterdirektor A. Sander. Schuhe für Mutier und Kind im Senilitas Grass Ajr BERGERSTRASSE 176?A i£ Fernspr. 44238 V E. KRIEGER jetzt Friedbergerldstr. 25 Einziges jüd. Geschäft ani Philanfhropin SSmtl. Schulartjk«! für das Phllanthropln Papi« — Schreibwaren — Kurznnd Mercerewaren Dekatur-Anstalt für Herrenu. Damenstoffe KRAUSS Gegründet 1863 ZIEGELGASSE 22 (Laden) Tel. 29613 Damentasdien, Koffer äußerst billig HßllWi(| & Co., Lederarenhans a Kaiserstr. 29, Haus Kaiserkeller n Wer mit der Zeit geht, geht mit der Mode Wer mit der Mode geht, geht zu X dem kleinen LadenT''mit dem guten Gesdimack. GOETHESTRASSE 1 Telefon 29660 Qx Die neuen Stoffe für Frühjahr und Sommer Kleiderstoffe, Mantelstoffe, Waschsfofle, Seide in geschmackvoller Auswahl und besten Qualitäten (Kaiin Fahrgasse 144, Ecke Börnestr.