Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 6 (2.1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 255 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 255 der zionistischen Bewegung. Eine Rede von Berl Katzenelson „Zionismus am Scheidewege", hervorragend aus dem warmen und herzlichen Hebräisch dieses jüdischen Führers übersetzt, zeigt die Gefahren, die der zionistischen Bewegung aus einer Assimilation an die nationalistischen Theorien anderer Völker drohen, Theorien, die dem besonderen Charakter und der besonderen Lage des jüdischen Volkes keineswegs entsprechen können. (Verlag Hechaluz, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Preis 2 5 Pfennige.) Die Zeitschrift des H a b o n i m, des größten Bundes der chaluzischen Jugendbewegung und der bündisch-jüdischen Jugendbewegung überhaupt: „H a b o n e h", ist in ihrem Stil den Heften des Hechaluz verwandt und trägt dort dem spezifischen Wesen einer Jugendbewegung Rechnung. Hier werden die bündischen Probleme und die Probleme der jüdischen Jugend in Deutschland von der Jugend selbst behandelt. Briefe der Chawerim des Bundes aus Erez Israel geben den Heften einen eigentümlichen Reiz. Besonders hingewiesen sei auf das Heft: „Zur Führertagung des Habonim. Aus Paläst i n a", wo ein Bericht über den Bundestag des Habonim in Palästina abgedruckt ist. Der Bericht über dieses Treffen in Naaneh, zu dem viele Hunderte Chawerim des Habonim, die zum Teil schon viele Jahre in Erez Israel leben, zusammenkamen, zeigt ehrlich und unpathetisch das harte Ringen der jüdischen Jugend aus Deutschland in Erez Israel um die Verantwortung und Verbundenheit, mit der sie sich mit dem deutschen Judentum und seinem Schicksal auch in Palästina verbunden fühlt. (Es dürfte wohl die erste größere Tagung jüdischer Menschen aus Deutschland sein, die hebräisch geführt wurde.) (Zu beziehen: Habonim, Bundesleitung, Berlin W 15, Meinekestraße 10. Preis 25 Pfennig.) „H a s o 1 e 1", das Mittleren-Blatt des Habonim, ist für die 13—16jährigen bestimmt. Das einzige Heft, das bisher erschienen ist, gehört zu dem Besten, was es für junge jüdische Menschen dieses Alters in deutscher' Sprache gibt. Es ist sehr bedauerlich, daß sieh keine Geldmittel finden, um eine wertvolle und lebendige Zeitschrift für die jüdische Jugend dieser Altersstufe erscheinen zu lassen. (Preis 25 Pfennig; zu beziehen: Berlin W 15, Meinekestr. 10. Habonim, Bundesleitung.) Die Hefte, die der Bund der Werkleute in gelegentlicher Folge herausgibt, wenden sich nur an den Kreis des Bundes. Menschen, die die Problematik jüdischer Jugend und jüdischer Jugenderziehung in Deutschland nahe angeht, seien auf diese Hefte hingewiesen, die gleichzeitig ein geschichtliches Dokument für die Wirkung der historischen Geschehnisse des letzten Jahres auf einen ehrlich ringenden, wertvollen Kreis jüdischer Jugend darstellt. Die Sprache der jüdischen Erneuerung, die Sprache Erez Israels ist hebräisch, und die Chaluzbewegung gehörte von jeher zu den Vorkämpfern und Trägern eines lebendigen Hebräisch. Im Osten erscheint der größte Teil der Literatur der chaluzischen Jugendbewegung bereits seit Jahren in hebräischer Sprache. Hier ist das deutsche Judentum und seine Jugend noch sehr zurück. Aber überall wird heute in der zionistischen Jugendbewegung mit großer Intensität die Sprache erlernt und die hebräische Anthologie „N a t i w", das erste hebräische Buch, das der deutsche Hechaluz herausgibt, zeigt die Richtung der hebräischen Sprachbemühungen, die sich nicht mit einem „schnellgelernten Neuhebräisch" begnügt, sondern wirklich alle Lernenden in die Fülle der hebräischen Literatur von Tnach und Aggada zu dem modernen Hebräisch Bialiks, Achad Haams, Arlosoroffs und der Rachel führt. Dieses Buch Natiw, das bereits mit großem Erfolg in zahlreichen hebräischen Kursen verwandt wird, sei all den Lernenden dringend empfohlen, die leichte und wertvolle hebräische Texte lesen wollen. (Verlag Hechaluz, Berlin W 15, Meinekestr. 10. 1,25 RM.) Diese Bücher und Hefte, die in zahlreichen Jugendkreisen ganz Deutschlands und darüber hinaus in den übrigen deutschsprechenden Ländern gelesen werden, haben zu vielen jungen jüdischen Menschen noch keinen Zugang gefunden. Auch die jüdische Oeffentlichkeit ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, an diesen wertvollen Publikationen vorbeigegangen. Diese Schriften können ihr, und manchen Kreisen abseitsstehender Jugend, den -Zugang und das Verständnis für diese große und ernste Bewegung der Jugend vermitteln. Josef Horovitz Deutsche Teppiche Möbelstoffe Divandecken / Gardinen wegen Geschäftsaufgabe Preis-ErmäBigung SCHILLERSTRASSE 16 ^i^kuZ hat den Hut-Salon Erich Schmidt übernommen. Unterlindau 58,1./Tel,74638 E. KRIEGER Friedbergerldstr. 25 Einziges jOd. Geschäft Ecke Hebelstr. am Philanthropin Sämtl. Schulartikal für das Philanthropin reibwaren — Kurz- und Merceriewaren BiOXrULTRA-ZAHNPASTA Ist für Sie die richtige sie macht die Zähne blendend weiss und beseitigt Mundgeruch spritzt nicht, Ist hoch konzentriert, daher sparsamer. Kleine Tube 50 Pfg. MAX ELB A.-G, DRESDEN